Institut für aktuelle Kunst

A. D. Trantenroth. Foto: Ralf Sziegoleit
A. D. Trantenroth. Foto: Eva Wunderlich
A. D. Trantenroth, "12/67", 1967, Lindenholz, Lack, 25 x 25 x 25 cm. Foto: Archiv Artur D. Trantenroth
A. D. Trantenroth, Universität Erlangen/Nürnberg, Sportzentrum, 1969, Carrara-Marmor, zwei Kuben je 1,20 x 1,20 x 1,20 m. Foto: Archiv Artur D. Trantenroth
A. D. Trantenroth, ohne Titel, 1971, Beton, 3,60 x 2,40 x 1,20 m, Burlington/Vermont, Autobahn, Parkplatz. Foto: Artur D. Trantenroth
A. D. Trantenroth, Frankenwald, Oberfranken, Trinkwasserspeicher Mauthaus, dreiteilige Skulpturengruppe, 1976, Granit, Stele H = 8 m, Tischstein H 0,64 cm, 2,40 x 2,40 m und Bodenplatte 1,20 x 1,20 m. Foto: Archiv Artur D. Trantenroth
A. D. Trantenroth, o. T., 1975/91, Bleibestiftung, Farbbestiftung, Bleibeschriftung unter Zuckerpulversahnetee, Bleibeschriftung, 21 x 29,7 cm. Foto: A. D. Trantenroth
A. D. Trantenroth, "Holzleistendoppelkreuz", 1976 rekonstruiert 2007, Buche, Gummibänder, hellblau, hellgrün, variable Größe, L = 208 bis 224 cm. Foto: A. D. Trantenroth
A. D. Trantenroth, "KL-Z2-76", 1976, Fichtenholz, Granit, Scharniere, variables Objekt, offen: 354 x 60 x 21,5 cm. Foto: Helmut Bauer
Bochum, Ruhrlandhalle - Vfl Stadion, Bochumer Bildhauersymposium, mehrteilige Stahlbodenskulptur, 1980. Foto: Archiv A. D. Trantenroth
A. D. Trantenroth, "Baal in der Damentoilette", 1980, Stahlrundstäbe (D = 0,8 cm, L = 246 cm), Laborschlauch (D = 1,2 cm, L = 246 cm), Dinggröße variabel. Foto: A. D. Trantenroth
A. D. Trantenroth, o. T., 1982, Bleibestiftung, Farbbestiftung, Wachskreide, Pastellkreide, 21 x 29,7 cm. Foto: A. D. Trantenroth
A. D. Trantenroth, o. T., 1988, Tombakrinne, 950 x 30 cm, St. Wendel Künstlersymposion Straße der Skulpturen. Foto: A. D. Trantenroth
A. D. Trantenroth, o. T., 1988, Tombakplatten, 42,5 x 57,5 cm, St. Wendel, Künstlersymposion Straße der Skulpturen. Foto: A. D. Trantenroth
A. D. Trantenroth, o. T. , 1988, Bleibestiftung, Farbbestiftung, Wachskreide, Bleibeschriftung, 21 x 29,7 cm. Foto: A. D. Trantenroth
A. D. Trantenroth, o. T., 1988, Bleibestiftung, Leuchtwachs, 29,7 x 21 cm. Foto: A. D. Trantenroth
A. D. Trantenroth, o. T., 1988, Bleibestiftung, Farbbestiftung, Leuchtwachs, Wachskreide, Bleibeschriftung, Prägeschriftung, 21 x 29,7 cm. Foto: A. D. Trantenroth
A. D. Trantenroth, o. T., 1989/90, Bleibestiftung, Farbbestiftung, Bleibeschriftung, 21 x 29,7 cm. Foto: A. D. Trantenroth
A. D. Trantenroth, o. T., 1990, Bleibestiftung, Farbbestiftung, Leuchtwachs, Bleibeschriftung, 21 x 29,7 cm. Foto: A. D. Trantenroth
A. D. Trantenroth, o. T. 1991, Schleifpapier, MDF-Platte, 21 x 27 x 2,1 cm. Foto: A. D. Trantenroth
A. D. Trantenroth, o. T., 1992, Bleibestiftung, Farbbestiftung, Bleibeschriftung unter Zuckerpulversahnetee, 21 x 29,7 cm. Foto: A. D. Trantenroth
A. D. Trantenroth, o. T., 1993, Bleibestiftung, Farbbestiftung, Bleibeschriftung unter Zuckerpulversahnetee, 21 x 29,7 cm. Foto: A. D. Trantenroth
A. D. Trantenroth, Münchberger Stücke, 1995, Farbbestiftung, Messing-Klavierband, Holzstab, Aluhaken, Vorreiber, Blattgold, Messingknopf, Holzstuhl, Schreibheft, Bleistift, zerstört. Foto: Manfred Jahreiß
A. D. Trantenroth, o. T., 1996, Bleibestiftung, Farbbestiftung, Bleibeschriftung unter Zuckerpulversahnetee, 21 x 29,7 cm. Foto: A. D. Trantenroth
A. D. Trantenroth, o. T., 1997, Bleibestiftung, Farbbestiftung, Kupfernägel, 112 x 80 cm, zerstört. Foto: A. D. Trantenroth
A. D. Trantenroth, "Traktoranten", 2002, Traktor-Modell M 1:32, geometrisch-gelbe Gummitextilschnur, 5 PKW-Winterreifen. Foto: A. D. Trantenroth
A. D. Trantenroth, "Löcher-Nägel-Fadungen-Konservendose", ein Wandstück, 2007, 13 Nägel = Länge 11-32 cm, Objektlänge, ca. 128 cm, 2-farbige Fadungen. Foto: A. D. Trantenroth
A. D. Trantenroth, "Löcher-Nägel-Fadungen-Konservendose", zweite Ansicht
A. D. Trantenroth, "Letzte Essenzzeit", 2007, vier Suppenteller, Papiertaschentücher, Blautusche, Blaupunktur, Silberlöffel, Sockel = H 72 cm x L = 206 cm (oberer Teil), 208 cm (unterer Teil) x B = 24 cm (oberer Teil), 28 cm (unterer Teil), Teller = H 4,5 cm, D = 23 cm. Foto: A. D. Trantenroth
A. D. Trantenroth, "Letzte Essenzzeit", 2007, vier Suppenteller, Papiertaschentücher, Blautusche, Blaupunktur, Silberlöffel, Sockel = H 72 cm x L = 206 cm (oberer Teil), 208 cm (unterer Teil) x B = 24 cm (oberer Teil), 28 cm (unterer Teil), Teller = H 4,5 cm, D = 23 cm, Detailansicht. Foto: A. D. Trantenroth

Trantenroth, Artur Dieter

Bildhauer, Objektkünstler, Zeichner
geboren 1940 in Bochum
lebt und arbeitet im Fichtelgebirge
Kategorie: Plastik, Zeichnung, Kunst im öffentlichen Raum

Künstler und Werk

Die Zeichnungen von A. D. Trantenroth – Zwischen Traum und Tat 

Vor knapp zwei Jahren stellte mir der Künstler A. D. Trantenroth eine Auswahl seiner Zeichnungen vor. Bei den Vorbereitungen für meinen Beitrag zu diesem Katalog kam mir ein Text in den Sinn, den ich vor längerer Zeit in einem Katalog zu einer Ausstellung des Künstlers gelesen hatte. Vor allem der nachfolgende Abschnitt trifft auch auf seine Zeichnungen zu: "Bei den Arbeiten geht es weder um Aktion noch um Spuren eines Vorganges. Die Dinge sind nicht 'Momentaufnahmen' eines Prozesses, sondern räumlich artikulierte Zustände, in denen Ursache und Wirkung in eine Wechselbeziehung treten. Gefühle werden unmittelbar sichtbar und fühlbar gemacht: z.B. in der Gestrecktheit und Ausgedehntheit der langen, schlanken Stücke, der flachen Stahl- oder Holzplatten; in der Anschmiegsamkeit aneinandergelegter Schnittflächen; in der Kraftzusammenballung kompakter, kleiner Stücke, die gleichzeitig Widerstand nach außen und In-sich-Zurückgezogenheit darstellen; in der Gefährlichkeit spitziger Winkel und Enden, scharfer Kanten; in der Gespannt- und Entspanntheit von Gummischläuchen in Verbindung mit Eisenstäben (...)." (Sonja Klebe, Kunstverein Bochum, 1981) 

Der Künstler zitiert in den Zeichnungen zumindest teilweise seine eigenen Entwürfe und Installationen. In oft spielerischen Konstruktionen tauchen über einen längeren Zeitraum hinweg immer wieder die gleichen Bildfragmente auf, mit den selben Gegenständen werden neue Konstruktionsmöglichkeiten durchgespielt. So gibt es Hunderte von Zeichnungen mit Gummischläuchen, mit Spazierstöckchen, die ineinander greifen, mit Nägeln, Fäden oder Scharnieren und Seilen. Auf wunderlichste Weise werden Holzlatten, Kästchen und phantastische Gebilde aneinander gebunden, neben- und aufeinander geknotet, genagelt und verwinkelt. Die Wahrnehmung wird in Frage gestellt, Sehgewohnheiten untergraben. Das Stabile verwandelt sich in Labilität. Holz wird transparent wie Glas, wie bei einem Röntgenbild können wir außen und innen gleichzeitig sehen. Darüber hinaus sind es nicht immer die fertigen Konstruktionen, die dargestellt werden, sondern manche Zeichnungen lassen sich wie eine "Bauanleitung" lesen, ähnlich solchen, die man in Verpackungskartons vorfindet, wenn man z.B. ein Bücherregal zusammenbauen will. Trantenroths Zeichnungen sind Aufzeichnungen, ein Zwischenbereich zwischen Wort und Bild, sie erzählen von möglichen Projekten. Schränkchen, Regale, Schublädchen und Fäden sind gut zu erkennen, aber der "Raum", der rundum gezeichnet wird, ist nicht dreidimensional. Es ist kein Horizont da, keine Schwerkraft zu erkennen, keine Tiefe im Bild vorhanden. Auch die Bildfragmente sind wie Wortfragmente. Die Zeichnungen von einer Serie bilden, zusammengelegt, mehr oder weniger zusammenhängende "Sätze". Auf diese Weise kann man die Gedankengänge des Künstlers eher nachvollziehen.  

1989 fand im Museum St. Wendel eine Ausstellung anlässlich des vorläufigen Abschlusses der "Straße der Skulpturen" in St. Wendel/Saar statt. Gezeigt wurden Werke der teilnehmenden Künstler. A. D. Trantenroth legte 16 Vierkantholzstäbe à 8 x 8 cm, je 64 cm lang, auf dem Fußboden aus, so, dass sich ein großes Quadrat ergab. Die Kopfenden der Stäbe waren grün gefärbt, was allerdings nur an den "Ecken" des Quadrates sichtbar war. Etwa in der Mitte (von Trantenroth "anmittig" genannt) befand sich ein ebenfalls quadratisches Metallschächtelchen, oder besser gesagt: eine "Umhüllung" – ähnlich wie die Hülle eines Streichholzschächtelchen – die 4 cm hoch war, bei einer Länge und Breite von jeweils 16 cm. Diese Hülle war außen "gegelbt", innen war das nackte Metall sichtbar. Hier, wie auch sonst in der Arbeit des Künstlers, spielen komplizierte Material-, Farb- und Größenzusammenhänge – oder wie der Künstler es selbst ausdrückt: die bestimmten "Maßigkeiten" – eine große Rolle. Ist das Material eines Teilstückes z.B. leicht im Verhältnis zum Umfeld, dann sind seine Maße quasi "vergrößert". Dies gilt z.B. für die Holzstäbe, die, wären sie aus dem schwereren Eisen, nur so groß wären, dass sie in zwei Reihen in die Metallhülle hineinpassen würden. In dem Fall wären ihre Enden im "kompakteren" gelb gestrichen, sodass das Ergebnis ein rundherum gelb gefärbtes Kästchen wäre. Das gleiche gilt aber auch umgekehrt: wenn die Hülle aus Holz wäre, würden die Holzstäbe darin Platz finden können. In dem Fall wäre die Hülle grün – weil sie dann aus Holz und deshalb größer wäre, müsste auch die Farbe weniger kompakt sein – und das Endergebnis wäre ein rundherum grüner Kasten. 

In der zweiten Arbeit, die A.D. Trantenroth im Museum zeigte, ging es um ähnliche Gewichtungen zwischen Material und Maß. An der Wand hing eine kleine Tombakplatte (Tombak = eine Kupfer-Zink Legierung) in einem Holzrahmen. In dieser Platte befanden sich zwei runde Löcher, die als "Negativvolumen" aufzufassen sind. Überträgt man die Maße dieser Platte auf die Museumswand, dann ist aus ihr eine Art "Luftplatte" geworden, sie ist nun selbst "negativ", aber dafür hat sie viel größere Ausmaße. Die beiden Löcher sind – im gleichen Verhältnis zueinander – dahingegen ins Positive "übersetzt", als runde Scheiben. Da die "Luftplatte" größer ist, sind auch diese Scheiben "gewachsen" und sind deshalb nicht mehr aus dem gelblich schimmernden Tombak, sondern aus Holz, wobei ihre Oberfläche nun in einem hellen, leuchtenden Grün erscheint. 

Der Künstler baute diese beiden Arbeiten auf eine dermaßen präzise und ernste Art auf, dass es den Anschein hatte, als würde er mit der sorgfältigen Plazierung der einzelnen Teile eine sakrale Feierlichkeit zelebrieren, bestimmten geheimen Ritualen folgend, fast wie ein Hohepriester aus alten Zeiten. 

Beim Betrachten der Zeichnungen drängten sich mir außerdem Gedanken an die beiden Projekte auf, die A.D. Trantenroth ein Jahr zuvor an der St. Wendeler "Straße der Skulpturen" erarbeitet hat. Das erste Projekt besteht aus drei "Umfeldveränderungen", die er in der St. Wendeler Innenstadt vorgenommen hat. Hierfür setzte er ebenfalls das schimmernde Material Tombak ein: er verkleidete die Stufen einer Treppe, die in eine Kneipe führt; er ließ eine kleine Platte in der Form einer Treppe in den Boden der Fußgängerzone ein; er verkleidete eine Regenrinne und ließ in deren Nähe eine kleine Spiralenplatte in die Pflasterung ein. Mit diesen kleinen Akzenten – die in Größe und Abstand zueinander in einem bestimmten Verhältnis stehen (wie die Arbeiten im Museum St. Wendel) und so konzeptuell miteinander verbunden sind – veränderte der Künstler das alltägliche Umfeld. Durch den Glanz des Materials verlieh er vorher unscheinbaren oder langweiligen städtischen Gegebenheiten (wie eine Treppe oder eine Regenrinne) eine beinahe sakrale Ausstrahlung. Spiralen (Zentrum, Unendlichkeit) und Treppen (Himmelsleiter) sind uralte Symbole, die in vielen Kulturen eine besondere Bedeutung hatten bzw. haben. Selbst in unserer nüchternen westeuropäischen Kultur sind es immer noch symbolträchtige Zeichen. Sowohl dieser "Mehrwert", als auch das bestimmte Zahlenverhältnis der "Maßigkeit" werden sicher von den meisten Fußgängern nicht bewusst wahrgenommen; wer aber auf der Suche ist, wird sich einer gewissen Wirkung nicht enziehen können. 

Das zweite Projekt liegt etwas außerhalb der Stadt St. Wendel. Ausgangspunkt für diese Arbeit war ein großer Sandstein an einer Wegkreuzung. Vis-à-vis steht ein kleiner gelber Pfosten der Telekom, der – als Zeichen für die "alltägliche Welt" – in das Gesamtprojekt mit einbezogen wurde. A.D. Trantenroth hat, wie bei seinen Arbeiten in der Stadt, auch hier kleine Akzente gesetzt: einige Bohrlöcher, eine kleine, grün angestrichene, leere "Nische", die als "Negativ" mit dem gelben Telekom-Pfosten korrespondiert, Scharniere aus Tombak, die den Eindruck erwecken, man könnte den Stein aufklappen, um sein Geheimnis aufzuspüren. Ohne diese Scharniere kämen wir nicht auf die Idee, dass der weitgehend rohbelassene Stein ein Innenleben haben könnte. Die Bohrlöcher und die leere Nische (ähnlich solchen, die z.B. an der Hauswand für eine kleine Heiligenfigur gedacht sind), verstärken das Gefühl, dass das Wesentliche, das eigentlich Bedeutungsvolle, sich im übertragenen Sinne "unter der Oberfläche" abspielt. Aber nur, wer sich auf dieses Gefühl einlässt, wird die Zusammenhänge entdecken und kann erst dann – mit seiner Vorstellungskraft – dort hin gelangen. 

Ich gehe deshalb so genau auf die St. Wendeler Arbeiten ein, weil im Grunde genommen auch den gezeichneten Objekten eine solche "Maßigkeit" unterliegt, wenn auch nicht ganz so streng. Das Wissen um die systematische, fast "formelhafte" Methode Trantenroths, die Welt nicht nur zu erfassen, sondern auch einzelne Teilstückchen dieser Welt hervorzuheben, damit Formverhältnisse klarer sichtbar werden, ist für den Betrachter eine wichtige Voraussetzung, um auch die Zeichnungen zu verstehen, ja, "erleben" zu können. Der Künstler "denkt" sich seine Konstruktionen zusammen, er ist gleichzeitig Spurenleger und Spurensucher. Für jeden Tag gibt es mindestens eine Zeichnung, über eine Zeitspanne von mehreren Jahrzehnten. Auf diese Weise ist eine der Zeit enthobene, eigenständige, "parallele" Welt entstanden. Es ist keine "evolutionäre" Entwicklung sichtbar – die Blätter sind zeitlos; A.D. Trantenroth datiert sie, bezeichnenderweise, rückwärts. 

Hin und wieder lösen sich die Zeichnungen vom Papier. Manche "Ideenspiele" sind im Rahmen verschiedener Ausstellungsprojekte in die reale Welt – in bestimmte Ausstellungsräume – hineingetragen. So gab es z.B. ein Projekt mit drei Schublädchen, die nebeneinander direkt mit einem dünnen Stift auf einer Wand gezeichnet waren. Auf der Rückseite dieser Wand befanden sich ebenfalls drei gezeichnete Schublädchen (In der Galerie „Kunst in der hinteren Halle“, Hof/Saale, 1997), die jedoch vertikal angeordnet waren. Wäre diese Wand durchsichtig gewesen, hätte man feststellen können, dass die jeweils mittlere Schublade "deckungsgleich" war, sodass sie hätte hin und her geschoben werden können, wäre sie real und nicht "nur" aufgemalt. Dass es eine Zeichnung war, die man vor sich hatte, war erst aus der Nähe ersichtlich; von Weitem sahen die Linien fast aus wie Ritzen, weil der Bleistift auf der unebenen Wand eine "ausgefranzte" Spur gezogen hatte. Durch diese Illusion eines Schattens wurde – zumindest aus der Distanz –eine dreidimensionale Konstruktion suggeriert. Dieser Eindruck blieb, aufgrund existierender Wahrnehmungsgewohnheiten, auch in dem Moment bestehen, als man aus der Nähe feststellen konnte, dass die Schubladen gezeichnet waren. Die Tatsache, dass die Griffe aus realen, spiegelnden Messingknöpfchen bestanden, erhöhte diesen Eindruck noch. Ähnliches passierte bei der auf einer mit Rauhfaser tapezierten Wand gezeichneten "Durchreiche" (In der Galerie "Brochier", Hartmut Beck, München, 1996). Die Maße dieser Durchreiche betrugen 40 x 80 cm. In der Mitte war dieses Rechteck geteilt, und neben diesem Teilstrich befanden sich links und rechts zwei Messingknöpfe, so, dass eine Illusion von zwei Türchen, je 40 x 40 cm groß, entstanden war. Am linken und rechten Rand des Rechteckes befanden sich Scharniere (sog. Klavierbänder). Um beim "Aufklappen" die Griffe der Türen nicht an der Wand anstoßen zu lassen, befanden sich dort an der Wand – also jeweils circa 40 cm links und rechts neben dem Rechteck – Gummipuffer. Deckungsgleich mit der Durchreiche befanden sich auf der Rückseite der Wand 16 gezeichnete Schublädchen, die ebenfalls jeweils mit einem Messingknopf als Griff ausgestattet waren. Hätte man die Durchreiche tatsächlich aufklappen können, würde man die Rückseiten der 16 Schübe sehen.  

In der Nähe der Schublädchen stand eine kleine Fußbank. Darauf lag ein Paar gelbe Haushaltshandschuhe – ein Hinweis auf eine verborgene Geschichte. (Vielleicht, dass auch Kinder in die Schublädchen hineinschauen wollen?) 

Auch die Projekte im Bereich "Kunst am Bau" leben von Widersprüchlichem: z.B. Schnüre, die durch Wände hindurch gezogen sind, von deren Verlauf man aber nur jeweils Ausschnitte sehen kann, je nachdem wo man sich im Gebäude befindet (Im Gebäude der Schmidt-Bank in Wunsiedel). Nur im Kopf des Betrachters entsteht ein vollständiges Bild, eine "dreidimensionale Geschichte". So wird ihm die Vorstellung vermittelt, dass das betreffende Gebäude nur durch diese Schnüre zusammengehalten wird. Auch hier ist man sich im gleichen Moment bewusst, dass sie diese Funktion keineswegs übernehmen. Weil eine scheinbare Täuschung selbst als Täuschung wahrgenommen wird, ist sie im Grunde keine mehr, obwohl die Idee der Täuschung im Kopf des Betrachters lebendig bleibt. 

Sowohl in seinen realisierten Projekten und Installationen, als auch in den Zeichnungen befinden wir uns in der "parallelen", von Zahlen, Farb- und Materialgewichtungen und Maßverhältnissen bestimmten Welt Trantenroths. Diese Welt bleibt dem Betrachter bei einer pur rationalen Annäherung jedoch zum Teil verschlossen. Der Übergang zwischen dem konkret Möglichen und dem Zauber – zwischen Traum und Tat, zwischen Idee, Umsetzung und Illusion – ist fließend. Dies bedeutet, dass man sich auch mit Phantasie an die Zeichnungen heranwagen sollte. Erst wenn man beim Betrachten diese "Dimension" mit einbezieht, kann man "herumschauen" in Verwunderung, sich vielleicht hin und wieder ein wenig wie Alice im Wunderland fühlen. Dann wird klar: so muss es sein, und nicht anders.


Cornelieke Lagerwaard aus: A. D. Trantenroth - Bestiftungen unter Zuckerpulversahnetee. Nürnberg 2001, S. 88-93

Biografie

  • 1940
    geboren in Bochum
  • abgeschlossene Lehre als Augenoptiker und als Keramiker
  • 1964-68
    Studium an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Prof. Uli Günther, Keramik und bei Prof. Herbert Baumann, Bildhauerei
  • 1968-73
    Freischaffender Bildhauer in Wunsiedel
  • 1973-78
    Freischaffender Bildhauer in Großgeschaidt, Heroldsberg
  • 1979-80
    Lehrtätigkeit an der Akademie der Bildenden Künste München
  • 1979-85
    Freischaffender Bildhauer in Bocholt, Stadtkünstler
  • seit 1985
    Freischaffender Bildhauer im Fichtelgebirge, Weißenstadt

Symposien

  • 1968
    Krastal, Kärnten, Österreich
  • 1969
    St. Margarethen, Burgenland, Österreich (K)
  • 1971
    Burlington, Vermont, USA (K)
  • 1972/73
    Arbeitsstipendium des Kulturkreises im BDI (Steinwerk Zeidler + Wimmel, Kirchheim)
  • 1975
    Förderpreis des Freistaates Bayern
  • 1978
    Kunstpreis Berlin (verliehen von der Akademie der Künste Berlin)
  • Kunstpreis der Stadt Bocholt (Berufung zum Stadtkünstler)
  • Symposion Urbanum, Nürnberg (K)
  • 1979/80
    1. Internationales Stahlsymposium "Stadt und Bildhauerei", Bochum
  • 1981
    Bildhauersymposium, Wedaupark, Duisburg
  • 1988
    Werkstipendium zur Realisierung eines bestimmten Projektes des Kunstfonds e.V. Bonn;
  • Straße der Skulpturen, Tombakstücke in der Stadt St. Wendel

