Institut für aktuelle Kunst

Ausstellung Simône Litschka
Ausstellung Simône Litschka

Ausstellung 9: Simône Litschka

Meine fast monochromen, grün-blauen Landschaftsmalereien haben sich mehr und mehr verdichtet und reduziert, – hin zu einer flimmernd glänzenden, grün-blauen, spiegelnden Farbfläche, die zwar in der Weite der Landschaft ihren Ursprung hat, die jedoch diese Landschaft nicht konkretisiert, sondern in der sich über das Licht sowohl Räume, Umgebungen, Landschaften und Architektur als auch Figuren, Farbe und Form spiegeln können.

Die Malerei, die Arbeit mit dem Pinsel dient hierbei nicht mehr dazu ein Bild als Bild zu definieren, sondern ist vielmehr ein Prozess, der eine Aktionsfläche für das Licht schafft. Das Licht beginnt auf diesen gemalten Flächen seine eigenen ort- und zeitbezogenen Bilder zu malen. Damit verliert das einzelne Bild seine Greifbarkeit – die Veränderung des Lichts wird zum malerischen Moment.
Die Malerei entmaterialisiert sich, d.h. sie wird zum reinen Lichtbild. An diesem Punkt setzt die Fotografie als erneuter Materialisierungsprozess an. Das entmaterialisierte Lichtbild wird als materialisiertes Lichtbild (Foto) greifbar.

Meine Arbeit bewegt sich somit auf einer Gratwanderung zwischen materialisiertem und entmaterialisiertem Bild.

Simône Litschka