Institut für aktuelle Kunst

Gunter Demnig, Stolperstein für Moritz Levy, 2007. Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, O.D., 2011
Gunter Demnig, Stolperstein für Lina Levy, geb. Mayer, 2007. Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, O.D., 2011
Gunter Demnig, Stolperstein für Olga Levy, 2007. Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, O.D., 2011

Illingen, Demnig, Stolperstein, Levy, Moritz, Lina und Olga

Epoche: 21. Jahrhundert
Gattungen: Kunst im öffentlichen Raum
Werke: Denkmäler/Gedenkstätten, Stolpersteine

Gunter Demnig
3 Stolpersteine
Beton, Messing, per Hand eingeschlagene Inschrift, 96 x 96 x 100 mm
Illingen, Hauptstraße 17, Ecke Judengasse

  • Stolperstein für Moritz Levy
    Initiative: Matthias und Sebastian Schneider
    Verlegedatum: 19. November 2007
    Text der Inschrift:
    "Hier wohnte / Moritz Levy / Jg. 1880 / deportiert  22.10.1940 / Gurs / Lager Le Douadic 1943 / Lager Chateau de Roc / Zwangsarbeit / überlebt"
  • Stolperstein für Lina Levy, geb. Mayer
    Initiative: Matthias und Sebastian Schneider
    Verlegedatum: 19. November 2007
    Text der Inschrift:
    "Hier wohnte / Lina Levy / geb. Mayer / Jg. 1880 / deportiert 22.10.1940 / Gurs / Lager Le Douadic 1943 / Lager Chateau de Roc / Zwangsarbeit / überlebt"
  • Stolperstein für Olga Levy
    Initiative: Matthias und Sebastian Schneider
    Verlegedatum: 19. November 2007
    Text der Inschrift:
    "Hier wohnte / Olga Levy / Jg. 1910 / deportiert 22.10.1940 / Gurs / ermordet 1942 in / Auschwitz"

Biografien:
Olga Levy, geboren 1910 in Illingen, wurde zusammen mit ihren Eltern Moritz und Lina Levy im Rahmen der "Bürckel-Wagner-Aktion" am 22. Oktober 1940 aus ihrer Wohnung in Illingen herausgeholt und in das französische Internierungslager Gurs deportiert. Von Olgas weiteren Schicksal ist bekannt, dass sie am 4. November 1942 mit dem Transport Nr. 40 von Drancy nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurde. Ihre Eltern haben die Shoah überlebt.

 Bibliografie und Quellen

  • Die Listen der am 22. Oktober 1940 aus der Pfalz und dem Saarland nach Gurs deportierten Juden. Mit ergänzenden Angaben über das Schicksal der pfälzischen Juden von Wilhelm Denig. Bearbeitet von Editha Bucher. In: Dokumente des Gedenkens mit Beiträgen von Wilhelm Denig und Henry R. Huttenbach, herausgegeben in Zusammenarbeit mit Editha Bucher von Franz-Josef Heyen. Koblenz 1974, S. 110-192, S. 115-118 (Dokumentation zur Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Rheinland-Pfalz und im Saarland 1800 bis 1945, herausgegeben von der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz in Verbindung mit dem Landesarchiv Saarbrücken, Band 7) (Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Bd. 18)
  • Hermann Volk: Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu den Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Band 4, Saarland. Herausgegeben vom Studienkreis zur Erforschung und Vermittlung der Geschichte des deutschen Widerstandes 1933-1945, vom Bundesvorstand und vom Landesverband Saar der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten. Köln 1990, S. 98-99
  • Albert Marx: Die Geschichte der Juden im Saarland vom Ancien Régime bis zum Zweiten Weltkrieg. Saarbrücken 1992, S. 216, 220, 222
  • Serge und Beate Klarsfeld: Le mémorial de la déportation des Juifs de France. Paris 1978
  • The Central Database of Shoah Victim's Names (www.yadvashem.org)
  • Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Objekt Nr. 4401, 4402, 4403

Redaktion: Oranna Dimmig

Leihgebühren pro Halbjahr

Privatpersonen Schüler und Studenten Praxen, Kanzleien, gewerbliche Einrichtungen und Firmen
je Kunstwerk 30 € 15 € 50 €
Künstlerplakate und Werke mit max. 40 cm Breite (ausgenommen Skulpturen) 15 € 10 € 25 €

Für alle Entleiher gilt: