Institut für aktuelle Kunst

Wilhelm Knapp, "Märchenbrunnen", St. Wendel, Stadtpark. Foto: Christine Kellermann
Wilhelm Knapp, "Märchenbrunnen", St. Wendel, Stadtpark. Foto: Christine Kellermann
Wilhelm Knapp, "Märchenbrunnen", St. Wendel, Stadtpark. Foto: Christine Kellermann
Wilhelm Knapp, "Märchenbrunnen", St. Wendel, Stadtpark. Foto: Christine Kellermann

St. Wendel, Knapp, Brunnen

Epoche: 20. Jahrhundert
Gattungen: Kunst im öffentlichen Raum
Werke: Brunnen, Mosaik

Knapp, Wilhelm
"Märchenbrunnen", 1957-58
Brunnenstele, Beton, Mosaik, 4,80 x 1,17 x 0,52 m
Stadtpark, Parkstraße

Um 1957/1958 erstellte der Hofelder Bildhauer Wilhelm Knapp im Stadtpark an der Stelle eines Vorgängerbrunnens aus den 1930er Jahren den sogenannten "Märchenbrunnen", bestehend aus einem rechteckigen Becken und zentraler Bilderstele. Seit 1999 ist das marode gewordene Brunnenbecken bis auf die blau-grüne Bodenplatte entfernt. Auf der 4,80 m hohen und 1,20 m breiten Brunnenstele, die aus je vier aufeinander gestellten Betonplatten zusammengesetzt ist, sind Mosaike aus der Mosaikwerkstatt der Firma Villeroy & Boch zu sehen. Im unteren, ehemals im Wasserbecken befindlichen Teil sind auf beiden Seiten eine Vielzahl von Wassertieren abgebildet. Es folgt eine Uferzone mit Wasserpflanzen einerseits und orientalischer Hafenstadt andererseits. Darüber sind beiderseits Märchendarstellungen, biblische Szenen und lokale Motive sowie eine mittelalterliche Stadtansicht von St. Wendel zu erkennen. Den Abschluss bilden ein Tageshimmel mit  Sonne und einigen Flugobjekten sowie ein Nachthimmel mit Mondsichel, an dem der erste, am 4. Oktober 1957 gestartete künstliche Erdsatellit, ein "Sputnik", aufsteigt.

Biografie:
Wilhelm Knapp, Bildhauer
geboren 1901 in Namborn-Hofeld
gestorben 1972 in Wiesbaden 
Quelle: Jo Enzweiler (Hg.): Kunst im öffentlichen Raum im Saarland. Bd. 4 Landkreis St. Wendel 1945 bis 2012. Saarbrücken 2013

Margarete Wagner-Grill