Institut für aktuelle Kunst

Perl-Büschdorf, Filialkirche/Kapelle Erzengel St. Michael

Epoche: 16. Jahrhundert, 19. Jahrhundert
Gattungen: Kunst im sakralen Raum, Architektur, Sakralbau, Kapelle
Werke: Altar, Kreuze, Fahne, Skulptur/Plastik, Kreuzwegstationen

1569 Existenz einer Kapelle laut Visitationsprotokoll, Patrozinium: St. Bernhard
1867 Neubau (im Zentrum des Dorfes), Patrozinium: Erzengel St. Michael
Eigentümerin: Zivilgemeinde
alte Kapelle etwa 150 m entfernt, in Folgezeit als Scheune genutzt
1939 Sprengung des kleinen Turms durch die Wehrmacht
1945 ff. Wiederaufbau des Turms an alter Stelle, jedoch nicht in alter Form und nicht mit den alten Materialien
1986 Restaurierung (innen, außen)
2004-07 Restaurierung (innen, außen)
Künstler: Agnes Büdinger, Fahne mit Abbildung des Erzengels Michael 2009; Fahne mit St. Antonius und dem Jesus-Kind 2009
sakrale Kunst: St. Josef und St. Aloisius, Terracotta, wahrscheinlich aus dem Merziger Werk von Villeroy&Boch, Ende 1990er Jahre Restaurierung durch den ehemaligen Ortsvorsteher Ollinger, vorher über 30 Jahre lang auf dem Speicher der Kapelle
Kreuzweg, in 1960er Jahren aus dem Bonner Borromäerinnen-Kloster angeschafft als Ersatz des alten Kreuzweges von 1898
Herz-Jesu-Statue, Lourdes-Madonna, St. Aloysius, St. Josef, alle auf Konsolen 2,25 m über dem Fußboden
Kruzifix auf der rechten Seite vor der Apsis, 1,06 m hoch
Marienbild der Dreimal wunderbaren Mutter von Schönstatt auf der linken Seite der Apsis, Spende
Tischaltar, Mitte 1960er Jahre, Sandsteinmensa von 4 Säulen getragen, aus einer Trierer Kirche stammend, wahrscheinlich aus St. Mattheis
neugotischer Hochaltar, Mensa entfernt, nur noch der restliche Unterbau und das zweistufige Retabel erhalten, grauer Sandstein, ursprünglich für die 1864 in Wallerfangen gebaute Schlosskapelle St. Joseph gefertigt, 1882 vom Besitzer Eugen von Boch der Gemeinde Büschdorf entweder verkauft oder geschenkt
Retabel des neugotischen Altars, 2,20 m breit und 4,5 m hoch, mit  Drehtabernakel, St. Michael in Spitzbogennische links neben Tabernakel, 80 cm hoch, St. Bernhard in Spitzbogennische rechts neben Tabernakel, 80 cm hoch, Madonna mit Kind in Spitzbogennische über dem Tabernakel, 1 m hoch, links und rechts von Madonna je eine Erzengelstatue, 50 cm hoch
Literatur-Auswahl: Benno König: Kapellen im Saarland. Volks- und Kulturgut. Saarwellingen 2010
Kristine Marschall: Sakralbauwerke des Klassizismus und des Historismus im Saarland. Institut für Landeskunde im Saarland. Saarbrücken 2002
Quelle: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Archiv, Bestand Perl, Kapelle St. Michael (Dossier K 964)