Institut für aktuelle Kunst

Saarbrücken, Gedenkstätte Neue Bremm. Foto: Oranna Dimmig
Lageplan der beiden Abteilungen des "Erweiterten Polizeigefängnisses" Neue Bremm, 1943. Abbildung aus: Herrmann 1999, S. 284
André Sive, Gedenkstätte Neue Bremm, Gesamtentwurf, 1947. Abbildung aus: Urbanisme en Sarre. Saarbrücken 1947, S. 87
"Gedächtnisplatz" Neue Bremm, 1947, André Sive, Gesamtentwurf, 1947, Ausschnitt; Alt-Saarbrücken, Metzer Straße. Aus: La Sarre. Urbanisme. Saarbrücken 1947, S. 87
Einweihung der Gedenkstätte Neue Bremm am 11. November 1947. Abbildung aus: Thalhofer: Neue Bremm – Terrorstätte der Gestapo. St. Ingbert 2002
André Sive, Gedenkstein, ca. 0,35/0,45m x 4,70m x 0,95m, Waschbeton mit gusseiserner Platte (ca. 2,28m x 0,75m); die Aufnahme zeigt den Hohen Kommissar Gilbert Grandval während der Gedenkfeierlichkeiten am 11. November 1954. Foto: Erich Oettinger, 1954
Die Metzer Straße während der Ausführungsarbeiten, 1947. Abbildung aus: Fünf Jahre Bauen an der Saar
André Sive, Denkmal der Gedenkstätte Neue Bremm, 30 m, Stahlbeton; Aufnahme während der Gedenkfeierlichkeiten am 11. November 1954. Foto: Erich Oettinger, 1954
Die Metzer Straße im Bereich der Gedenkstätte, Foto 1966. Abbildung aus: Saarbrücken 1966
Abgang zur Unterführung am Fuß des Denkmals; Zustand vor der Neufassung der Gedenkstätte 2004. Foto: Oranna Dimmig, 2001
Die Gedenkstätte Neue Bremm vor den Neufassung 2004; im Vordergrund der "Löschweiher". Foto: Oranna Dimmig, 2001
Der versetzte Gedenkstein von André Sive mit der davor angebrachten deutschen Gedenktafel; Zustand vor der Neufassung 2004. Foto: Oranna Dimmig, 2001
Roland Poppensieker und Johannes Schulze Icking, Begrenzungsmauer mit gefräster "Plakatwand" und blauem Leuchtband, ca. 2,50m/3,00m x ca. 65m, 2004; Teilansicht. Foto: Claudia Maas, 2004
Das Hotel "Novotel" auf dem Gelände des ehemaligen Frauenlagers wurde in die Neufassung der Gedenkstätte nach der Idee "Hotel der Erinnerung" einbezogen. Foto: Claudia Maas, 2004
Der neue Zugang zur Gedenkstätte vom Hotelparkplatz aus; auf der Fassadenverkleidung des "Novotel" wurde stellvertretend für alle weiblichen Häftlinge das Portait von Yvonne Bermann angebracht. Foto: Claudia Maas, 2004
Blick über das ehemalige Männerlager in den neu geschaffenen "Rezeptionsbereich". Foto: Claudia Maas, 2004
Der abgesenkte Gang im "Rezeptionsbereich". Foto: Claudia Maas, 2004
"Rezeptionsbereich". Foto: Claudia Maas, 2004
"Rezeptionsbereich". Foto: Claudia Maas, 2004
Blick aus dem "Rezeptionsbereich" auf das ehemalihge Männerlager; im Vordergrund die durch hochgedrückte Flächen markierten Standorte der Baracken. Foto: Oranna Dimmig, 2004
Separate Informationstafeln erleichtern die Orientierung auf dem ehemaligen Lagergelände. Foto: Oranna Dimmig, 2009
Fassade des Hotel "Mercure" mit dem Bildnis von Yvonne Bermann. Foto: Oranna Dimmig, 2009
Informationstafel zu Yvonne Bermann. Foto: Oranna Dimmig, 2009
Stahlplatte "will nicht narben" von Gertrud Riethmüller. Foto: Oranna Dimmig, 2009
Der Denkmal-Obelisk von André Sive auf der verbreiterten Metzer Straße. Foto: Oranna Dimmig, 2004

Saarbrücken, Sive, Poppensieker et al., Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm

Epoche: 20. Jahrhundert
Gattungen: Kunst im öffentlichen Raum
Werke: Denkmäler/Gedenkstätten

André Sive, 1947
Neugestaltung durch Roland Poppensieker und Johannes Schulze Icking nach der Idee "Hotel der Erinnerung" von Nils Ballhausen und Roland Poppensieker, 2004
Saarbrücken, Metzer Straße


Das Gestapo-Lager Neue Bremm

Die Gedenkstätte Neue Bremm in der Landeshauptstadt Saarbrücken erinnert an die Opfer eines Häftlingslagers der Nationalsozialistischen Diktatur, das an gleicher Stelle 1943 bis 1944 von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) betrieben wurde und den überlebenden Opfern als äußerst grausame Einrichtung in Erinnerung geblieben ist.

Ungefähr einen Kilometer vor dem deutsch-französischen Grenzübergang an der Metzer Straße gelegen, war das Lager durch den hier einmündenden Alstinger Weg in zwei Abteilungen unterteilt; die nördliche für Männer (ab Frühjahr 1943), die südliche für Frauen (ab Jahresende 1943). Beide Abteilungen waren von einem doppelten Stacheldrahtzaun umgeben und nach ungefähr gleichem Grundmuster angelegt: mit der Traufseite zum Zaun angeordnete Baracken (Gefangenenunterkünfte, Funktionsgebäude, Wachstuben) umstanden einen mit Brasche belegten Appellplatz, in dessen Zentrum ein "Löschweiher" genanntes quadratisches Wasserbecken als Folter- und Tötungsinstrument benutzt wurde. Schilder, die außen am Lagerzaun angebracht waren, verboten den Passanten unter Strafandrohung das Hineinsehen in das Lager und forderten zum Weitergehen auf. Unter dem irreführenden Namen "Erweitertes Polizeigefängnis" diente das Gestapo-Lager für verschiedene Gefangenengruppen als Straf- und Erziehungslager oder als Durchgangsstation auf dem Weg in die Konzentrationslager. Viele Häftlinge kamen entweder bereits im Lager Neue Bremm zu Tode oder wurden durch extrem grausame Behandlung und Folter dermaßen geschwächt, dass sie an einem nächsten Aufenthaltsort starben.

Schon bald nach der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 wurden in beiden Abteilungen des aufgegebenen Lagers die Baracken abgerissen, wobei jedoch die beiden "Löschweiher" und die hohen Lagerzäune erhalten blieben. Das Lagerpersonal wurde 1946 vor dem "Tribunal Général du Gouvernement Militaire de la Zone d’Occupation Française" im Rastatter Prozess zur Verantwortung gezogen und teilweise zu Höchststrafen verurteilt.

Das Komitee ehemaliger Häftlinge initiierte die Errichtung einer Gedenkstätte, die am 11. November 1947, dem französischen Feiertag zum Gedenken an den Waffenstillstand 1918, eingeweiht wurde. Die damals realisierte Gesamtanlage ist nur noch in Teilen erhalten und präsentiert sich heute in deutlich veränderter Form.


Die Gedenkstätte von 1947 nach Entwurf von André Sive

Den Entwurf für die Gedenkstätte lieferte André Sive aus dem Team französischer Architekten und Städteplaner, die von Militärgouverneur Gilbert Grandval zum Wiederaufbau an die Saar berufen worden waren. Entwurfszeichnungen mit kurzer Erläuterung wurden noch vor der Übergabe der Anlage veröffentlicht, die ursprünglich für den 14. Juli 1947, den französischen Nationalfeiertag, vorgesehen war. Der Gedenkstätte lag ein städtebauliches Konzept zugrunde, welches das Lagergelände als eigentlichen "Gedächtnisplatz" über einen neu geschaffenen Versammlungsplatz und ein neu gesetztes Denkmal mit der Metzer Straße verband, wobei jedoch lediglich das Areal des Männerabteilung berücksichtigt wurde. Indem der hohe Drahtzaun stehen und der Löschweiher erhalten blieb, das Gelände mit Rasen eingesät und die Barackenfundamente von Bewuchs freigehalten und damit sichtbar gehalten wurden, war das Terrain des Männerlagers weiterhin als ehemaliges Häftlingslager erkennbar.

Militärgouverneur Grandval hat in seiner Einweihungsrede das Konzept angesprochen: "Betrachten Sie alle, die Sie nun hier anwesend sind, das Lager. Wir wollten, dass es so der Zukunft erhalten bleibe, von Stacheldraht umgeben, an dem sich jene die Hände und die Hoffnung zerrissen, die hier eingeschlossen waren. Wir wollten, dass dieses Stück Erde, das so viele Verbrechen sah, bleibe, um jene dunkle Nacht zu bezeugen, in der die Zivilisation vergewaltigt wurde, als Menschen sich zusammenfanden, sie zu verteidigen."

Zwischen dem Männerlager und der Metzer Straße bot ein bisher unbebautes Flurstück den benötigten Raum zur Anlage eines neuen, trapezförmigen Versammlungs- oder Besucherplatzes, der durch einen Belag aus Bodenplatten mit markanter Oberflächenstruktur deutlich von dem Lagergelände unterschieden wurde und in gesamter Länge von der Metzer Straße aus zugänglich war. An der Grenze zum Lagergelände stand der Gedenkstein, ein niedriges, funktionales Objekt aus Waschbeton, das wie ein breites Lesepult die gusseiserne Inschriftentafel präsentierte und eine tablettartige Unterlage zum Ablegen von Blumen und Kränzen bot. Durch seine mittige Ausrichtung auf den "Löschweiher" wies der Gedenkstein mit der französischen Inschrift direkt auf das Zentrum des Leidens und Sterbens hin:

"Dans ce camp / sur des ordres venus d’outre-Rhin / furent traînés vers la mort / les défenseurs / de la dignité et la liberté humaines, / victimes de la barbarie nazie. / Monument / érigé par le comité de la Nouvelle Brème, / inauguré le 11 novembre 1947"

(In diesem Lager sind auf Befehle von jenseits des Rheins Verteidiger der menschlichen Würde und Freiheit in den Tod geschleppt worden, Opfer der nationalsozialistischen Barbarei. Denkmal, errichtet vom Lagerkomitee der Neuen Bremm, eingeweiht am 11. November 1947)

Um Besuchern der Gedenkstätte von diesem Standort aus den freien und nun erwünschten Blick auf das Lagergelände und den "Löschweiher" zu ermöglichen, war im Bereich des Gedenksteins der hohe Lagerzaun durch eine niedrige Absperrung aus Metallketten ersetzt worden. Hinter dem östlichen Lagerzaun wurde korrespondierend zu den Alleebäumen der Metzer Straße Pappeln gepflanzt. Baumgruppen und Fahnenstangen flankierten den Versammlungsplatz im Norden und Süden. Ein PKW-Parkplatz, der auf dem publizierten Entwurf nördlich des Versammlungsplatzes eingezeichnet ist, wurde nicht realisiert. Durch eine Straßenausbuchtung im Bereich des neuen Platzes war immerhin das Abstellen einer geringen Anzahl von Fahrzeugen möglich.

