Institut für aktuelle Kunst

How to: Spiele zur Kunst

In den vergangenen Monaten haben die Designerinnen und Programiererinnen Catharina Grözinger und Katja Rempel gemeinsam mit den Kunstwissenschaftlerinnen Nina Jäger und Sandra Kraemer basierend auf Datensätzen des Instituts für aktuelle Kunst eine neuartige digitale Kunstvermittlungsplattform entwickelt.

Die Web-App „How to: Spiele zur Kunst“ umfasst bereits zwei Editionen: Sie bietet, anhand exemplarischer Werke der saarländischen Fotografin Monika von Boch (1915-1993) und des konkreten Künstlers Jo Enzweiler (*1934), einen spielerischen Zugang zum Verständnis künstlerischer Prozesse. Die Kunstvermittlungs-App ist kostenlos, ortsunabhängig und bedarf keiner separaten Software. Unabhängig davon, wie viel Kunsterfahrung der/die Nutzer*in mitbringt, eröffnet die App in virtuellen Spielen einen niederschwelligen Einstieg in künstlerische Fragestellungen, der Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen anspricht. Im kreativen Umgang mit den Spielen können künstlerische Prozesse selbst aktiv bestimmt und dabei die Arbeitsweise der Künstlerin bzw. des Künstlers nachvollzogen werden.


How to: Monika von Boch

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© Catharina Grözinger

Die digitalen Spiele zum fotografischen Werk von Monika von Boch nutzen die Kamerafunktion des Smartphones: Bilder können selbst aufgenommen und mit einfachen Mitteln bearbeitet werden, um Techniken der analogen Fotografie nachvollziehbar zu machen. In jedem Bild sind unzählige weitere Bilder verborgen, die entdeckt und weiterentwickelt werden können. Das Spielen schult den Blick dafür, welche Beobachtungen und Gedanken Monika von Boch in ihrer Arbeit wichtig waren. Zentrale Themen sind der Umgang mit Licht, das Verständnis der Künstlerin von Natur, deren Blick für Ordnung und Strukturen und deren große Lust am Experiment.
How to: Monika von Boch (abrufbar über mobile iOs Endgeräte)


How to: Jo Enzweiler

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© Catharina Grözinger

In 2D-Spielen und Augmented Reality-Spielen können exemplarische Werke von Jo Enzweiler sowie dessen künstlerische Denk- und Arbeitsweise erkundet werden. Die Nutzer*innen experimentieren im virtuellen Raum der App mit bildnerischen Mitteln, um Plastiken zu bauen und Bilder zu komponieren. Dabei können Erfahrungen über Konstruktion und Intuition gesammelt werden, aber auch über die eigene Wahrnehmung von Raum. Ganz nebenbei werden Aspekte der konstruktiv-konkreten Kunst vermittelt.
How to: Jo Enzweiler (abrufbar über mobile iOs Endgeräte)


Veranstaltungen zu How to. Spiele zur Kunst
Im Rahmen von Thementagen stellt das Institut das kreative Potenzial sowie die Anwendungsmöglichkeiten der App vor. Das Laboratorium präsentiert sowohl öffentliche, interaktive Werkstationen als auch praxisorientierte Workshops für Kunst- und Museumspädagog*innen in Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien des Saarlandes.

Mit den Thementagen sollen die individuellen Nutzungsmöglichkeiten der App sowie deren Potenzial als Modul für den Kunstunterricht oder die Museumsdidaktik aufgezeigt werden. Das Vermittlungsanliegen des Laboratoriums basiert auf dem Prinzip des unmittelbaren Zugangs zu Kunstwerken und des aktiven Austauschs mit Künstler*innen und Rezipient*innen. Im Schauraum können Besucher*innen und Workshop-Teilnehmer*innen originale Kunstwerke aus nächster Nähe erfahren, künstlerische Techniken sowohl am Werk selbst als auch mit digitaler Begleitung nachvollziehen. Darauf baut das Konzept der Kunstvermittlungs-App auf: Sie bietet als digitales Format einen virtuellen, aber dennoch authentischen Zugang zur Bildenden Kunst und zur Arbeitsweise von Künstler*innen.

Beide Versionen sind programmiert für mobile iOs Endgeräte. Auf Android-Systemen sind noch nicht alle Funktionen vollumfänglich nutzbar.

Der Eintritt ist frei.

Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist ein tagesaktueller negativer Coronatest oder der Nachweis über vollständige Impfung oder Genesung erforderlich.

Publikumstag
Sonntag, 28.11., 14-18 Uhr
öffentlich

Workshops
How to: Monika von Boch
Mittwoch, 1.12.2021, 15.30-17.30 Uhr
Teilnehmer*innenzahl begrenzt auf 15 Personen
Voranmeldung unter: info@institut-aktuelle-kunst.de

How to: Jo Enzweiler
Montag, 13.12.2021, 15.30-17.30 Uhr
Teilnehmer*innenzahl begrenzt auf 15 Personen
Voranmeldung unter: info@institut-aktuelle-kunst.de



Herausgeber
Institut für aktuelle Kunst im Saarland an der Hochschule der Bildenden Künste Saar mit Forschungszentrum für Künstlernachlässe

Konzeption
Catharina Grözinger, Katja Rempel, Nina Jäger, Sandra Kraemer

Gestaltung und Programmierung
Catharina Grözinger (http://avantlesvacances.com)
Katja Rempel (http://katjarempel.de)

Wissenschaftliche Bearbeitung und Redaktion
Nina Jäger, Sandra Kraemer

© licensed under a creative commons attribution
4.0 International License (cc by-sa 4.0): Jo Enzweiler,
Catharina Grözinger, Nina Jäger, Sandra Kraemer, Katja Rempel

Halle, Saarbrücken, Saarlouis, Konstanz, Stuttgart 2021

Die Entwicklung der Web-App wurde ermöglicht durch das Stipendienprogramm von Coding da Vinci gefördert im Programm Kultur Digital der Kulturstiftung des Bundes und durch das Programm KULTUR.GEMEINSCHAFTEN der Beauftragten für Kultur und Medien und der Kulturstiftung der Länder.

Leihgebühren pro Halbjahr

Privatpersonen Schüler und Studenten Praxen, Kanzleien, gewerbliche Einrichtungen und Firmen
je Kunstwerk 30 € 15 € 50 €
Künstlerplakate und Werke mit max. 40 cm Breite (ausgenommen Skulpturen) 15 € 10 € 25 €

Für alle Entleiher gilt: