Institut für aktuelle Kunst

Han van Wetering, „Fischkopf“, Skulptur, 1977/78, roter Sandstein, 2,30 x 2,80 x 1,80 m, Teil der „Straße des Friedens“, St. Wendel-Alsfassen, Auf dem Bohnenrech. Foto: Leo Kornbrust
Han van Wetering, „Fischkopf“, Skulptur, 1977/78, roter Sandstein, 2,30 x 2,80 x 1,80 m, Teil der „Straße des Friedens“, St. Wendel-Alsfassen, Auf dem Bohnenrech. Foto: M. Wagner-Grill
Han van Wetering, „Fischkopf“, Skulptur, 1977/78, roter Sandstein, 2,30 x 2,80 x 1,80 m, Teil der „Straße des Friedens“, St. Wendel-Alsfassen, Auf dem Bohnenrech. Foto: Wikimedia Commons, Coyote III

St. Wendel, van Wetering, Skulptur

Epoche: 20. Jahrhundert
Gattungen: Kunst im öffentlichen Raum, Skulpturenstraße St. Wendel
Werke: Skulptur/Plastik

Han van Wetering
„Fischkopf“, Skulptur, 1977/78
roter Sandstein, 2,30 x 2,80 x 1,80 m
Teil der „Straße des Friedens“
Auf dem Bohnenrech

Die Skulptur des Niederländers Han van Wetering steht auf dem „Bohnenrech“, einer Erhebung im Stadtteil Alsfassen, etwas abseits des Symposionsgeländes, doch mit dem inhaltlichen Bezug zur Erweiterung der Straße der Skulpturen auf den Stadtbereich. Die über zwei Meter hohe Skulptur besteht aus drei Teilen: einem mächtigen, schräg gestellten Sockel, einer aus einer auskragenden Sandsteinplatte bestehenden Tischform und einem darauf aufliegenden, organisch anmutenden kolossalen „Fischkopf“. Der Künstler beschreibt mit seiner Skulptur das Prinzip von Tragen und Lasten und lässt Assoziationen an einen Opferaltar oder auch ein Denkmal entstehen. Er behandelt gleichzeitig sein Thema „Bestehen – Vergehen“, indem er mit dem „Fischkopf“ auf der Tischplatte den Rest eines Mahls, etwas „Abgegessenes“, zeigen wollte. Er erinnert damit an die „Vanitas-Stillleben“ in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts, mit denen auf Eitelkeit und Vergänglichkeit hingewiesen werden soll. Man mag auch an eine christliche Deutung des Fisches als Symbol der Gemeinschaft der frühen Christen denken oder aber an die frühe St. Wendeler Symposionsgemeinschaft und ihre Vergänglichkeit. (Rena Karaoulis)

Biografie:
Han van Wetering
geboren 1948 in Maastricht
1965-68 Stadsacademie Maastricht
1968-72 Jan van Eyck-Academie Maastricht
lebt und arbeitet in Maastricht
Quelle: Jo Enzweiler (Hg.): Kunst im öffentlichen Raum im Saarland. Bd. 4 Landkreis St. Wendel 1945 bis 2012. Saarbrücken 2013
Rena Karaoulis: Die Straße der Skulpturen. Vom Bildhauersymposion St. Wendel zur Straße des Friedens ins Europa. Saarbrücken 2005
Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Archiv, Dossier 1017

Margarete Wagner-Grill