Institut für aktuelle Kunst

Wilfried Maret (Biometrisches Passbild 2015)
"Distel", Naturstudie (wissenschaftliche Zeichnung), ca. 1954, Tempera auf Bleistiftskizze, 24 x 34,5 cm
"Lechufer", Stillleben, ca. 1955, verschiedene Bleistifte, 28 x 19,3 cm
"Geborgenheit im geistigen Raum", Signet für Deutsches Studentenwerk e. V., 1957, Auszeichnung mit Ankauf, Grafikklasse Robert Sessler
"Schlacke", Materialstudie zeichnerisch, 1958, verschiedene Bleistifte, Kohlen und Kreiden, 50 x 65 cm, Grundlehre Oskar Holweck
Kybernetisch-kinetische Studie, Science Art, 1959, Aluminium, Unterseiten grün, rot, blau, gelb lackiert, sich spiegelnd in den polierten Oberflächen, Höhe ca. 70 cm, Malklasse Boris Kleint
"Europa?", farbige Struktur, 1960, Relief, Ölfarbe mit Kupferdraht auf Sperrholz, 58 x 58 cm
"Soledades – Raumbilder/Peinture Spaciale", Vernissageplakat DIN A2 zur Gründung der gleichnamigen Künstlergruppe in Saarbrücken, 1962
Ladenbeschriftung in Saarbrücken und Konstruktion eines kompletten Egyptienne-Alphabets, 1963, erste Auftragsarbeiten
"Einführung der Postleitzahl", Plakat, 100 x 70 cm, praktische Diplomprüfungsarbeit, 1963, Grafikklasse Robert Sessler, Prüfungsvorsitz Anton Stankowski
"Tisch 80", Kabarett aus Kunststoff zur Einführung von Luran/BASF, Auszeichnung mit Ankauf, als Einzelform inzwischen Allgemeingut, 1963, Klasse Industrielle Formgebung, Wilhelm Braun-Feldweg, Hochschule für bildende Künste, Berlin
"Vom visionären ‚Small House’ zum steckbaren Architekturmodul für multivariable Wohnbaustrukturen", 1963, Class of Industrial Design/Engineering, Sir Misha Black, Royal College of Art, London, 1971 ergänzt mit selbstfahrendem "Robocarrier"-Public-Transport-System
"San Francisco", Twin Peaks mit Blick zur Golden Gate Bridge, 12.12.1965, Kugelschreiber, 20 x 30 cm
3D-Neujahrskarte 1966, DIN A 4, geschlitzt, perforiert, gefalzt und gesteckt, Versand als C 6/5 ohne Couvert, Vorläufer von "Rubik’s Cube" (Patent Ernö Rubik 1976)
"Mantra für Europäer", verbicovisual poetry, Neujahrskarte 1970 (Design 1966), Format und Ausrüstung vgl. Karte 1966
"Großraum-Cosmobil", 1967, Modell für ein dreidimensionales, sich selbst naturintegriert regulierendes 3D-Logo der BRD für die Weltausstellung 1970 von Osaka, Generalthema "Fortschritt und Harmonie für die Menschheit", darunter wettergeschützte "Open-Air-Kommunikationsmanege", Durchmesser gemäß Radius der kinetisch auf einem Punkt witterungsabhängig rotierenden Dachkonstruktion
"Galerie Cosmoco – Künstlerische Phänomene aus Natur und Technik". Ein sanft transplantiertes 300-jähriges Schlossgebäude wird zum Gesamtkunstwerk, seit 1968 (Schweiz)
"Galerie Cosmoco", Logo, ca. 1970
"Moskau", Kreml vom Hotel Russia aus gesehen, 21/22.09.1968, Kugelschreiber, 30 x 83,5 cm
"Budapest", Blick auf Burg und Margareteninsel, 16.05.1969, Filzstifte, 30 x 42 cm
"Eva", objet trouvé, 1969, im Garten von "Galerie Cosmoco" dem gnadenlosen Gestaltungswillen der Natur ausgesetzt, H ca. 100 cm, Foto: 1995
1 + x – Arbeitsgemeinschaft für Marken- und Produktentwicklung, seit 1975
Handelsname und Logo für skandinavische EDV-Marke mit Sitz in der Schweiz, visuelle Vorwegnahme des @-Zeichens, 1976
"Familie Cosmoco", Skulpturenreihe aus Architekturrückbau am Stadtstrand von Ajaccio (Korsika), dem "Gestaltungsautomaten Natur" entnommen, 2.10.1980
"Cosmobil", Science Art an der Phänomena am Zürichhorn 1984, konstruktiv-konstruktivistische Herausforderung der seit 1967 dort stehenden "Heureka" von Jean Tinguely
"Cosmographie Serie 2", Computer Science Art, virtuelle Cosmobil-Improvisationen, generiert bei CERISE – Centre Européen de Recherche d’ Images de Synthèse, RTL Luxemburg, ausführende Künstlerin: Réka Maret, 16 Jahre, 29.03.1989
"Vivenda Verde", die sanft restaurierte Ruine einer casa velha in Portugal wird zur Dependance von "Galerie Cosmoco" in der Schweiz, 1987-2003
"Cosmobil", Science Art, Acrylglas, Galerie-Atelier "E", Nokia Data Art Collection, Zürich, Foto: Marcel Grubenmann für "European Solutions", 1990
"xklonic", Raumbild, Objet trouvé, Santa Maria del Pi, Turba Musici, Barcelona, 26.05.2000 / 20:15 h, 42,5 x 34,5 x 6,5 cm
"Parasit", Design-Assemblage aus anthropogenem Technik- und nichtanthropogenem Naturobjekt, 2005, daneben "Lüster", Design-Assemblage aus hohlem Kirschlorbeer und LED-Baum aus Massenproduktion 2009
"eZe Rider – mit 70 über den Gotthard" Wilfried & Jocki Maret: „Zurück in die Zukunft des motorisierten Individualverkehrs?“, 01.07.2010
"Eva", Objekt trouvé, 1969, Foto: 10.04.2016

