Institut für aktuelle Kunst

Adolf Bender, Mosaik, 1954, ehemaliges evangelisches Pfarrhaus, St. Wendel. Foto: Christine Kellermann
Adolf Bender, Mosaik, 1954, ehemaliges evangelisches Pfarrhaus, Giebelfassade, St. Wendel. Foto: Christine Kellermann

St. Wendel, Bender, Wandgestaltung

Epoche: 20. Jahrhundert
Gattungen: Kunst im öffentlichen Raum
Werke: Fassaden/Wände, Hauszeichen, Mosaik

Adolf Bender
Wandgestaltung, Mosaik, 1958
ehemaliges evangelisches Pfarrhaus, Giebelwand
Beethovenstraße 5

Die zur Gymnasialstraße hin wenig gegliederte Giebelfassade des ehemaligen evangelischen Pfarrhauses hat der Künstler Adolf Bender im Auftrag des St. Wendeler Architekten Erwin Johann mit einem Mosaik gestaltet, das die freie Wandfläche zwischen Erd- und Obergeschoss akzentuiert. Es besteht aus wenigen Zeichen, den christlichen Symbolen Kreuz und Fisch, voneinander getrennt durch braune, erdfarbene Wellenbänder. Der Fisch als geheimes Erkennungszeichen der frühen Christen (griech. ichthys, zu lesen Iesus Christos Theon Yios Soter, zu deutsch: Jesus Christus, Gottes Sohn, Erlöser) ist als Symbol für Taufe und Abendmahl zu verstehen. Diese beiden Sakramente und das Kreuz auf den braunen Linien des Berges Golgatha als Karfreitagssymbol zeichnen das Gebäude im Zusammenhang mit seiner Nähe zur Kirche als evangelisches Pfarrhaus aus.

Biografie
Adolf Bender, Maler
geboren 1903 in Mainz
ab 1945 in St. Wendel tätig
gestorben 1997 in Bous

Quelle
Jo Enzweiler (Hg.): Kunst im öffentlichen Raum, Saarland. Band 4, Landkreis St. Wendel, 1945 bis 2012. Aufsätze und Bestandsaufnahme. Saarbrücken 2013

Margarete Wagner-Grill