Institut für aktuelle Kunst

Klaus Schwabe, „Familie“, Skulptur, 1987, gelber Sandstein, 6 x 2 x 1,60 m, Teil der „Straße des Friedens“, Baltersweiler, Saarlandrundwanderweg. Foto: Günther Swiderski
Klaus Schwabe, „Familie“, Skulptur, 1987, gelber Sandstein, 6 x 2 x 1,60 m, Teil der „Straße des Friedens“, Baltersweiler, Saarlandrundwanderweg. Foto: Wikimedia Commons, Kamahele
Klaus Schwabe, „Familie“, Skulptur, 1987, gelber Sandstein, 6 x 2 x 1,60 m, Teil der „Straße des Friedens“, Baltersweiler, Saarlandrundwanderweg. Foto: Margarete Wagner-Grill
Klaus Schwabe, „Familie“, Skulptur, 1987, gelber Sandstein, 6 x 2 x 1,60 m, Teil der „Straße des Friedens“, Baltersweiler, Saarlandrundwanderweg. Foto: Margarete Wagner-Grill

Namborn-Baltersweiler, Schwabe, Skulptur

Epoche: 20. Jahrhundert
Gattungen: Kunst im öffentlichen Raum
Werke: Skulptur/Plastik

Klaus Schwabe
„Familie“, Skulptur, 1987
gelber Sandstein, 6 x 2 x 1,60 m
Teil der „Straße des Friedens“
Saarlandrundwanderweg 

Die Skulptur zeigt blockhaft geschlossen eine eng zusammenstehende Gruppe aus Mann, Frau und mehreren Kindern. Der Künstler arbeitete seine „Familie“ aus dem am Boden liegenden Sandsteinblock. Im oberen Drittel der Skulptur wird die Blockhaftigkeit durch die Herausarbeitung einer Vielzahl von Details aufgebrochen, die sogar Gesichtszüge des Künstlers an der Vaterfigur erkennen lassen. Der untere Bereich bleibt mit wenigen Aufbrüchen geschlossen. Bei der Skulptur „handelt es sich um ein Bekenntnis zum Menschen, das sich innerhalb der Kunst der DDR auch in einem Bekenntnis zur traditionellen figürlichen Menschendarstellung äußert“. Als Klaus Schwabes Skulptur entstand, lehrte er an der Hochschule der Bildenden Künste in Dresden und gehörte zum sozialistischen System, das „im Sinne eines anthropozentrischen Kunstverständnisses“ auch im Sinne Schwabes realistisch-figürlich gestaltete. Assoziationen an antike Hermen oder an den „Bildtypus Heilige Familie“ entstehen, der Künstler hat eine „Himmelsskulptur“ geschaffen, „ein Denkmal für den Menschen, dargestellt als ein sich in der Gemeinschaft behauptendes soziales Wesen.“ (Rena Karaoulis)

Klaus Schwabe, Bildhauer
geboren 1939 in Unterweißbach/Thüringen
1953-55 Lehre als Keramikmodelleur in Sitzendorf
1955-56 Tätigkeit als Keramikbildhauer
1956-60 Studium an der Fachschule für Angewandte Kunst Leipzig
1960-65 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Walter Arnold und Hans Steger
ab 1965 freischaffender Bildhauer in Leipzig
1974 Kunstpreis der Stadt Leipzig
1976-78 Lehrtätigkeit an der Abendakademie der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Abteilung Plastik
1980 Kunstpreis der Stadt Gera
1984 Berufung zum Dozenten
1985 Kunstpreis der DDR
1986 Ordentlicher Professor, Leiter der Fachklasse Plastik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden
1986-93 Lehrtätigkeit
1989 Nationalpreis der DDR
seit 1993 freischaffender Bildhauer, Maler, Zeichner, Grafiker, Keramiker, Restaurator
lebt und arbeitet in Leipzig
Quelle: Jo Enzweiler (Hg.): Kunst im öffentlichen Raum im Saarland. Bd. 4 Landkreis St. Wendel 1945 bis 2012. Saarbrücken 2013
Rena Karaoulis: Die Straße der Skulpturen. Vom Bildhauersymposion St. Wendel zur Straße des Friedens in Europa. Saarbrücken 2005
Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Archiv, Dossier 954

Redaktion: Margarete Wagner-Grill