Maret, Wilfried

Designer
geboren 1940 in Berlin
Kategorie: Design
lebt und arbeitet in Zug/Schweiz

Künstler und Werk

Kybernetisch fühlen, kybernetisch denken, kybernetisch gestalten

Wilfried Maret wurde 1940 in Berlin geboren. 1942 wurde die Familie von Berlin an den schwäbisch-bayrischen Fliegerhorst Penzing bei Landsberg am Lech evakuiert. Erste Anzeichen einer musischen Begabung lassen sich erkennen, als er in der Schule durch zeichnerische Naturstudien und regelmäßige Bestnoten im Fach Kunsterziehung auffällt. Nachdem ihn auf dem Schulweg immer wieder Plakate von Herbert Leupin elektrisiert haben, geht seine Suche nach einem Beruf ab etwa 1956 in Richtung Werbegrafiker.

Mit seinen autodidaktischen Zeichnungen und den Zeugnisnoten aus dem Kunsterziehungsunterricht von Oberstudienrat Konrad Büglmeier in Landsberg gelingt ihm 1957 die Aufnahme an der Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken, wo er von Robert Sessler ausnahmsweise vor der Grundlehre von Oskar Holweck in die Grafikklasse aufgenommen wird, unter der Bedingung, nach der Grundlehre in die Grafik zurückzukommen. Dass seine Hartnäckigkeit bei der Verfolgung seiner beruflichen Vision nicht umsonst war, bestätigt ein in diesem "Verlegenheitsvorsemester" alsbald gewonnener Preis (Ankauf: 100.- DM) bei einem Signetwettbewerb für das Deutsche Studentenwerk e. V. zum Thema "Geborgenheit im geistigen Raum".

Die Grundlehre von Oskar Holweck (1958/59) wird für ihn zu einem Schlüsselerlebnis. Seine Ambivalenz zwischen freier und angewandter Gestaltung bringt den Studenten dann in Konflikt mit seinem Versprechen an Robert Sessler, sofort nach der Grundlehre in die Grafikklasse zurückzukehren, denn er möchte die Zeit bei Oskar Holweck trotz finanziell prekärer Lage noch frei von kommerziellen Gedanken sanft auslaufen lassen. So bewirbt er sich zur absoluten Verzweiflung seiner Eltern, die nach Rückkehr des Saarlands in deutsches Staatsgebiet auch wieder nach Saarbrücken gezogen sind, in der Klasse für freie und angewandte Malerei bei Boris Kleint, obwohl im Zeugnis von Oskar Holweck (gegengezeichnet von Otto Steinert) ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass seine Eignung für den grafischen Beruf außer Zweifel steht. Das unbeirrbar an die Grundlehre angehängte "freie" Zusatzjahr bei Kleint (1959/60) möchte er vor allem dazu nutzen, um bei Holweck begonnene kybernetisch-kinetische Studien weiterzuverfolgen, wobei es ihm ein besonderes Anliegen ist, von der Fläche in den Raum zu gehen und gleichzeitig noch in die Dimensionen von Bewegung und Zeit zu kommen.

Der Abschluss des Studiums in Saarbrücken erfolgte schließlich mit einem Diplom in Grafikdesign bei Robert Sessler. Den Vorsitz der Prüfungskommission hatte Anton Stankowski.

So wie es 1957 die autodidaktischen Naturstudien und die Noten aus dem Kunsterziehungsunterricht der Oberrealschule Landsberg am Lech waren, mit denen Wilfried Maret – ohne Abitur und ohne Handwerkerlehre – die Aufnahme an der Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken geschafft hatte, waren es 1963 die Arbeiten aus den Jahren an der Schule in Saarbrücken, insbesondere jene aus der Grundlehre von Oskar Holweck und die "privaten" Arbeiten in seinem "Hühnerstall-Atelier" auf dem Triller, die Wilhelm Braun-Feldweg bewogen haben, ihn direkt ins 6. Fachsemester, d. h. ins Diplomsemester für industrielle Formgebung an der Hochschule für bildende Künste in Berlin aufzunehmen. Die Förderung durch Braun-Feldweg ging so weit, dass er seinen Schüler für das begehrte Stresemann-Stipendium der Stadt Berlin vorschlug, das, nur einmal im Jahr vergeben, fortgeschrittenen Studenten dieser Hochschule ein Semester an einer Schule im Ausland ermöglichen sollte.

Mit diesem Stipendium ging der Anwärter auf ein zweites Gestalterdiplom dann, nachdem er Paris schon von Saarbrücken her regelmäßig per Autostopp besucht und die dortigen Kollegen bereits vor Ort studiert hatte, ans Royal College of Art nach London, an die renommierte School of Industrial Design (Engineering) von Sir Misha Black und an die School of Graphic Design von Richard Guyatt. Von Misha Black wurde er nach ersten Bedenken ebenfalls direkt in den Diploma Course aufgenommen, sodass ein zweites Diplom, diesmal in Industriedesign, entweder in London oder in Berlin in der Luft lag.

Infolge eines extremen, in London schließlich nicht mehr überwindbaren finanziellen Engpasses fiel 1964 die Entscheidung, das zweite Diplom und eine naheliegende Hochschulkarriere aufzuschieben, und ein Jahr als Stagiaire in die Schweiz zu gehen, um auch die dortige Gestalterszene und deren Wirken vor Ort zu studieren und gleichzeitig noch etwas Geld zu verdienen. Dieser Entschluss war das Aus für eine akademische Laufbahn, denn das Zwischenjahr bei der jungen hochwissenschaftlichen Varian Associates aus Palo Alto – die Brüder Russell und Sigurd Varian gelten neben William Hewlett und David Packard als Gründerväter des Silicon Valley – hat sich in einer derart fulminanten Art und Weise entwickelt, dass eine Rückkehr nach London oder Berlin, nur um noch ein 14. Semester für ein Diplom in Industriedesign anzuhängen, ihren Reiz schlagartig verloren hatte. Die europäische Keimzelle von Varian war im ländlichen Zug zwischen Zürich und Luzern gerade von einer Dreizimmerwohnung in eine kleine Büroetage gezogen, und der "ewige Student" witterte seine Chance, als interner Mentor und Macher für diese junge progressive High-Tech-Firma ein globales Corporate-Design-Programm zu konzipieren und zu realisieren und damit auch die Corporate Identity des weltweit tätigen Unternehmens mit seinen faszinierenden Leuten aus der Stanford University und seinen zukunftsweisenden technischen Produkten mitentwickeln zu können, als er sah, was diesbezüglich in Amerika bisher gestaltet worden war.

"Zwischen Bill und Beuys" – Mit dieser kunsthistorisch stringenten Klammer lässt sich das Werken und Wirken von Wilfried Maret ebenso einfach wie anschaulich abstrahieren und einordnen. Er möchte diese beiden hinlänglich bekannten Exponenten aus Design und Kunst nur als Kürzel zum besseren Verständnis seiner breitgefächerten Position benutzen, denn auch nach seinem ebenso glücklichen wie aufreibenden Einstieg in die kommerzielle Berufspraxis als Designer und Unternehmensberater sieht er seine freie Gestaltungsarbeit noch immer als tragendes Element seines gesamten Schaffens. Das setzt sich dann bei seinen Mandaten als freischaffender Marken- und Produktentwickler weiter fort. Das aufgrund seiner zeitlichen Dimension von 18 Jahren in Folge besonders bemerkenswerte Computer- und Telekommunikationsmandat "Datasaab-Ericsson-Nokia-ICL" beginnt 1975 als rollendes Projekt aus seiner Mitarbeit im Graphisverlag bei Walter Herdeg in Zürich heraus, wo er an der renommierten Fachzeitschrift "Graphis" und an den ebenso hochstehenden Jahr- und Fachbüchern vom Layout bis zur Produktion mitarbeitet. Und obwohl ihm Walter Herdeg – mit seinem Landsmann Robert Sessler in Saarbrücken gut bekannt – alsbald die Konzeption, Gestaltung und Produktion der Werbedrucksachen seines Verlagshauses weitgehend eigenständig überlässt, die er bisher akribisch selbst betreut hatte und nicht aus der Hand geben wollte, springt sein Mitarbeiter 1975 mit 35 Jahren mitten im ersten Ölschock mit seiner jungen Familie – seine Tochter ist gerade vier, sein Sohn ein halbes Jahr alt – ins tiefe Wasser der selbstständigen Berufsausübung.

Zuvor hatte er sich mit "Design – wozu?" in einem Grundsatzbeitrag über sein berufliches Selbstverständnis in der Fachzeitschrift "Schweizer Maschinenmarkt" (Nr. 14/1974) seiner angestrebten Zielgruppe vorgestellt. Das Fazit dieses Artikels lautet: "Design muss sich schlechthin mit allen Verhaltensweisen des Menschen identifizieren, die sinnvolle Ordnungen, Verbesserungen und Bereicherungen im weitesten Sinne stiften. Unser Einsichts- und Handlungsvermögen bleibt hier bisher noch weitgehend durch scheinbare Prioritäten irreführender Teilbereiche verstellt."

Im Rahmen seines bereits erwähnten kommerziellen Langzeitmandats gelingt ihm 1985 mit der Konzeption und Kuratierung von Galerie-Atelier "E" bei Ericsson Information Systems in Zürich nach Einschätzung des Wissenschaftlers, Science-Fiction-Autors und Computerkünstlers Herbert W. Franke eine organisatorische Pionierleistung im Bereich der Computerkunst an kunsthistorisch weltberühmter DADA-Lage. Innerhalb der nächsten 6 Jahre treten hier bis 1991 in 32 Ausstellungen und Performances zukunftsorientierte Künstler aus aller Welt auf mit zwei- und dreidimensionalen Werken aus und mit dem Computer, begleitet von 10 Workshops über Computermusik.

Nach der Entwicklung einer Reihe von Funktionsprototypen wettergeschützter E-Bikes und E-Trikes seit der Jahrtausendwende, die er interdisziplinär mit künstlerischen Designkonzept-Performances zum Thema "Schubumkehr im motorisierten Individualverkehr" verbindet, wendet er sich 2017 an der 1. Internationalen Biennale von Stansstad wieder dem freien künstlerischen Schaffen zu. 2018 eröffnet er das bereichsübergreifende "design+artLAB postmoderne" im Coworking Space der Office LAB AG Postplatz in der alten, denkmalgeschützten Hauptpost von Zug (Schweiz) mit dem Ausstellungszyklus "Art Meets Science, Technology and Nature".

Gefragt nach den Beweggründen für sein Schaffen zitiert der als Designer und Künstler bereichsübergreifend arbeitende Gestalter gerne den Psychoanalytiker und Psychotherapeuten Michael Titze, der zu den Pionieren des Therapeutischen Humors und der Gelotologie gehört, und der zweifellos sehr ernst gemeint hat: "Sein hat Sinn im Werden. Menschliches Dasein hat Sinn, dies zu verstehen und bei sich selbst zu vollziehen. Ohne Sinn des Werdens hat Sein keinen Sinn. Dies gilt für alles in der Welt."

Daraus folgt für den interdisziplinär arbeitenden Gestalter die Erkenntnis: Kunst hat Sinn im Werden. Künstlerisches Dasein hat Sinn dies zu verstehen und an sich selbst zu vollziehen. Ohne Sinn des Werdens hat Kunst keinen Sinn.

Hier schließt sich der Kreis zur Grundlehre seines primär prägenden Lehrers Oskar Holweck, die für ihn im Laufe seines Lebens und Arbeitens immer mehr zu einer universellen Bildungslehre jenseits einer reinen Bildlehre geworden ist.

Réka Maret


Biografie

  • 1940
    geboren in Berlin
  • 1957-63
    Gestalterische Grundausbildung bei Oskar Holweck, Boris Kleint, Rober Sessler und Joachim Lischke an der Schule für Kunst und Handwerk/Staatliche Werkkunstschule, Saarbrücken
  • 1963-64
    Transdisziplinäres Fortsetzungsstudium bei Wilhelm Braun-Feldweg an der Hochschule für bildende Künste in Berlin und bei Sir Misha Black am Royal College of Art, London
  • seit 1964
    Lebensmittelpunkt in der Schweiz
  • 1964-72
    Aufbau der europäischen Kommunikationszentrale für das Hochtechnologie-Unternehmen Varian Associates, Palo Alto (USA), in Zug (Schweiz). Seminare mit Bob Davis und Al Hastorf, Dozenten der Stanford University
  • seit 1968
    Galerie Cosmoco – Offspace, Forschungsraum und Schaulager, Arth-Gängigerberg/Mäwägenberg
  • 1973-74
    Kunstbuchgestaltung, Kommunikationsdesign und Werbeleitung in Zürich
  • 1975
    Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit als Designer und Kommunikationsberater mit Schwerpunkt bei international tätigen Unternehmen der Produktions- und Kommunikationsautomation unter dem Label "1+x"
  • seit 2001
    Virtueller Galerieraum unter www.1plus-x.com
  • Gestalterische und künstlerische Forschungs- und Entwicklungsarbeit, Redaktionelle Beiträge zu Themen freier und angewandter Gestaltung, insbesondere zum beruflichen Selbstverständnis und zu Fragen der Identitätsbildung in privatwirtschaftlichen und öffentlichen Körperschaften

Ausstellungsbeteiligungen

  • 1962
    "junge künstler", graphisches kabinett saarbrücken, (bernhard engert / margarete heisler / huguette schuh / wilfried maret / günter wilkes)
  • "Raumbilder/Peinture Spaciale", Zimmergalerie Hilgemann, Saarbrücken-Neuscheidt. Gründung der Gruppe "Soledades" (Wilfried Maret / Wolfgang Bäuml + Ewerdt Hilgemann / Günter Wilkes)
  • 1984
    "Cosmobil", Phänomena, Zürich
  • 1985
    "Cosmobil", Fenomena, Rotterdam
  • 1988
    "Vom Cosmobil über CosmoCAD und CosmoCAM zu Cosmographie und Cosmophonie", Interdisziplinäre Aktionsgemeinschaft "Gruppe Cosmoco" (Wilfried Maret / Robert Barré / Bruno Spoerri), Galerie-Atelier "E", im Haus zum Raben am Limmatquai, Zürich
  • 1989
    "An den Grenzen zum urheberlosen Kunstwerk – Cosmographie Serie 2", Galerie-Atelier "E", Zürich-Dübendorf
  • 1990
    "Cosmographonisches Ballett", audio-visuelle Improvisationsgemeinschaft Wilfried Maret und David Rokeby, Galerie-Atelier "E", Zürich-Dübendorf (Künstlerische Performance mit Cosmobilen und Ballettgruppe)
  • 1997
    "Zwischen Ordnung und Chaos – Cosmographie Serie 3", Arbeitsgemeinschaft "Nanographie" Wilfried Maret / Felix Bättig / Jan van Elst, Atelier für Mode-Design Mirjam Roosdorp, Zug
  • 2002
    "wave – wonderful advanced vehicle event", Sternfahrt für innovative Mobilität von Swissmove (Design-Performance)
  • 2005
    "eZe Top", Ganzkörperschirm für Radfahrer, Internationale Spezialradmesse "Spezi", Germersheim
  • 2006
    "eZe Bike", wettergeschütztes E-Bike, Salon International des Inventions, Genève (Bronzemedaille)
  • "eZe Hopper", Eurobike, Friedrichshafen (Designkonzept-Performance)
  • "eZe Mobil", Zürich-multimobil: "In die Stadt ohne mein Auto", Zürich (Designkonzept-Performance)
  • 2007
    "eZe Mobil", Eurobike, Friedrichshafen (Designkonzept-Performance)
  • 2008
    "eZe Rider", wettergeschütztes E-Trike, Spezi, Germersheim (Designkonzept-Performance)
  • "eZe Rider", Verkehrszentrum Deutsches Museum, München (Designkonzept-Performance)
  • "eZe Rider", Eurobike, Friedrichshafen (Designkonzept-Performance)
  • "eZe Trike", wettergeschütztes Anthrotech, Internationale Erfindermesse, Nürnberg (Silbermedaille)
  • 2010
    "eZe Rider“ – Mit 70 über den Gotthard (Designkonzept-Performance)
  • 2012
    "eZe Rider", Mobilität 65+, 1. Schweizer Mobilitätssalon für Seniorinnen und Senioren, Biel/Schweiz (Designkonzept-Performance)
  • 2014
    "eZe Hopper", SlowUp, Schwyz (Designkonzept-Performance)
  • 2017
    "eZe Easy“ – Mit 77 auf Kultour an der Saar (Designkonzept-Performance)
  • "Pac-Man UBU", eine soziokybernetische Installation in SICA-Stansstad Institut of Contemporary Art, einer Initiative von Studierenden der Hochschule Luzern, Fachbereich Desig & Kunst im Rahmen einer Zwischennutzung der alten Poststelle von Stansstad (Schweiz)
  • 2018
    Konzeption, Aufbau und Kuratierung des bereichsübergreifenden "design+artLAB postmoderne" im Coworking-Space der Office LAB AG im ehemaligen Postfächerrraum der alten, denkmalgeschützten Hauptpost von Zug (Schweiz). Einstieg mit einem dokumentarischen Revival von Galerie-Atelier "E" (1985-1991, Zürich)
  • "Fensterbilder im Bilderfenster" von Helen Krähenbühl, Zug (Schweiz)

Bibliografie: Sammelschriften

  • "Oh du liebes Image du". In: form 50 und Format 26, 1970
  • "Öfter mal was Neues?", gestaltungsphilosophische und andere Gedanken zum ‚visual image‘ von technisch-wissenschaftlichen und anderen Unternehmen, Teil 1. In: Format 26, 1970
  • "Alle Jahre wieder" und "Öfter mal was Neues?", Teil 2. In: Format 27, 1970
  • "Tisch 80 - Preis 18". In: Format 30, 1971
  • "Die Werbung kommt - im COMECON". In: Format 31, 1971
  • "In-Format-tiefer Humor" und "Es war einmal ein Mäppchen, das hiess Rotkäppchen". In: Format 32, 1971
  • "Öfter mal was Nettes". In: Format 37, 1972
  • "Ein Image für Moshe". In: Format 40, 1972
  • "Gedanken um Standbilder". In: m+a report 1, 1973
  • "Auftraggeber Familie". In: Format 41, 1973
  • "Das ‚direkte‘ Erscheinungsbild". In: Direkt Marketing 3, 1973
  • "Aspekte der Kommunikation im Buchhandel". In: Format 50, 1974
  • "Design – wozu?", Aspekte einer sich wandelnden Design-Politik. In: Schweizer Maschinenmarkt 14, 1974
  • "Geschirr mit nahezu unbegrenzten Möglichkeiten" (synthetic 2), 1974
  • "Nicht Design für Kaffeemühlen, sondern Design gegen Frustrationsmühlen". In: form 70, 1975
  • "Antizyklisch". In: Der Werber 3, 1976
  • "Chancen für ‚Cool shops?'". In: Der Werber 4, 1976
  • "Kreativität ist antizyklisch". In: Schweizerische Handelszeitung 38, 1976
  • "Schön und grün: Ökologischer Funktionalismus". In: form 99, 1982
  • "Freie und angewandte Roboterkunst, automatisierte Kreativität". In: afagazette 1, 1984
  • "Galerie-Atelier E" (E-Bits 1), 1985
  • "Auf den Spuren des urheberlosen Kunstwerks", verbale und visuelle Fund- und Bruchstücke zu einem ebenso komplexen wie unkommerziellen Produktionsthema. In: afagazette 2, 1986
  • "Ausgezeichneter CI-Beitrag" (Schweizer Manager 2), 1987
  • "Neuer Wein in alten Schläuchen". In: form 117, 1987
  • "Was ist Kunst", konkret-kybernetisch-konstruktivistische 3B-Simulation einer Frage, die eigentlich so lang wie hoch wie breit ist. In: afagazette 3, 1988
  • "Galerie-Atelier E“: Künstlerische Elektronikexperimente und kommerzielle Produkteschau. In: N-Bits 1, 1988
  • "A glimpse of the future/Ein Blick in die Zukunft/Une vision du futur". In: European Solutions Nr. 1, 1990
  • "An den Grenzen zum urheberlosen Kunstwerk". in: N-Bits 2, 1990
  • "Computer-Kunst: Spiel mit dem Cosmobil – vom taktilen Reiz ästhetischer Formen". In: Schweizerische Handelszeitung 37, 1988
  • Portfolio-Prospekt "WM 50 – kybernetisch fühlen, kybernetisch denken, kybernetisch gestalten", 1990
  • "Natur-Robotik". In: NC-Fertigung 4, 1991
  • "Mit dem Computer zurück zur Kunst?" und " Sechs Jahre Galerie E" mit Vortrag von Herbert W. Franke (1988). In: Computer Art Faszination, 1992
  • "Denkkatastrophen". In: form 145, 1994
  • "Sanfte Haustransplantation". In: Schweizerische Handelszeitung 21, 1994
  • "form-kurios". form 53, 1996
  • "Das Einfache": IFG - Internationales Forum für Gestaltung, Ulm. Seminararbeit: "Über die 3 als Phänomen im Einfachen an der Schwelle zum Komplexen – ein Kompendium zu 9 empirisch gewonnenen Beispielen zur kleinsten (gestalterischen) Vielheit“ (Intendanz: Eugen Gomringer, Helmut Spieker), 1994
  • "Konflikte im Corporate-Identity-Leitbild". In: Neue Zürcher Zeitung 111, 1997
  • "Gestalter stellen sich vor". Designer Profile 1998/99. In: Verlag form, 1998
  • "Expo-Visionen". In: Neue Zürcher Zeitung 78, 1998
  • "Klamauk". In: Cash 10, 1998
  • "Gestaltung des Unsichtbaren: Das Verschwinden der Gegenstände – Reorganisation des Design", Exposé für IFG – Internationales Forum für Gestaltung, Ulm, 1998
  • "Leichtfertig". In: form 165, 1999
  • "Identitätszwängerei". In: SonntagsZeitung 4, 1999
  • "1341 Projekte der Mitmachkampagne für eine Schweizer Landesausstellung“. Expomat Nr. 1209, Edition Patrick Frey, Zürich 2002
  • "Eine Idee, die ein Leben lang hält". In: Zuger Presse 48, 2002
  • "Nie mehr nass beim Velofahren". In: Zentralschweizer Medienverbund, 2006

Vorträge

  • "Design – wozu?", Fachhochschule des Saarlandes, Fachbereich Design, 1975
  • "Grafikdesign: Wo ist der relevante Markt?", Fachhochschule des Saarlandes, Fachbereich Design, 1977
  • "Zwischen Bill und Beuys", Videopräsentation, Moderne Galerie, Saarbrücken, 1988
  • "eZe Rider", Video-Vortrag mit Produktpräsentation anlässlich "Mobilität 65+", dem 1. Schweizer Mobilitätssalon für Seniorinnen und Senioren in Biel/Schweiz, veranstaltet vom TCS (Touring Club Schweiz), 2012

Homepage / Quelle

Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Archiv, Bestand: Maret, Wilfried (Dossier 10108)

Redaktion: Claudia Maas