Fritz Zolnhofer, "Berufe", 1952, Mosaik, ca. 3 x 2 m, Deutsche Rentenversicherung Saarland, Foyer, Martin-Luther-Str. 2-4, Saarbrücken-St. Johann. Foto: M. Wagner-Grill, 2024
Fritz Zolnhofer
"Berufedarstellung"
Wandgestaltung, 1952
Mosaik, 3 x 2,08 m
"Gesundheitliche Prävention und Rehabilitation nach der Arbeit in Hütten- und Bergbau" (Titel nicht vom Künstler), 1954
Mosaik, ca. 3,50 x 1,20 und 3,50 x 5 m
Deutsche Rentenversicherung Saarland, Foyer
Martin-Luther-Str. 2-4
Saarbrücken-St. Johann
Das in rotem Backstein errichtete Gebäude der Zentrale der Deutschen Rentenversicherung Saarland ist der erste Großbau Saarbrückens nach dem Zweiten Weltkrieg (Architekt Karl Kremer). Seine "Kunst am Bau - Objekte", das Wandrelief von Theo Siegle, das Bleiglasfenster von Nikolaus Josef Schmitt und die Mosaike von Fritz Zolnhofer, alle aus dem Erbauungsjahr 1952, waren von Anfang an in die Architektur mit eingeplant und ergeben ein homogenes Ganzes.
Die auf Zolnhofers Mosaik im äußeren Foyer dargestellten Menschen, in unterschiedlicher Höhe hintereinander gestaffelt, verkörpern durch ihre Attribute bestimmte Berufszweige und nehmen damit Bezug auf die bei der damaligen LVA Versicherten. Die Figurengruppe steht vor einem dunkleren, die Silhouette einer Hochofenanlage abzubilden scheinenden Hintergrund, und bleibt als Gesamtkomposition eingebettet in die ansonsten ungestaltete Mosaikwand. Anders als in dem Mosaik der Zusatzversorgungskasse des Saarlandes aus den 1960er Jahren sind hier nicht nur Arbeiter wiedergegeben, sondern auch Menschen aus gehobeneren Berufen wie z. B. ein Arzt und eine Sekretärin.
Wie Nicole Baronsky-Ottmann in ihrem Artikel schreibt, stammt das im inneren Foyer auf beiden Seiten des Flurs angebrachte mehrteilige Mosaik aus dem Jahr 1954 und wurde ursprünglich für das Hüttenkrankenhaus in Burbach geschaffen. Es befindet sich erst seit Anfang der 2000er Jahre im Gebäude der ehemaligen LVA. In vier thematisch abgeschlossenen Wandfeldern spielt es an auf die "Gesundheitliche Prävention und Rehabilitation nach der Arbeit im Hütten- und Bergbau", es zeigt den gesunden athletischen Menschen zwischen Ansichten von Hochöfen, rauchenden Schloten und Hüttenanlagen.
Zolnhofer legt in diesen Mosaiken mehr Wert auf eine plastische Binnenmodellierung der Kleidung und der Gesichter und erreicht dadurch ein höheres Maß an Ausdruckskraft und Körperlichkeit.
Biografie:
Fritz Zolnhofer, Maler
geboren 1896 in Wolfstein/Pfalz
gestorben 1965 in Saarbrücken
Quelle:
Redaktion: Margarete Wagner-Grill
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