Institut für aktuelle Kunst

Gunter Demnig, Stolpersteine für Johanna Troispieds und Michel Troispieds, 2010. Foto: Studio Photo-Phant, Siersburg
Grabstein für Johanna Troispieds in Gurs, Foto: Archiv Krisam, Arbeitsgruppe Stolpersteine Rehlingen-Siersburg
Grabstein für Michel Troispieds in Gurs. Foto: Archiv Krisam, Arbeitsgruppe Stolpersteine Rehlingen-Siersburg

Rehlingen-Siersburg, Demnig, Stolperstein, Troispieds, Johanna und Michel

Epoche: 21. Jahrhundert
Gattungen: Kunst im öffentlichen Raum
Werke: Denkmäler/Gedenkstätten, Stolpersteine

Gunter Demnig
2 Stolpersteine
Beton, Messing, per Hand eingeschlagene Inschrift, 96 x 96 x 100 mm
Siersburg, Niedstraße 31

  • Stolperstein für Johanna Troispieds
    Initiative: Arbeitsgruppe Stolpersteine Rehlingen-Siersburg. Sprecher: Hanno Krisam und Martin Silvanus
    Verlegedatum: 9. März 2010
    Text der Inschrift:
    "Hier wohnte / Johanna Troispied / Jg. 1860 / Deportiert 22.10.1940 / Gurs / Tot im Lager / 6.12.1941"
  • Stolperstein für Michel Troispieds
    Initiative: Arbeitsgruppe Stolpersteine Rehlingen-Siersburg. Sprecher: Hanno Krisam und Martin Silvanus
    Verlegedatum: 9. März 2010
    Text der Inschrift:
    "Hier wohnte / Michel Troispied / Jg. 1864 / Deportiert 22.10.1940 / Gurs / Tot im Lager / 21.12.1941"

Biografien: 
Michel Troispieds, geboren am 6. Juni 1864 in Siersburg, handelte mit Kleinvieh, Ziegen und Kälbern. Mit dem Transport Baden-Pfalz-Saarland vom 22. Oktober 1940 wurden er und seine Schwester Johanna Troispieds, geboren am 15. September 1860 in Siersburg, in das südfranzösische Lager Gurs deportiert (Ausweisungsbefehl vom 20. Oktober 1940, "Bürckel-Wagner-Aktion"). Dort wurde der Name Troispieds zwangsweise in den Namen Dreyfuss geändert. Im Gedenkbuch des Bundesarchivs (Koblenz) sind daher beide unter dem Namen Dreyfuss aufgeführt. Johanna Troispieds ist am 6. Dezember 1941 im Lager Gurs ums Leben gekommen, Michel Troipieds am 21. Dezember 1941 ebenfalls in Gurs.

Bibliografie und Quellen

  • Gedenkbuch - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1933-1945 (www.bundesarchiv.de/gedenkbuch)
  • Die Listen der am 22. Oktober 1940 aus der Pfalz und dem Saarland nach Gurs deportierten Juden. Mit ergänzenden Angaben über das Schicksal der pfälzischen Juden von Wilhelm Denig. Bearbeitet von Editha Bucher. In: Dokumente des Gedenkens mit Beiträgen von Wilhelm Denig und Henry R. Huttenbach, herausgegeben in Zusammenarbeit mit Editha Bucher von Franz-Josef Heyen. Koblenz 1974, S. 110-192, S. 115-118 (Dokumentation zur Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Rheinland-Pfalz und im Saarland 1800 bis 1945, herausgegeben von der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz in Verbindung mit dem Landesarchiv Saarbrücken, Band 7) (Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Bd. 18)
  • Werner Müller: Die jüdische Minderheit in Kreis Saarlouis. Politische, sozialökonomische und kulturelle Aspekte ihrer Lebenssituation vom Ancien Régime bis zum Nationalsozialismus. St. Ingbert 1993, S. 143, 149
  • Informationen der Arbeitsgruppe Stolpersteine Rehlingen-Siersburg
  • Internetseite der Lothar-Kahn-Schule und des Aktionsbündnisses für Toleranz und Menschlichkeit Rehlingen-Siersburg: www.stolpersteine-rehlingen-siersburg.de
  • Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Objekt Nr. 4412 und 4413

Redaktion: Oranna Dimmig

Leihgebühren pro Halbjahr

Privatpersonen Schüler und Studenten Praxen, Kanzleien, gewerbliche Einrichtungen und Firmen
je Kunstwerk 30 € 15 € 50 €
Künstlerplakate und Werke mit max. 40 cm Breite (ausgenommen Skulpturen) 15 € 10 € 25 €

Für alle Entleiher gilt: