Institut für aktuelle Kunst

Sigurd Rompza, farb-licht-modulierung, 2019-11, 36 x 120 x 6 cm, Acrylfarbe und Lack auf MDF. Foto: Dirk Rausch Sigurd Rompza, farb-licht-modulierung, 2019-11, 36 x 120 x 6 cm, Acrylfarbe und Lack auf MDF. Foto: Dirk Rausch
Hängen der Intervention von Sigurd Rompza im Kunstraum Friesenstraße Hannover. Foto: Birgit Streicher

Sigurd Rompza: Sehstücke

Ausstellung im Schauraum am Laboratorium
Vernissage: Freitag, 31. März 2023, 19 Uhr

Der in Neunkirchen lebende Künstler Sigurd Rompza zählt zu den international wichtigsten Vertretern der Konkreten Kunst. Seit 1975 nahm er an mehr als 550 Einzel- und Gruppenausstellungen teil. Seine Arbeiten sind in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.

Im Schauraum des Laboratoriums werden, 13 Jahre nach der letzten Einzelausstellung des Künstlers im Saarland, aktuelle und frühere Arbeiten zu sehen sein, die den erkenntnisstiftenden Eigenwert von Rompza Kunstwerken dokumentieren.

Analytisch-forschender Anspruch und sinnlich-anschauliche Qualität durchdringen einander. „Wenn der Künstler sein Tun als ein ‚Forschen’ im sinnlichen Bereich versteht“, so Sigurd Rompza, „ist Kunst ein Erkenntnis stiftendes Unternehmen.“

Die Untersuchung und Darstellung von sinnlichen Potenzialen – in Abgrenzung zu mathematisch-formalistischen Tendenzen der Konkreten Kunst – ist ein zentrales Thema in der künstlerischen Arbeit von Sigurd Rompza. Vorrangig thematisiert der Künstler in seinen Arbeiten Abläufe und Gesetzmäßigkeiten der Wahrnehmung, insbesondere das Sehen, und untersucht hierbei die Wirkweisen sinnlich basierter Erkenntnisvorgänge. Vermeintlich einfach komponierte Bildelemente entfalten in ihrer nicht-statischen Räumlichkeit eine mediale Doppeldeutigkeit, lassen den Betrachter verschiedene Perspektiven einnehmen und aktivieren die konzentrierte Wahrnehmung.

Sigurd Rompza studierte zunächst an der Pädagogischen Hochschule des Saarlandes und anschließend Malerei und Kunsttheorie bei Raimer Jochims an der Städelschule in Frankfurt. Nach einer Lehrtätigkeit in der Kunsterziehung an der Universität des Saarlandes nahm er ab 1994 eine Professur für Grundlagen der Gestaltung an der Hochschule der Bildenden Künste Saar wahr, ab 1999 bis 2011 zusätzlich eine Professur für Malerei. Neben seiner erfolgreichen künstlerisch-praktischen Arbeit veröffentlicht Sigurd Rompza seit 1973 kunsttheoretische Texte sowie Untersuchungen zur Konkreten Kunst und zu den Grundlagen der Gestaltung.

Zur Ausstellung erscheint die seit 2015 bestehende Schriftenreihe „reflexionen“ als Sammelband in einer gebundenen Ausgabe. Die mittlerweile elf Ausgaben umfassende Reihe, die von Sigurd Rompza zusammen mit Bernd Philippi und der Luxemburger Agentur mediART herausgegeben wird, thematisiert kunsttheoretische und kunstphilosphische Fagestellungen. Neben Beiträgen von Sigurd Rompza selbst sind namhafte Autoren wie Kuno Lorenz, Dietfried Gerhardus, Ernst Gerhard Güse, Günter Abel und Martina Plümacher in der Reihe vertreten.


Sigurd Rompza: Sehstücke

Vernissage: Freitag, 31. März 2023, 19 Uhr
Einführung: Dr. Andreas Bayer, Direktor des Instituts für aktuelle Kunst im Saarland

Dauer der Ausstellung: 31. März bis 28. Mai 2023
Öffnungszeiten: Di–Fr, 10–17 Uhr, So 14–18 Uhr

Am Mittwoch, 10. Mai 2023 findet um 19 Uhr ein Laboratoriumsgespräch mit Sigurd Rompza statt.

22. April 2023, 16–18 Uhr
Unsichtbar – sichtbar: ich sehe was, was du nicht siehst
Workshop mit der Künstlerin Claudia Vogel im Rahmen der Saarlouiser KinderUNI

Informationen zur Anmeldung erfolgen im Vorfeld der Ausstellung.

Corona-Information
Für den Besuch der Veranstaltungen im Laboratorium ist kein Impf- oder Testnachweis mehr erforderlich. Bei Anzeichen einer Erkrankung mit Erkältungssymptomen bitten wir, das Laboratorium nicht zu besuchen.

Leihgebühren pro Halbjahr

Privatpersonen Schüler*innen, Studierende Praxen, Kanzleien, gewerbliche Einrichtungen und Firmen
je Kunstwerk 50 € 30 € 80 €

Für alle Entleiher gilt: