zur Ausstellung
Sofie Dawo – Texturen
Andreas Bayer im Gespräch mit ehemaligen Studierenden von Sofie Dawo
Marie-Josée Gamel, Karin Klein, Christa Moritz
Donnerstag, 12. November, 19 Uhr
Die Praxis textiler Gestaltung wurde ab den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wesentlich durch die am Bauhaus in Weimar und Dessau entwickelten Gestaltungen und Techniken beeinflusst. In der Werkstatt für Weberei entstanden für die serielle Produktion geeignete Dekorationsstoffe für moderne Inneneinrichtungen. Das Design der Stoffe orientierte sich formal am Unterricht von Johannes Itten, Paul Klee und Wassily Kandinsky. Künstlerinnen wie Anni Albers, Gunta Stölze oder Otti Berger markieren mit ihren gewebten Arbeiten einen Neubeginn textiler Kunst im 20. Jahrhundert. Allerdings bleiben die Werke, trotz ihrer avantgardistischen Motivkomposition, weitgehend an die Fläche gebunden und stehen damit weiterhin die der bildhaften Auffassung traditioneller Tapisserien.
Erst ab den 1950er Jahren setzte ein progressiver Wandel ein, in dem die plastischen Potenziale der Webkunst experimentell erschlossen werden. Eine der weitgehend vergessenen Pionierinnen dieser Entwicklung ist die Künstlerin und Textildesignerin Sofie Dawo (1926–2010), die ab 1958 die Klasse für Weben und Stoffdruck an der Staatlichen Schule für Kunst und Handwerk Saarbrücken und deren Nachfolgeinstitutionen leitete. In ihrem Œuvre überschreitet Sofie Dawo mit Beginn der 1960er Jahre die Grenzen der Zweidimensionalität und gestaltet gewebte Objekte von plastischem Charakter, die der Entwicklung der Tapisserie und der Webkunst völlig neue Perspektiven eröffnen.
Im Rahmen der Ausstellung „Sofie Dawo – Texturen“ am Laboratorium – Institut für aktuelle Kunst im Saarland spricht Institutsdirektor Andreas Bayer mit Marie-Josée Gamel, Karin Klein und Christa Moritz, die als ehemalige Studierende von Sofie Dawo über ihre Zeit in der Textilklasse berichten – wie das Studium war, wie Sofie Dawo als Lehrende wirksam war und was für die berufliche Praxis aus dem Studium geblieben ist.
Der Eintritt ist frei.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Dauer der Ausstellung
25. Oktober 2026–24. Januar 2027
Öffnungszeiten
Di–Fr, 10–17 Uhr, So 14–18 Uhr
Vom 21. Dezember 2026 bis 4. Januar 2027 ist die Ausstellung geschlossen.
Der Eintritt ist frei.
Öffentliche Führungen
Sonntag, 8. November, 16 Uhr
Sonntag, 6. Dezember, 16 Uhr
Sonntag, 24. Januar, 16 Uhr
und nach Vereinbarung
Führungen für Schulklassen auf Anfrage
| Privatpersonen | Schüler*innen, Studierende | Praxen, Kanzleien, gewerbliche Einrichtungen und Firmen | |
|---|---|---|---|
| je Kunstwerk | 50 € | 30 € | 80 € |
Für alle Entleiher gilt: