Institut für aktuelle Kunst

Ausstellung Heinz Oliberius - Skulpturen
Ausstellung Heinz Oliberius - Skulpturen

Ausstellung 2: Heinz Oliberius

Vom Dezember 1993 bis 31. Oktober 1994 stellte Heinz Oliberius Skulpturen in den Höfen des Instituts aus. In der Ausstellung wurden eine Großplastik aus Stahl vor dem Gebäude, 11 Skulpturen vorwiegend aus Marmor und drei Modelle im Innern des Gebäudes gezeigt. Zu den Arbeiten von Heinz Oliberius wurden eine Mappe mit Zeitungsberichten, eine Auswahl von Fotos mit Werken sowie Dokumentationsmappen zu den Modellen zusammengestellt.

Zu seiner Arbeitsweise schrieb Oliberius: "Da ich von der Figur komme, die mich in ihrem statischen und architektonischen Aufbau bewegt, versuche ich mich in diesem Sinne auszudrücken. Wie das im Einzelnen lösbar ist, auch in umgesetzter Form, ist das, was mich beschäftigt. Das Schwebende oder Tänzerische interessiert mich nicht, sondern die Erdverbundenheit, das Wachsende und in sich Ruhende (Archaik). So verwende ich Materialien, die der Form und dem Festen oder meinen Ideen naheliegen: Metall, das ich liebe und Stein, der mich glücklich macht und zwingt. Durch das Polieren der Oberfläche wird er hervorgelockt und die Form gibt sich anders. Edle Materialien mach ich mir gerne zunutze, weil sie ein anderes Empfinden und Bewußtwerden wiedergeben. Die formalen Zusammenhänge und deren Variationen und Proportionen sind ersten Schritte, die ich untersuche und denen ich nachgehe. Das Konstruktive und das Lyrische sollen sich paaren. Ich sehe meine Arbeiten auch im Zusammenhang mit visionärer Architektur. Man könnte sie auch bauen, erleben in einer anderen Größe und Dimension."
(zitiert nach dem Katalog Sieben saarländische Bildhauer, Galerie Weinand-Bessoth, Saarbrücken 1984)

Oliberius wies auf seine enge Beziehung zur der Architektur seiner Heimat hin. Die Architekturformen des barocken Prag haben ihm bei seinen Arbeiten vorbildhaft vor Augen gestanden.