Einzelausstellungen

  • 1968
    Galerie Defet, Nürnberg (K)
  • 1969
    Galerie Langer, Braunschweig
  • Galerie Reckermann, Köln
  • Gropiushaus Rosenthal, Selb (K)
  • 1973
    Galerie Reckermann, Köln
  • 1974
    Museum Folkwang, Essen (K)
  • 1975
    Galerie Keller, Kempfenhausen/Starnberg
  • 1977
    "Konstellationen", Städtische Galerie im Lenbachhaus, München (Lechner, Prager, Schuler, Trantenroth), (K)
  • Kunstverein Ingolstadt, Ingolstadt (K)
  • Kunstverein Unna, Unna
  • Städtisches Kunstmuseum Bonn, Bonn (K)
  • 1978
    Galerie Magers, Bonn
  • Galerie Edith Wahlandt, Schwäbisch Gmünd
  • Werkstatt Breitenbrunn, Neusiedler See, Burgenland, Österreich
  • 1979
    Forum Stadtpark, Graz (K)
  • 1981
    Kulturzentrum, Rathaus Bocholt (K)
  • Kunstverein Bochum, Haus Kemnade (K)
  • Galerie Jürgen Ahrens, Koblenz (K)
  • 1988/89
    Galerie Hartmut Beck, Erlangen, "Unpassigkeiten"
  • 1990
    Galerie Karin Sachs, München
  • Fichtelgebirgshalle Wunsiedel, "Kunst im Abseits", zwei Vor - Orte – Damen & Herrentoilette
  • 1991/92
    Galerie Hartmut Beck, Erlangen, "Schleifpapier Stücke"
  • 1993
    Galerie Hartmut Beck, Erlangen, "Hysterische Paradoxien ... und Zeichnungen"
  • 1995
    Städtische Galerie im Bürgerzentrum, Münchberg
  • 1996
    "Zwei Räume eine Arbeit", Wandbestiftungen (mit Ben Vautier, Yongo Zhao, Roland Fässer, Andreas Welzenbach, Charly Banana) Abschiedsausstellung der Galerie, Galerie Broschier – Hartmut Beck, München
  • 1997
    "Klappblokaden – Paradoxien", Wandbestiftungen, Kunst in der Hinteren Halle, Hof
  • 2001
    IKKP, Institut für Konstruktive Kunst und Konkrete Poesie, Archiv Eugen Gomringer
  • Kunsthaus Rehau, Zeichnungen
  • Zeichnungen, "Durchscheinige Versteckungen", Kunstmuseum Bayreuth
  • 2002
    Märkisches Museum Kulturforum, Witten
  • "Traktoranten", Galerie Hartmut Beck, Erlangen
  • 2003
    Museum St. Wendel, St. Wendel
  • Von der Heydt-Museum, Wuppertal
  • Suermondt-Ludwig-Museum, Aachen
  • Städtische Galerie Erlangen
  • 2004
    Palais Stutterheim, Erlangen
  • Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt
  • 2005
    Galerie Goller, Selb
  • Kunsthaus der Stadt Bocholt
  • 2007
    Städtische Galerie im Bürgerzentrum, Münchberg
  • 2010
    Installation mit einem "48er blätterblock in 16 kreuzungsvarianten (konstellationen) zu je 3 farbigen stationen", Kunst Museum Bayreuth
  • 2011
    "Herzverlustigkeiten, A. D. Trantenroth - Zeichnung, Skulptur und Objektkunst", neues museum Staatliches Museum für Kunst und Design, Nürnberg
  • 2012
    "Zeichnungen", Galerie St. Johann, Saarbrücken