Die Einbindung der Metzer Straße in die Gedenkstätte wurde erzielt durch die dynamische Erweiterung der neben den beiden Lagerarealen vorbeiführenden Trasse, durch die aufwertende Ausgestaltung der Landstraße als Pappelallee und durch die Anlage von Verkehrsinseln, die den Straßenverkehr an einer neuen städtebaulichen Dominante vorbei führten: das von André Sive entworfene Denkmal, eine 30 Meter hohe, sich nach oben verjüngende, schmale Stele aus Stahlbeton. Sie war auf die Mitte des "Löschweihers" ausgerichtet, sodass eine Achse "Löschweiher" – Gedenkstein – Denkmal entstand. Von dem Sockel des Denkmals strecken sich in dieser Achse zwei leicht verzogene Flügel zu den Fahrbahnen ab, die jeweils eine herausmodellierte Tafel mit der Inschrift "In Memoriam 1943-1945" tragen. Die Inschriftentafeln sind im Gegensinn angeordnet, um von dem ursprünglich gegenläufig an der Verkehrsinsel vorbeifließenden Verkehr gelesen werden zu können. Aufgepflanzt in der Straßenmitte, war dieser Zeiger ein bereits von weitem erkennbarer Hinweis auf die ehemalige Stätte des Nazi-Terrors.

Die Form des 30 Meter hohen Denkmals lässt mehrere Interpretationsmöglichkeiten zu. So kann die Stele beispielsweise als "Bajonett", das Symbol des französischen Widerstandes gegen die deutsche Besetzung Frankreichs, gelesen werden – ein Hinweis auf die vielen aus Frankreich in das Lager Neue Bremm verbrachten Häftlinge. Gleichzeitig sollte das Denkmal auch als Markstein dienen, der – so 1948 in der führenden Architekturzeitschrift Frankreichs "L'Architecture d'Aujourd'hui" zu lesen – "wie ein stummer Wegweiser für den festen Willen steht, den Weg für neue Überfälle zu sperren" ("haute borne qui se dresse pour une indication silencieuse, semble vouloir affirmer la volonté de barrer la route à des nouvelles invasions"). Dementsprechend findet in der Betonplastik zusätzlich auch das Sicherheitsbedürfnis, das Frankreich aufgrund der von den deutschen Invasionen verursachten Leiden entwickelt hatte, einen symbolischen Ausdruck. Gilbert Grandval gab in seiner Einweihungsrede eine weitere Deutung: "Dieses Denkmal wird das Symbol einer dunklen Vergangenheit, aber auch das Zeichen des Glaubens an eine bessere Zukunft sein. Es ist aber nicht der Grenzstein zwischen zwei ewig feindlichen Landschaften, nein, es ist im Gegenteil der Ort, der morgen vereinen wird, wie es heute bereits Frankreich und die Saar vereint, in einer endgültigen Weigerung an alles, was die Zwietracht von gestern wieder lebendig werden lassen könnte. (...)"

Unter französischer Stabführung war in Saarbrücken eine Gedenk- und Mahnanlage entstanden, die wie die meisten der nach 1945 aus (Konzentrations-) Lagern entstandenen Gedenkstätten von einstigen Häftlingen initiiert worden war. Für die Opfer war der "Gedächtnisplatz" Neue Bremm ein Ort der Erinnerung und des Gedenkens, für die deutsche Bevölkerung des Saarlandes war dem Komplex außerdem die Funktion einer zukunftsweisenden Mahnung zugedacht. In inhaltlicher, funktionaler und ästhetischer Hinsicht war die Anlage stimmig auf das Männerlager bezogen. Sowohl das Gesamtkonzept als auch die einzeln entworfenen Bestandteile wie Versammlungsplatz, Gedenkstein und Denkmal waren, bzw. sind Zeugnisse der damals favorisierten funktionalistischen Architektur und zählen zu den wenigen realisierten Bauprojekten der französischen Kulturoffensive an der Saar.

Zugleich kann das Denkmal, in der Interpretation als Bajonett, aber auch eine militärische Wurzel der Gedenkstätte nicht leugnen. Möglicherweise liefert dieser soldatische Strang eine Erklärung dafür, dass die Verantwortlichen den jenseits des Alstinger Weges gelegenen Teil des "Erweiterten Polizeigefängnisses" offensichtlich ignorierten. Aus heutiger Sicht erscheint es jedenfalls unverständlich, dass das Frauenlager damals aus dem "Gedächtnisplatz" ausgeklammert wurde.


Die Gedenkstätte nach der Eingliederung des Saarlandes in die Bundesrepublik Deutschland

Spätestens nach der Eingliederung des Saarlandes in die Bundesrepublik Deutschland als elftes Bundesland 1957/59 begann für die Gedenkstätte ein Prozess zunehmender Vernachlässigung, der in ihrer Teilzerstörung, der beträchtlichen Dezimierung des "Gedächtnisplatzes" (ehemaliges Männerlager) und der Veräußerung und Überbauung des ehemaligen Frauenlagers gipfelte.

Zu nennen sind insbesondere die Folgen, die der Bau eines Zubringers von der Metzer Straße zu der neuen Bundesautobahn Nr. 6 mit dem Autobahngrenzübergang Goldene Bremm für die von André Sive geschaffene Gesamtanlage bedeutete. Um Platz für die Auffahrt zum Zubringer zu gewinnen, wurde der Versammlungsplatz mit dem Gedenkstein auf das Gelände des ehemaligen Männerlagers verlegt; der Zugang zur Gedenkstätte erfolgt seitdem vom Alstinger Weg aus. Die beträchtlich erweiterte Straßentrasse und die geänderte Verkehrsführung ließ die Verkehrsinsel mit dem Denkmal an den westlichen Rand der Metzer Straße rücken, wodurch die Wirkung der Stele als städtebauliche Dominante gemindert und der leicht verstehbare Bezug zwischen dem Denkmal und dem ehemaligem Lagergelände verloren ging.

Weitere Veränderungen, wie beispielsweise die falsche Positionierung und Ausrichtung des versetzten Gedenksteines oder die Umwidmung von Teilen des Männerlagergeländes zu Autostellplätzen für das neue Gewerbegebiet, das im Umfeld des Autobahnzubringers entstand, trugen ebenfalls zur Verunklärung und Sinnentstellung des Gedenkortes bei. Im unglücklichen Zusammenspiel führten alle Faktoren zum Ruin der inhaltlichen und künstlerischen Intention des Architektenentwurfes von 1947. Bezogen auf das ehemalige "Erweiterte Polizeigefängnis" kulminierte diese Entwicklung in dem Verkauf des brach liegenden, zugewucherten Geländes des Frauenlagers, das inzwischen in die äußerst verkehrsgünstige Lage von Autobahn, Grenzübergangsstelle und Zubringer gerückt war. Das Grundstück wurde mit einem Hotel überbaut, das 1975 eröffnet wurde.

Nach diesem Tiefpunkt sorgten in den 1980er Jahren vor allem alternative, von der "Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes" und der Volkshochschule Saarbrücken organisierte Stadtrundfahrten, auf deren Programm auch die Besichtigung der "KZ-Gedenkstätte Neue Bremm" stand, sowie die erste ausführliche Publikation über das Lager Neue Bremm dafür, dass der abgesunkene Gedenkort allmählich wieder in das Bewusstsein von Öffentlichkeit und Politik gehoben wurde.

Es folgten verschiedene Maßnahmen, die der Schadensbegrenzung auf dem verunstalteten Gelände und der Aufklärung der nachwachsenden Generation dienen sollten. Diese Schritte waren jedoch weder aufeinander abgestimmt, noch beinhalteten sie ein künstlerisches Gesamtkonzept, das dem der Gedenkanlage von 1947 qualitativ entsprochen hätte. Von den Beifügungen haben sich bis heute erhalten die schmiedeeiserne Zaunumfassung des "Löschweihers" in Form von drei Reihen stilisierten Stacheldrahts, die Anpflanzung von Eichen, die das ursprüngliche Gefüge des Männerlagers mit einer eigenen Struktur überlagert, und schließlich eine zweite, diesmal deutschsprachige Erinnerungstafel, die am 8. Mai 1985 eingeweiht wurde.

Erst in den 1990er Jahren setzte eine breite Diskussion um die Neugestaltung der Gedenkstätte ein, in deren Verlauf der Kulturausschuss der Stadt Saarbrücken den Arbeitskreis "Neugestaltung der KZ-Gedenkstätte Neue Bremm" einsetzte. Jedoch gelangte ein daraufhin entstandenes und von allen Gremien befürwortetes Konzept zur Neufassung der Anlage nicht zur Ausführung.


Die Neugestaltung der Gedenkstätte 2004 durch Roland Poppensieker und Johannes Schulze Icking nach der Idee "Hotel der Erinnerung" von Nils Ballhausen und Roland Poppensieker

1998 fand sich als Bürgerinitiative die "Initiative Neue Bremm" zusammen, die sich für den Erhalt und die Gestaltung der Gedenkstätte einsetzt. Im Auftrag der Stadt Saarbrücken lobte die "Initiative" 2000 einen zweistufigen Ideenwettbewerb aus, der von den Teilnehmern erwartete, "Konzeptionen und Formen vorzuschlagen, in denen die Informationen zur Geschichte des Lagers und des Lagergeländes präsentiert und Bezüge zur städtischen Öffentlichkeit hergestellt werden können. Die Konzeption soll die Reduktion auf rituelles Gedenken vermeiden." Aus den eingegangenen 136 Entwürfen entschied sich die Jury für die Projektidee "Hotel der Erinnerung" der Berliner Architekten Nils Ballhausen und Roland Poppensieker, die als einzige beide Abteilungen des "Erweiterten Polizeigefängnisses" in ihren Überlegungen berücksichtigten. Die Ausführung des stark überarbeiteten Entwurfes, der das Hotel "Novotel" (inzwischen "Mercure") auf dem Frauenlager im Einverständnis mit der Hotelleitung miteinbezieht, geschah durch die Architektengemeinschaft Roland Poppensieker und Johannes Schulze Icking, Berlin (Bauabwicklung Architekt Oliver Brünjes, Saarbrücken). Bund, Saarland und Landeshauptstadt Saarbrücken übernahmen die Finanzierung; hinzu kamen Sach- und Geldspenden, die von privater Seite geleistet wurden. Am 8. Mai 2004 wurde die erneuerte Gedenkstätte wiedereröffnet und am 7. Juli in einer Feierstunde auf dem Gelände eingeweiht.

Parallel zur Planung und Durchführung der baulichen Maßnahmen lief am Historischen Institut der Universität des Saarlandes die Erforschung der Geschichte des Gestapo-Lagers Neue Bremm und am Institut für aktuelle Kunst im Saarland eine kunsthistorische Untersuchung der Gedenkstätte, die zur Wiederentdeckung der Gesamtanlage von 1947 führte. Zu erwähnen sind auch zahlreiche weitere Initiativen und Aktionen, die seither vornehmlich in Zusammenarbeit mit Schulen und Jugendorganisationen und unter Obhut der Landeszentrale für politische Bildung durchgeführt werden und darauf zielen, eine breite Öffentlichkeit über die Geschichte des Ortes informieren. Dieser Aufgabe stellen sich auch die Medien, insbesondere die "Saarbrücker Zeitung", die das Geschehen rund um die Gedenkstätte Neue Bremm begleiten.

Der ausgeführte Entwurf "Hotel der Erinnerung" leistet im Wesentlichen vier Aufgaben: die erneute Einbindung der Gedenkstätte in die Metzer Straße, die erstmalige Einbeziehung des ehemaligen Frauenlagers, die Einrichtung eines Informationsbereichs und schließlich auch die Sicherung bzw. erneute Sichtbarmachung von Spuren auf dem verbliebenen Terrain des Männerlagers.

Um dem "Gedächtnisplatz", der für Passanten eher als ausfransende Restfläche innerhalb des Gewerbegebietes denn als außergewöhnliche Stätte wahrnehmbar war, erneut von der Metzer Straße aus kenntlich zu machen und hervorzuheben, wurde an dieser Seite des Männerlagers eine Mauer aus anthrazitfarbenem Sichtbeton errichtet. Circa 65 Meter lang und je nach Böschungshöhe 2,50 bis 3,00 Meter hoch, trägt sie zur Straße hin ein nachts elektrisch leuchtendes Schriftband. Die gewählte Wortfolge "HOSTAL HOSTILE HOTEL HOSTAGE GOSTIN OSTILE HOSTEL HOSTIL HOST" greift Worte auf, die sich aus der indoeuropäischen Wurzel *ghosti (lateinisch: hostis) ableiten. In ihrer positiven und negativen Bedeutung erscheinen sie im Wechsel und spielen assoziativ mit den darin zum Ausdruck kommenden gegensätzlichen Haltungen, mit denen damals im Lager den Menschen gegenübergetreten wurde (feindliche Gesinnung) und ihnen heute im Hotel begegnet wird (Gastfreundschaft).

HOSTAL = spanisch: Gasthaus, Hotel; HOSTILE = französisch: feindlich, englisch: feindlich gesinnt; HOTEL = deutsch, englisch, französisch; HOSTAGE = englisch: Geisel; GOSTIN = Stamm slawischer Worte, z. B. GOSTINICA, im Russischen gebräuchlich für Hotel; OSTILE = italienisch: feindlich, feindselig; HOSTEL = englisch: Herberge; HOSTIL = spanisch und portugiesisch: feindlich, feindselig; HOST = englisch: Gastgeber, Wirt, tschechisch: Gast.

Bei der Wahl von Form und Farbe der Buchstaben orientierten sich die Architekten an dem weithin sichtbaren Schriftzug des Hotels "Novotel". Seit der Übernahme durch die Mercure-Kette, deren Namenszug nun über dem Hotel leuchtet, ist dieser optische Bezug zwischen Gedenkstätte und Hotel verloren gegangen.

Im nördlichen Bereich knickt die Einfassungsmauer in Höhe des Denkmals von André Sive leicht nach Westen ab, womit auf den ursprünglichen Bezug zwischen Gedenkstätte und Denkmal reagiert und ein Zusammenhang von der Straße aus wieder wahrnehmbar wird. Zusätzlich wird durch die leichte Schrägstellung der Mauer das Schriftband für den aus Richtung Frankreich kommenden Verkehr besser lesbar.

Am südlichen Ende der Begrenzungsmauer, direkt am Beginn des Alstinger Weges erhöhten Poppensieker und Schulze Icking die Mauer in Größe einer Plakatwand. Hier wurde in einem besonderen Verfahren ein historisches Foto in den Beton gefräst, welches das Nebeneinander von privater Idylle und anonymem Leiden auf der Neuen Bremm zeigt: eine Mutter und ihr Kind sowie ein kleiner Hund genießen das Dasein auf sommerlicher Wiese – direkt neben dem mit Stacheldraht umgebenen Barackenlager. Die Wirkung dieser gefrästen 'Plakatwand' ist vom Lichteinfall abhängig, der das Motiv in unterschiedlicher Deutlichkeit erscheinen lässt. Auf diese Weise unterscheidet sich die Bildtafel von den herkömmlichen Werbetafeln im näheren und weiteren Umfeld der Gedenkstätte und gibt ebenso wie die Wörter auf dem Leuchtband einen subtilen Hinweis auf den besonderen Charakter des Ortes.

Zum ersten Male in der wechselvolle Geschichte der Gedenkstätte wird durch die Neugestaltung nun auch das Grundstück des Frauenlagers berücksichtigt und das Leid der Frauen thematisiert und erinnert. Eine beleuchtete Fußgängertreppe vermittelt zwischen dem Alstinger Weg, der im Gedenkstättenbereich inzwischen zum Fußgänger Weg verschmälert wurde, und dem tiefer liegenden Parkplatz des Hotels. Seitlich der Treppe in der Böschung angelegte Stufenwellen aus Rasen sind als Auditorium für Besuchergruppen gedacht, die von diesem Blickpunkt aus den bebauten südlichen Teil des Lagers in Augenschein nehmen können. Als Hinweis auf die Frauenabteilung des "Erweiterten Polizeigefängnisses" wurde stellvertretend für alle weiblichen Häftlinge an der Hotelfassade das Bildnis von Yvonne Bermann appliziert, die am 6. Juni 1944 aus Frankreich zum Lager Neue Bremm transportiert wurde. Als Untergrund für das Portrait-Medaillon dient eines der runden Elemente der Fassadenverkleidung des Hotels. Im Foyer des Hotels schließlich klären seit 2007 zwei Tafeln über das Lager und seine Geschichte auf.

Auf dem Gelände des Männerlagers entstand entlang der neuen Begrenzungsmauer an der Metzer Straße ein Rezeptionsbereich. Die obere Hälfte der Mauer dient als Träger für das Band der metallenen Informationstafeln, das im Süden hinter der 'Plakatwand' beginnt und sich nach Norden fortsetzt. In deutscher und französischer Sprache wird in Wort und Bild auf aktuellem Stand der Forschung vor allem die Geschichte des "Erweiterten Polizeigefängnisses" Neue Bremm dokumentiert und die Rezeptionsgeschichte anhand der Veränderungen des Lagergeländes 1945 bis 2004 thematisiert. Hier trifft man erneut auf das Portrait von Yvonne Bermann, deren Schicksal als Opfer des NS-Regimes in dem Abschnitt über die Häftlinge geschildert wird. Auch das Foto der privaten Idylle, das straßenseitig in die 'Plakatwand' gefräst ist, wird unter dem Aspekt "vor Aller Augen" wieder aufgegriffen.

Schreitet der Besucher das Informationsband ab, so gelangt er am Ende der 'Plakatwand' in einen schmalen, um circa 50 Zentimeter gegenüber dem Lagerterrain abgesenkten Gang. Dieser ist einerseits durch die circa mannshohe Außenmauer von der Metzer Straße abgeschirmt und andererseits von einer niedrigen Mauer, die zugleich als Sitzgelegenheit genutzt werden kann, vom Lagergelände getrennt. Durch die bereits vorhandene Reihe von Eichen erhält der Gang auch an der Lagerseite eine höhere räumliche Begrenzung. Gang und Informationswand führen dort, wo die Mauer Bezug auf das Denkmal nimmt und abknickt, in eine kegelförmige Erweiterung, die am Ende der Informationstafeln den Besucher zur Umkehr führen und auf dem Rückweg seinen Blick auf das Lagergelände leiten soll.

Auf dem Männerlager wurde die Stellung der Baracken, deren Reste unter der Oberfläche des verbliebenen Lagergeländes liegen, wieder sichtbar gemacht. Dies betrifft die Baracken an der Seite zur Metzer Straße und zum Alstinger Weg. Die Wiederaufnahme der französischen Konzeption von 1947, die Fundamente zu zeigen, war aus konservatorischen Gründen nicht möglich. Man entschied sich dafür, die Baracken künftig durch ihre angedeuteten Innenräume zu markieren. Umrandungen aus Stahlbändern fassen die entsprechenden Flächen ein, die mit einer Mischung aus Schotter und 20 % Muttererde gefüllt sind und im Laufe der Zeit durch Anwachsen zu "'hochgedrückten' Rasenkörpern" werden sollen. An der Seite zur Metzer Straße ließ man die Eichen stehen, denen jetzt als raumschaffende Begleitung des abgesenkten Ganges eine neue Funktion zugedacht ist. Da die Bäume innerhalb der Barackenmarkierungen stehen und aus den "'hochgedrückten' Rasenkörpern" herauswachsen, wird erkennbar, dass sie damals ohne Rücksicht auf die Struktur des Lagers angepflanzt wurden. Somit können sie nun gelesen werden als aussagekräftiges Zeugnis für jene Zeit, in der ein Mangel an Überblick und Sensibilität den Umgang mit dem Lagergelände und der Gedenkstätte Neue Bremm bestimmt hat.

Das Konzept der Neugestaltung sieht vor, den Zustand, der sich im Laufe der Jahrzehnte auf dem Männerlager ergeben hat, weitgehend zu belassen und die einzelnen Bestandteile "als Dokumente des Umgangs der deutschen Nachkriegsgesellschaft mit ihrer Vergangenheit (zu) erhalten." Trotzdem schlugen Poppensieker und Schulze Icking vor, die schlimmsten Fehler, die bei der Verlagerung von Versammlungsplatz und Gedenkstein im Zuge der Straßenerweiterung unterlaufen sind, nach Möglichkeit zu korrigieren und die Qualität des Architektenentwurfes von 1947 zumindest teilweise zurückzugewinnen. Diesem Vorschlag ist die Bauherrin, die "Initiative Neue Bremm" nicht gefolgt. Sie veranlasste lediglich die Drehung der beiden Gedenktafeln und ihre Umsetzung direkt neben den "Löschweiher". Beide Tafeln liegen dort nebeneinander – die französische wiederum als Teil der Achse Denkmal – Gedenkstein – "Löschweiher" – und sind jetzt richtig auf den "Löschweiher" ausgerichtet. Dennoch überzeugt die neue Platzierung nicht. Für den Träger der deutschen Inschriftenplatte von 1985 wurde keine angemessene Lösung gefunden: man montierte die gusseiserne Tafel auf vier neue, nebeneinander in das Gras eingebettete Waschbetonplatten, deren industriell genormte Abmessungen in keinem ausgewogenen Verhältnis zu den Proportionen der Metalltafel stehen. Der französischen Gedenkstein von 1947, der als freistehendes, lesepult-ähnliches funktionalistisches Objekt gearbeitet ist, wurde flach liegend in die Grasnarbe eingegraben. Von dieser 'Neufassung' der Gedenktafeln haben sich die Architekten ausdrücklich distanziert.

Auch bei der Wahl des Standortes für die Stahlplatte "will nicht narben" der Künstlerin Gertrud Riethmüller ist die "Initiative Neue Bremm" dem Vorschlag der Architekten nicht gefolgt. Das Objekt entstand 1999 während einer Performance in der Fußgängerunterführung, die lange Zeit die einzige Möglichkeit zur Überwindung der Metzer Straße im Abschnitt Neue Bremm war. Als im Zuge der Neufassung der Gedenkstätte durch Poppensieker und Schulze Icking ein ampelgestützter Fußgängerüberweg am Alstinger Weg geschaffen und jener Teil der Unterführung, der an der neuen Begrenzungsmauer entlang führte, geschlossen wurde, musste ein andere Lösung für die Hängung der Stahlplatte "will nicht narben" gefunden werden. Neu montiert auf einen aufrecht stehenden Betonträger, sollte das Objekt an die Ecke Alstinger Weg / Behrener Straße zu stehen kommen, um an dieser informationslosen Seite einen bemerkbaren Hinweis auf die Gedenkstätte zu geben. Die "Initiative Neue Bremm" entschied sich jedoch für einen Standort an der Südseite des Männerlagers, dem "Novotel" gegenüber.

Die Realisierung der fortentwickelten Idee "Hotel der Erinnerung" durch die Architekten Roland Poppensieker und Johannes Schulze Icking hat eine deutliche Heraufsetzung der Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm bewirkt. An der Metzer Straße durch die Mauer begrenzt und damit klar definiert, erhält der besondere Ort neuen Halt. An dieser Seite ist eine Fassung entstanden, die durch das Wortspiel des Leuchtbandes und das in wechselnder Deutlichkeit erscheinende Motiv auf der 'Plakatwand' assoziative und ambivalente subtile Signale sendet. Konkret und informativ wird es auf dem eigentlichen Gelände. Die Einbeziehung des "Novotel" - inzwischen "Mercure" - auf dem ehemaligen Frauenlager, die neue Treppe und der Lernbereich mit den dort erstmals in Ausführlichkeit gebotenen Informationen eröffnen einen in mehrfachem Wortsinn neuen Zugang zum Lager und zur Gedenkstätte. Zusätzlich zu den von Beginn an intendierten Funktionen des Gedenkens und Mahnens ist die Gedenkstätte Neue Bremm nun um die Funktion des Lernens ergänzt.

Mit der erwähnten Teilschließung der Fußgängerunterführung wurde ein weiteres Kapitel zur Aufwertung der Gedenkstätte eingeleitet: die Hebung des Umfeldes, vorzüglich der Metzer Straße. Für das seinerzeit so unrühmlich an den Rand gedrängte Denkmal von André Sive steht eine Lösung für die Wiederaufwertung der Stele, ihre Rehabilitation als städtebauliche Dominante und ihre Rückgewinnung als erkennbarer Bestandteil der Gedenkstätte Neue Bremm noch aus.


Bibliografie

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  • Raja Bernard und Dietmar Renger: Neue Bremm. Ein KZ in Saarbrücken. 1. Auflage Frankfurt a. M. 1984; 4., erweiterte Auflage, Heusweiler 1999
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  • Hans-Walter Herrmann: Saarbrücken unter der NS-Herrschaft. In: Rolf Wittenbrock (Hg.): Geschichte der Stadt Saarbrücken. Band 2, Saarbrücken 1999, S. 243-338, S. 283-285
  • Sandra Anstätt und Rolf Giegold: Wetterfernsehen - Telematische Skulptur der KZ-Gedenkstätte Neue Bremm, Saarbrücken 1999-2000. Ostfildern-Ruit 2001
  • Elisabeth Thalhofer und Rainer Hudemann: Das Saarbrücker Lager "Neue Bremm". In: Sandra Anstätt und Rolf Giegold: Wetterfernsehen - Telematische Skulptur der KZ-Gedenkstätte Neue Bremm, Saarbrücken 1999-2000. Ostfildern-Ruit 2001, S. 62-71
  • Elisabeth Thalhofer: Das Polizeigefängnis Neue Bremm in Saarbrücken, 1943-1944. In: La Lorraine et la Sarre depuis 1871. Metz 2001, S. 231-247 (Publications du Centre de Recherche Historique et Civilisation de l’Université de Metz, 23)
  • Oranna Dimmig: Das "Denkmal zur Erinnerung an das 'Konzentrationslager Neue Bremm' in Saarbrücken"; von André Sive 1947. In: Mitteilungen 9, 2001, S. 13-23
  • Elisabeth Thalhofer: "Sadisten oder vorsätzliche Mörder". Die Täter des Saarbrücker Polizeigefängnisses Neue Bremm. In: Saarbrücker Hefte, Heft 87, 2002, S. 46-55
  • Elisabeth Thalhofer: Neue Bremm - Terrorstätte der Gestapo. Ein Erweitertes Polizeigefängnis und seine Täter 1943-1944. 1. Auflage St. Ingbert 2002; 3. Auflage St. Ingbert 2004
  • Marlen Dittmann: Skulptur und Plastik im öffentlichen Raum – überflüssige Möblierung? In: Mitteilungen 10, 2002, S. 18-31, S. 20
  • Elisabeth Thalhofer: Vergessenes Leid - die Frauenabteilung des Gestapo-Lagers Neue Bremm. In: Eckstein, Journal für Geschichte, Nr. 10, 2003, S. 30-41
  • Öffentliches Verzeichnis der Denkmäler im Saarland (Denkmalliste Saarland), Stand 14. Dezember 2004. In: Amtsblatt des Saarlandes vom 22. Dezember 2004, S. 2561
  • Oranna Dimmig: "dass es so der Zukunft erhalten bleibe..." Über das Lagergelände und die Gedenkstätte Neue Bremm in Saarbrücken, insbesondere ihre Veränderungen und die Neugestaltung nach der Idee 'Hotel der Erinnerung'. In: Mitteilungen 12, 2004, S. 14-25
  • Horst Bernard: "Trotz der Leiden.... Wir sind immer noch da!" Ehemalige Häftlinge des Gestapolagers Neue Bremm erinnern sich. – Malgré nos souffrances.... Nous sommes encore là! Témoinages d'anciens déportés au camp de la Gestapo à la Nouvelle Brême. Saarbrücken 2005
  • Burkhard Jellonnek: "Die Hölle von Saarbrücken". Geschichte des Gestapo-Lagers Neue Bremm an der deutsch-französischen Grenze. Saarbrücken 2008 (Schriftenreihe der Landeszentrale für politische Bildung des Saarlandes, 1)
  • Nils Ballhausen und Roland Poppensieker: Hotel der Erinnerung. Neugestaltung der Gedenkstätte Gestapolager Neue Bremm in Saarbrücken. In: Eva Dewes und Sandra Duhem (Hg.): Kulturelles Gedächtnis und interkulturelle Rezeption im europäischen Kontext. Berlin 2008, S. 205-214 (Vice Versa. Deutsch-Französische Kulturstudien, hg. von Manfred Schmeling für das Frankreichzentrum der Universität des Saarlandes, Band 1)
  • Béatrice Fleury und Jacques Walter: Le camp de la Neue Bremm: mémoire et médiation (1945-1947). In: Patricia Oster und Hans-Jürgen Lüsebrink (Hg.): Am Wendepunkt. Deutschland und Frankreich um 1945 - zur Dynamik eines 'transnationalen' kulturellen Feldes / Dynamiques d'un champ culturel 'transnational': L'Allemagne et la France vers 1945. Bielefeld 2008, S. 85-114 (Jahrbuch des Frankreichzentrums der Universität des Saarlandes, Band 7)
  • Janine Doerry, Alexandra Klei, Elisabeth Thalhofer und Karsten Wilke (Hg.): NS-Zwangslager in Westdeutschland, Frankreich und den Niederlanden. Geschichte und Erinnerung. Paderborn, München, Wien und Zürich 2008. Darin:
    - Elisabeth Thalhofer und Karsten Wilke: Nationalsozialistische Zwangslager in der Grenzregion: Natzweiler, Hinzert, Neue Bremm. S. 77-90
    - Janine Doerry und Alexandra Klei: Gedenkstätten in der Grenzregion: Hinzert, Natzweiler, Neue Bremm. S. 225-240
  • Jacques Walter: Les récits livresques de survivance sur le camp de la Neue Bremm - enjeux et orientations disciplinaires. In: Communication (online), 26/1, 2007, ins Netz gestellt am 24. September 2009 (URL: http://communication.revues.org/index871.html)

  • Elisabeth Thalhofer: Erweiterte Polizeigefängnisse im Reichsgebiet. In: Wolfgang Benz und Barbara Distel (Hg.): Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Band 9, Arbeitserziehungslager, Ghettos, Jugendschutzlager, Polizeihaftlager, Sonderlager, Zigeunerlager, Zwangsarbeiterlager. München 2009, S. 53-74, S. 62-74
  • Bastian Müller: Architektur der Nachkriegszeit im Saarland. Saarbrücken 2011 (Denkmalpflege im Saarland 4), S. 64-65
  • Oranna Dimmig: Stätten des Gedenkens an Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in öffentlichen Raum der Landeshauptstadt Saarbrücken, Bezirk Mitte. Saarbrücken 2011 (Kunstorte, hg. vom Institut für aktuelle Kunst im Saarland) 

Oranna Dimmig