Institut für aktuelle Kunst

Jolande​ Lischke-Pfister, Skulptur, 1964, Kunststein, 2 x 6 x 1 m, Cusanus-Gymnasium, Haupteingang, St. Wendel, Missionshausstraße 14. Foto: Christine Kellermann
Jolande​ Lischke-Pfister, Skulptur, 1964, Kunststein, 2 x 6 x 1 m, Cusanus-Gymnasium, Haupteingang, St. Wendel, Missionshausstraße 14. Foto: Christine Kellermann
Jolande​ Lischke-Pfister, Skulptur, 1964, Kunststein, 2 x 6 x 1 m, Cusanus-Gymnasium, Haupteingang, St. Wendel, Missionshausstraße 14. Foto: Christine Kellermann
Jolande​ Lischke-Pfister, Skulptur, 1964, Kunststein, 2 x 6 x 1 m, Cusanus-Gymnasium, Haupteingang, St. Wendel, Missionshausstraße 14. Foto: Wikimedia Commons, EPei, 2008

St. Wendel, Lischke-Pfister, Skulptur

Epoche: 20. Jahrhundert
Gattungen: Kunst im öffentlichen Raum
Werke: Skulptur/Plastik

Jolande Lischke-Pfister
Skulptur, 1964
Kunststein, 2 x 6 x 1 m
Cusanus-Gymnasium, Haupteingang
Missionshausstraße 14

Seitlich des Hauptzugangs zum Schulhof des St. Wendeler Cusanus-Gymnasiums an der Missionshausstraße steht auf einer den Schulhof begrenzenden Betonmauer die ca. 6 m breite Kunststeinskulptur der Saarbrücker Bildhauerin und Grafikerin Jolande Lischke-Pfister. Lischke-Pfisters Werke aus den 1960er Jahren zeichnen sich durch einen strengen architektonischen Aufbau aus. Ein wichtiges Thema der Künstlerin in den 1960er Jahren ist die Mauer. „Als ausdrucksstarkes Symbol ist die Mauer vielseitig verwendbar und wird in Anbetracht des Berliner Mauerbaus in den 1960er Jahren in besonderer Weise brisant. Zugleich fungiert die Mauer auch als Schutz oder Begrenzung. Aufgebrochene, durchlöcherte Mauerstrukturen erinnern durch die Verzerrung ihrer organisch-körperhaften Formen an geschundene, gequälte Körper“ (Wolfram Morath), aber auch an verhüllte Figuren. Ihr organisches Faltwerk in unterschiedlichen Variationen führt zu einer geschlossenen monumentalen Einheit, durch die die Skulptur zum raumbildenden und gestaltenden Element in diesem Ortsbereich wird.

Biografie:
Jolande Lischke-Pfister, Malerin, Grafikerin, Bildhauerin
geboren 1932 in Ludwigshafen/Rhein
ab 1952 Studium "Plastisches Gestalten" bei Prof. Theo Siegle an der Schule für Kunst und Handwerk Saarbrücken
1955-56 Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin bei Prof. Karl Hartung
lebt in Saarbrücken
Quelle: Jo Enzweiler (Hg.): Kunst im öffentlichen Raum im Saarland. Bd. 4 Landkreis St. Wendel 1945 bis 2012. Saarbrücken 2013
Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Archiv, Dossier 557

Margarete Wagner-Grill