Ausstellungsbeteiligungen

  • 1967
    "Junge Stadt sieht junge Kunst", Wolfsburg, (K)
  • 1968
    Fünf Künstler aus dem Grenzland, Gropiushaus Rosenthal, Selb, (K)
  • Deutscher Künstlerbund, Nürnberg, (K)
  • 1969
    Kunstpreis der Jugend, Mannheim, (K)
  • Deutscher Künstlerbund, Hannover, (K)
  • Bochumer Künstlerbund, Jahresausstellung, (K)
  • 1970
    "10 deutsche Plastiker", Shopping-Center Spreitenbach, Zürich, (K)
  • 1971
    "Künstler der Galerie", Galerie Defet, Nürnberg, (K)
  • Robert-Fleming-Museum, Burlington, USA
  • Bochumer Künstlerbund, (K)
  • Gelsenkirchener Kunstverein, (K)
  • 1. Biennale für Skulptur, Budapest, (K)
  • 1972
    "Bildhauer von heute", Kunstverein Lindau
  • "Künstler und Kirche", Eichstätt, (K)
  • "Stadt und Skulptur", Marl, (K)
  • 1973
    Bochumer Künstlerbund, (K)
  • "Kunst und Architektur", TH Stuttgart
  • "Kunst in der Stadt", Leinfelden
  • "1000 Jahre Bamberg", Ausstellung
  • "Forum junger Kunst", Kunsthalle Recklinghausen, (K)
  • "Ars Viva ‘73", Kestner-Gesellschaft, Hannover, (K)
  • "Kunstpreis ‘73", Gelsenkirchen, (K)
  • "Visuelle Ordnungen", Deutscher Künstlerbund, Nationalgalerie Berlin, (K)
  • 1974
    "Poetry with material", Dublin-Oberhausen-Recklinghausen, (K)
  • "Ars Viva ‘73", Kunsthalle Nürnberg, (K)
  • Westdeutscher Künstlerbund, Karl-Ernst-Osthaus-Museum, Hagen, (K)
  • Fahnenfest Rottweil, (K)
  • Deutscher Künstlerbund, Mainz, (K)
  • 1975
    Deutscher Künstlerbund, Dortmund, (K)
  • Große Kunstausstellung, Neue Gruppe, Haus der Kunst, München, (K)
  • "Kunst zur Meditation", St. Sebald, Nürnberg, (K)
  • 1976
    "Sculpturen", Schloßpark Innsbruck
  • Große Kunstausstellung, Neue Gruppe, Haus der Kunst, München, (K)
  • 1977
    "Konstellationen", Städtische Galerie im Lenbachhaus, München (Lechner, Prager, Schuler, Trantenroth), (K)
  • "Kunstübermittlungen", Neuer Berliner Kunstverein, (K)
  • 1978
    "Artikulation des Raumes", Deutscher Künstlerbund, Nationalgalerie Berlin, (K)
  • "Begegnung auf der Schwelle", Kulturpreis der Stadt Bocholt, (K)
  • 1979
    1. Bochumer Bildhauersymposium, (K)
  • 1980
    "Koffer für Rottweil", Rottweil, (K)
  • "10 Plastiker aus Deutschland 10 Jahre danach", Shopping-Center Spreitenbach, Zürich, (K)
  • Deutscher Künstlerbund Hannover, Kestner Gesellschaft, (K)
  • 1981
    Märkisches Stipendium für bildende Kunst, Städtische Galerie Lüdenscheid, (K)
  • Galerie im Parktheater Iserlohn, (K)
  • 1982
    "96 Künstler aus Westfalen", Konrad von Soest-Preis, Westfälisches Landes­mu­seum für Kunst und Kulturgeschichte, Münster, (K)
  • "32 Künstler aus Westfalen", Museum Knokke, Belgien, (K)
  • "Junge Kunst in Deutschland", privat gefördert, Kölnischer Kunstverein, (K)
  • 1983
    Nationalgalerie Berlin, (K)
  • Städtische Galerie im Lenbachhaus, München, (K)
  • "Sammler-Förderer-Freunde", Gustav Stein, Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg, (K)
  • "Dreidimensional – aktuelle Kunst aus der BRD", Kunsthalle Mannheim, (K)
  • 1984
    "Dreidimensional – aktuelle Kunst aus der BRD", Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg, (K)
  • "Dreidimensional – aktuelle Kunst aus der BRD", Nationalmuseum für Moderne Kunst, Tokyo, (K)
  • 1985
    "Ecken und Kanten", Städtische Galerie Lüdenscheid
  • Kunstverein Unna, (K)
  • 1986
    "Ecken und Kanten", Städtische Galerie Haus Sell
  • Kunstverein Siegen
  • Städtisches Museum Mülheim/Ruhr, (K)
  • "Von zwei Quadraten", Wilhelm Hack zum Gedächtnis, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen/Rh., (K)
  • "Linien – Briefe – Notationen", Städtische Galerie Lüdenscheid
  • Galerie im Theater der Stadt Güthersloh
  • 1987
    "Linien – Briefe – Notationen", Rathaus Telgte, (K)
  • Bewerber für das Paris Stipendium, Museum für Völkerkunde, München
  • 1988
    "Straße der Skulpturen", Stadt- und Landstücke in St. Wendel, gefördert vom Kunstfonds e.V. als Werkstipendium
  • "Die Ecke", Ausstellung der Edition Hoffmann, Kantonales Kunstmuseum Sion, Vallis, Schweiz, (K)
  • "Die Ecke", Ausstellung der Edition Hoffmann, Kunstverein Ingolstadt, (K)
  • 1989
    "Straße der Skulpturen", Teilnehmer im Museum Mia Münster, St. Wendel, (K)
  • "Künstler Knöpfe", Museen Lüdenscheid, (K)
  • 1990
    "Künstler Knöpfe", Messehallen Frankfurt, (K)
  • Meisterwerke internationaler Plastik des 20. Jahrhunderts aus der Sammlung Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg; präsentiert in Vilnius, Minsk, St. Petersburg, Kiew, (K)
  • "Poesie durch Material - Licht und Bewegung", 26 Objektkünstler aus der BRD, zusammengestellt 1973/74 von Thomas Grochowiak für das Institut für Auslandsbeziehungen, nach 15 Reisejahren im Skulpturenmuseum Glaskasten, Marl, (K)
  • "Kunst im Abseits", Fichtelgebirgshalle Wunsiedel
  • 1991
    Kunstfonds – zehn Jahre 1981-1991, Bonner Kunstverein
  • 1994
    Drei Bildhauer: Richard Long, Ulrich Rückriem, A. D. Trantenroth, aus der Sammlung Von der Heydt-Museum, Wuppertal
  • "Steinstab aus geöffneter Kiste", ein Raum – eine Bodenarbeit, Märkisches Museum, Witten
  • 1995
    Sammlungsauszug "Deutsche Plastik der Gegenwart", Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg
  • "Bildhauer 95 in Deutschland", Kunstverein Augsburg, Toskanische Säulenhalle, (K)
  • 1996
    Galerie Brochier – Hartmut Beck; Ben Vautier, Yongo Zhao, Roland Fässer, Andreas Welzenbach, Charly Banana, A. D. Trantenroth
  • 2000
    "Kunst ist Schön", 1960-2000 – 40 Jahre Kunstverein Ingolstadt, Exerzierhaus im Klenzepark, Ingolstadt, (K)
  • "10. Gmunder Symposium – Internationale Graphik III", Villa Toskana, Gmunden, Österreich
  • 2006
    "Potential der Linie in der Konkreten Kunst, Forum Konkrete Kunst, Erfurt
  • 2007
    "Kunst im BÜZ", Städtische Galerie im Bürgerzentrum, Münchberg
  • 2008
    "Das Helle und das Dunkle", Peterskirche, Forum Konkrete Kunst, Erfurt
  • 2009
    "Die Kunst geht in die Stadt", Forum Konkrete Kunst, Erfurt
  • "Kunst war in der Stadt", Peterskirche, Forum Konkrete Kunst, Erfurt
  • 2010
    "sehenswert! Skulptur in Witten", Stadtwerkehaus, Witten
  • "10 Jahre IKKP - 10 Jahre Kunsthaus Rehau", Rehau
  • "Bildhauer Zeichnen", Museum Schloss Fellenberg, Merzig
  • 2010/11
    "Erwerbung und Schenkung 1", Stadtmuseum Bochold
  • 2011
    "Erwerbung und Schenkung 2", Stadtmuseum Bochold
  • Kunstsammlung, Georg-August-Universität, Göttingen
  • Jubiläumsausstellung "Kunst in der Provinz", Fichtelgebirgshalle, Wunsiedel
  • "Die Kunst geht in die Stadt", Institut für Neue Technische Form, Darmstadt
  • 2012
    "Wunschbilder", Neuerwerbungen der Kunstsammlung Jena
  • "Raw Materials - Vom Baumarkt ins Museum", Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt
  • 2013
    "Die Kunst geht in die Stadt", kunsthaus rehau
  • "Neun Räume", Kunstverein Hof
  • 2014
    "Kunst war in der Stadt", Akademiegalerie im Weisbachschen Haus, Plauen
  • "Raw Materials - Vom Baumarkt ins Museum", Städtische Galerie, Bietigheim-Bissingen
  • Städtische Galerie Delmenhorst
  • 2015
    "Zwei Prozent, Kunst am Bau Projekte", Neues Museum, Staatliches Museum für Kunst und Design, Nürnberg

Werke in Sammlungen

  • Bundesanstalt für Arbeit, Nürnberg
  • Fichtelgebirgsmuseum, Wunsiedel
  • Forum Konkreter Kunst, Erfurt
  • Germanisches Nationalmusum, Nürnberg
  • Kupferstichkabinett, Staatliche Museen, Berlin
  • Kunsthalle Bonn
  • Kunsthalle Erfurt, Haus zum Roten Ochsen
  • Kunstmuseum Bayreuth
  • Kunstsammlung Chemnitz, Grafische Sammlung
  • Kunstsammlung, Georg-August-Universität, Göttingen
  • Kunstverein Augsburg
  • Kunstverein Bremen, Kunsthalle Bremen
  • Institut für Auslandsbeziehungen, Stuttgart
  • Institut für Konstruktive Kunst und Konkrete Poesie, Kunsthaus Rehau – Archiv Eugen Gomringer
  • Märkisches Museum, Witten
  • Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt
  • Museum Bochum
  • Museum Burlington, Vermont, USA
  • Museum Schloss Fellenberg, Merzig
  • Museen der Stadt Lüdenscheid
  • Neues Museum, Staatliches Museum für Kunst und Design, Nürnberg
  • Pinakothek der Moderne, München
  • Sammlung Dobermann, Münster
  • SchmidtBank, Wunsiedel
  • Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kupferstichkabinett
  • Staatliche Graphische Sammlung, München
  • Stadtmuseum Bocholt
  • Städtische Galerie, Erlangen
  • Städtische Galerie im Lenbachhaus, München
  • Städtische Galerie Wolfsburg
  • Städtisches Museum Braunschweig
  • Städtische Museen Jena - Kunstsammlung und Galerie im Stadtmuseum
  • Von der Heydt-Museum, Wuppertal
  • Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg
  • ZKM, Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe

Werke im öffentlichen Raum

  • Moers, Stadtpark, Wiederaufbau der Arbeit, 1968 
  • Krastal/Kärnten, Österreich, Symposium Krastal,1968
  • Erlangen/Nürnberg, Universität, Sportzentrum, drei Skulpturen, 1969, Carrara-Marmor, zwei Kuben je 1,20 x 1,20 x 1,20 m und ein Block 2,40 x 1,20 x 1,20 m
  • St. Margarethen/Burgenland, Österreich, 1969
  • Schwab-München, Gesamtschule, platzgestaltende Bodenskulptur, 1970
  • Burlington/Vermont, USA, Autobahnrastplatz Burlington, 1971
  • Nürnberg, Ämtergebäude des Arbeitsministeriums, Roonstraße, Symposion Urbanum, mehrteilige Granitskullptur, 1971, ein Eck-Würfel, 1,25 x 1,25 x 1,25 m, mit zwei Schenkelstücken, je 1,25  x 1,25 x 2,50 m, im 90°-Winkel angeordnet und ein Kubus, der so genannte Wächter 1,25 x 1,25 x 1,25 m
  • Trinkwasserspeicher Mauthaus bei Kronach/Frankenwald, Oberfranken, dreiteilige Skulpturengruppe, 1976, Granit, Stele H = 8 m, Tischstein und Bodenplatte 1,20 x 1,20 m
  • Garching/München, Universität, Institut für Wasserwirtschaft, Wasserwand, 1977/78
  • Erlangen/Nürnberg, Universität, Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie, 1979
  • Bochum, Ruhrlandhalle - Vfl Stadion, Bochumer Bildhauersymposium, mehrteilige Stahlbodenskulptur, 1980
  • Bocholt, Aasee, Bodenskulptur, indischer Granit, 1981/82
  • Weißenstadt/Fichtelgebirge, Isar Bach und Isar, München, Blaubehoste Astgabelungen, Dispersionsfarbe an Bach-, Wald- und Wiesensäumen, (Vergängliche Zeitstücke), 1985-89
  • Hof, Beamtenfachhochschule, Mensa und Caféteria, 1986
  • St. Wendel, Straße der Skulpturen, 3 Tombak-Bodenstücke in der Stadt St. Wendel, und Namborn, Saarlandrundwanderweg, Sandsteinskulptur mit Tombak-Scharnieren, 1,30 x 2,75 x 3,30 m, 1988
  • Kirchenlamitz/Fichtelgebirge, Rosa-hellblau befarbte lattige Biotop-Einfassung, vergängliches fichtenstämmiges Zeitstück, 2000
  • Himmelskron, "Bedeckung-Versteckung", U-Eisen, Länge 9,72 cm, 2004
  • Bayreuth, Oberfrankenstiftung, winklige Bodenstücke, winklig eingelassen und Stahlstab, Edelstahl, 2007, Höhe 1,92 m
  • Weißenstadt, in der Nähe des Sees, Installation, 2008, dreieckförmig angebrachte Verspannung aus farbige Gummischnüren (gelb/pink) zwischen einem Ahornbaum und einer Granitsäule, durch Fremdeinwirkung zerstört

Bibliografie: Eigene Schriften

  • Zu meinem Einstück (9,76) aus drei Gleichteiligkeiten. Kunst in der Baille-Maille-Lindenallee, Himmelkron, 2004

Bibliografie: Monografien

  • Reiner Kallhardt (Hg): Ausstellungskatalog Galerie Defet. Nürnberg 1968
  •  A. D. Trantenroth: Schwarz-Weiß. Ausstellungskatalog Gelsenkirchener Kunstfreunde e.V. Gelsenkirchen-Buer 1971
  • Dieter Honisch: A. D. Trantenroth.Ausstellungskatalog Museum Folkwang. Essen 1974
  • Jürgen Morschel (Hg.):  A. D. Trantenroth. Dinge. Ausstellungskatalog Kunstverein Ingolstadt, Städtische Galerie Erlangen, Ingolstadt 1977
  • A. D. Trantenroth: Dinge. Videoband. Realisation: Karl Manfred Fischer. Text: Jürgen Morschel. Produktion: Kunstverein Ingolstadt
  • A. D. Trantenroth. Ausstellungskatalog Kunstmuseum Bonn. Bonn 1977. Mit Beiträgen von Dierk Stemmler und Eugen Gomringer
  • Helmut Heißenbüttel: Klappentext für A. D. Trantenroth, Schwäbisch Gmünd 1978
  • Helmut Heißenbüttel: Klappentext für A. D. Trantenroth. Kunstart. Graz 1979
  • A. D. Trantenroth: Bocholter Stücke 1979 - 1980.  Ausstellungskatalog. Hg. von der Stadt Bocholt, Kulturamt. Bocholt 1981. Mit Beiträgen von Sabine Kimpel-Fehlemann: Anmerkung zu einer Schaffensperiode. Und: Bocholter Gespräch
  • A. D. Trantenroth: Wand-Boden-Stücke 1980/81. Ausstellungskatalog  Galerie Jürgen Ahrens. Koblenz 1981. Mit einem Beitrag von Annelie Pohlen: Konzentration – Expansion, Sein und Bewusstsein im Werk von A. D. Trantenroth
  • A. D. Trantenroth. Ausstellungskatalog Kunstverein Bochum, Haus Kemnade. Bochum 1981. Mit einem Beitrag von Sonja Klebe: Erfahrung an den Stücken von A. D. Trantenroth
  • A. D. Trantenroth - Bestiftungen unter Zuckerpulversahnetee. Nürnberg 2001. Mit Beiträgen von: 
  • Claus Henneberg: Balanceakt auf Zwirnsfaden, S. 8-10 
  • Marina von Assel: A. D. Trantenroth Bezeichnungen – Versteckungen, S. 11-12 
  • Cornelieke Lagerwaard: Die Zeichnungen von A. D. Trantenroth – Zwischen Traum und Tat, S. 88-93
  • Sonja Klebe: Erfahrungen an den Stücken von A. D. Trantenroth, S. 216-219 
  • Sabine Kimpel-Fehlemann: Anmerkungen zu einer Schaffensperiode, S. 276-283 
  • Renate Lotz: Kurzer Versuch über etwas, das etwas Anderes ist, S. 284-287 
  • Eugen Gomringer: Wand ist Wand? S. 288-291

Bibliografie: Sammelschriften

  • Eugen Gomringer: 10 Deutsche Plastiker. Ausstellungskatalog. Spreitenbach, Zürich 1970
  • Jürgen Morschel: Deutsche Kunst der 60er Jahre – Plastik - Objekte - Aktionen.  München 1972
  • Klaus Bodemeyer: Durchdringung als Beziehung räumlicher und plastischer Formen. Ravensburg 1972
  • Ars Viva. Ausstellungskatalog Kulturkreis im BDI e.V. 1973
  • Thomas Grochowiak: Poetry with material. Dublin, Recklinghausen 1974
  • Der Naturstein. Heft 2. 1974Volker Neuhaus: Jahresring 1974/75. Kulturkreis im BDI e.V. 1974
  • Das Kunstwerk. Heft 3. 1975
  • Meiers Konversationslexikon. Schmuckausgabe. Band: Wissenschaft und Kunst.1977. S. 176
  • Konstellationen: Lechner, Prager, Schuler, Trantenroth. Ausstellungskatalog Städtische Galerie im Lenbachhaus München. München 1977
  • Jürgen Morschel: Mitteilungen des Instituts für Moderne Kunst. Heft 15/16. Nürnberg März 1977
  • Das Kunstwerk. Heft 2. 1977Juliane Roh: Konstellationen. In: Das Kunstwerk. Heft 3. 1977
  • Jürgen Morschel: Kunstübermittlung. Ausstellungskatalog Neuer Berliner Kunstverein. Berlin 1977
  • Stadt Bocholt (Hg.): Begegnung auf der Schwelle. Band 2. Kulturwettbewerb. Bocholt 1978
  • Museum Wiesbaden. Archiv für Techniken und Arbeitsmaterialien Zeitgenössischer Künstler. Wiesbaden 1979
  • Ute Dreckmann: Stadt und Bildhauerei – 1. Bochumer Bildhauer Symposium. Ausstellungskatalog Museum. Bochum 1981
  • Sonja Klebe: Erfahrung an den Stücken von A. D. Trantenroth. In: Junge Kunst in Deutschland. Ausstellungskatalog. Edition Kunstbuch Berlin. Berlin 1982
  • A. D. Trantenroth: Kunst für den Aasee. Aasee Bocholt-Dokumentation. Ausstellungskatalog. Bocholt 1983, S. 77-79
  • Dieter Honisch: Gustav Stein – Sammler-Förderer-Freund. Ausstellungskatalog
  • Wilhelm-Lehmbruck-Museum. Duisburg 1974
  • Michael Hübl: Ecken und Kanten. Ausstellungskatalog Städtische Galerie Lüdenscheid. Lüdenscheid 1985
  • J. Heusinger von Waldegg: Arbeiten für eine konkrete Utopie. Straße der Skulpturen – St. Wendel. Ausstellungskatalog 1989
  • Bildwerk-Bauwerk-Kunstwerk – 30 Jahre Kunst und staatliches Bauen in Bayern. Hg. vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, Oberste Baubehörde. München 1990, S. 90, 98, 99,154, 258, 259, 312, 313
  • Marina von Assel: Kunst auf Schritt und Tritt in Bochum. Bochum 1992, S. 78/79
  • Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt (Hg.): Bestandskatalog. Heidelberg 1993
  • Katharina Prantl (Hg.): Gehen über den Hügel von St. Margarethen - von Stein zu Stein. Wien 2004
  • Rena Karaoulis: Die Straße der Skulpturen. Vom Bildhauersymposion St. Wendel zur Straße des Friedens in Europa. Saarbrücken 2005, S. 70, 97 ff., 100 ff., 105, 108, 142, 163 f., 214, 217, 230, 235, 246
  • Bernd Nürnberger (Hg.): Erlangen. Kunst im Stadtbild. Nürnberg 2008
  • Lucius Grisebach, Thomas Heyden, Birgit Sink: Kunst ist Kunst. Werke aus der Kunstsammlung des neuen Museums in Nürnberg. Nürnberg 2007
  • Bildhauer zeichnen. Hg. Ingrid Jakobs. Merzig 2010, S. 94
  • Kunst in der Provinz. Hg. Stadt Wunsiedel, Wunsiedel 2011, S. 29
  • Jo Enzweiler (Hg.): Kunst im öffentlichen Raum. Saarland. Band 4: Landkreis St. Wendel 1945 bis 2012. Aufsätze und Bestandsaufnahme. Saarbrücken 2013, S. 128, 287, 288

Eröffnungstexte

  • Renate Lotz-Rimbach: Kurzer Versuch über Etwas, das etwas anderes ist. Text zur Ausstellung: Wandbestiftungen (Paradoxien). Bürgerzentrum Münchberg, Oktober 1995
  • Claus Henneberg: Eröffnungstext zur Ausstellung: Wandbestiftungen (Paradoxien). Hintere Halle, Hof/Saale
  • Eugen Gomringer: Text zur Ausstellung Artur D. Trantenroth im ikkp Rehau, 2001
  • Georg Ketteler: Paradoxien und anderer Unartigkeiten. A.D. Trantenroth, Bestiftungen im Kunsthaus Stadt Bocholt, Euregio Kunstkreis, 2004
  • Hans Joachim Goller: Ausstellungstext der Galerie Goller, 2005

Hörfunk / TV / Audio / Video

  • Jürgen Morschel: Deutschlandfunk, Sendung "Kultur Heute", 10.02.1977

Quelle

  • Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Archiv, Bestand: Trantenroth, Artur Dieter (Dossier 995)

Redaktion: Sandra Kraemer, Claudia Maas

Leihgebühren

Privatpersonen Schüler und Studenten Praxen, Kanzleien, gewerbliche Einrichtungen und Firmen
je Kunstwerk 30 € 15 € 50 €
Künstlerplakate und Werke mit max. 40 cm Breite (ausgenommen Skulpturen) 15 € 10 € 25 €

Für alle Entleiher gilt: