Institut für aktuelle Kunst

Saarbrücken, Bezirk Halberg, Evangelische/protestantische Kirchen

Epoche: Mittelalter, 16. Jahrhundert, 17. Jahrhundert, 18. Jahrhundert, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert
Gattungen: Kunst im sakralen Raum, Architektur, Sakralbau, evangelische Kirche

Wiederaufbau, Restaurierung, Umbau, Erweiterung, Neubau, Architekten, Künstler


Evangelische Kirchen, Kirchenkreis Saar-West
Protestantische Kirchen, Evangelische Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche), Dekanat Zweibrücken

  • Saarbrücken, Halberg, Bischmisheim

    Evangelische Kirche
    1772 Neubau (1. Kirche)
    Architekt: Friedrich Joachim Stengel (Saarbrücken)
    schwere Schäden im Gefolge der Franz. Revolution
    1813 Schließung wegen Baufälligkeit
    1819 Plan für neue Kirche (als zu teuer abgelehnt)
    Architekt: Baumeister Johann Adam Knipper jun.
    1822 Abriss der Barockkirche
    1822-24 Neubau
    Architekt: Karl Friedrich Schinkel (Berlin)
    örtliche Bauleitung: Johann Adam Knipper jun. (Saarbrücken)
    Baumängel zeigten sich schon bald
    1965-68 Restaurierung/Umbau
    Architekt: Baurat Heinrich Otto Vogel (Trier)
    1986-88 Restaurierung
    Architekt: Christian Spindler
    2002 Restaurierung
    Architekt: Frank Huwig (Saarbrücken)
    Künstler: Kunstmaler Manfred Bleßmann (Berlin), Ausmalung gemäß der Farbenlehre des Klassizismus 1986-88, sich dabei an dem von Schinkel eigenhändig kolorierten Plan für die Nazareth-Kirche in Berlin-Wedding orientierend
    Literatur-Auswahl: Werner Franzen: Evangelischer Kirchenbau im Rheinland 1860-1914. Diss. Düsseldorf 2002
    Claudia Maas: Das Werk des Architekten Heinrich Otto Vogel - Neubau und Denkmalpflege unter dem Aspekt des "historischen Gedächtnisses". Diss. Saarbrücken 1993
    Kristine Marschall: Sakralbauwerke des Klassizismus und des Historismus im Saarland. Institut für Landeskunde im Saarland. Saarbrücken 2002
    Quelle: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Archiv, Bestand Saarbrücken, Schinkel-Kirche (Dossier K 479)
  • Saarbrücken, Halberg, Brebach-Fechingen, Brebach

    Alte Kirche bzw. Stumm-Kirche
    1880-82 Neubau
    Architekt: Ferdinand Schorbach (Hannover)
    Bauherr: Carl Ferdinand Freiherr von Stumm
    seit 1887 sakrale Nutzung durch die evangelische Kirchengemeinde Brebach
    1936 Schenkung an die evangelische Gemeinde durch die Gebrüder Braun von Stumm
    1945-48 Restaurierung
    1972-73 Profanierung und Verkauf an Philipp Huth
    Umnutzung u. a. als Schafstall und als Lagerhalle
    1996 Restaurierung (Dach), aber nicht vollendet
    1998 Umnutzungspläne (Musikhochschule, Saarländischer Rundfunk),
    2001 Restaurierung (Dach), allerdings umstritten (Landeskonservatoramt)
    Künstler: Grafiker und Kunstmaler Erich Buschle (Saarbrücken), 1 Rundfenster mit den 4 Evangelisten-Symbolen, 6 Halbkreisfenster, 7 Fenster mit den 12 Aposteln und Christus (heute im Gemeindezentrum)
    sakrale Kunst: Altarkreuz mit Korpus 1882, Kreuz aus dem Holz eines Zedernbaumes aus dem Garten Gethsemane (dieses Stück Holz hatte der Freiherr von Stumm von einer Palästina-Reise mitgebracht), Korpus in Sonderanfertigung auf der Halberger Hütte gegossen
    Mosaik über dem Seitenportal an der Nordseite, Christus flankiert von 2 Engeln zeigend
    Literatur-Auswahl: Joachim Conrad und Erwin Klampfer: Die Kirchen des Kirchenkreises Saarbrücken. Ein kurzer historischer Abriss. Festschrift zum 90. Geburtstag von Pfarrer i. R. Eduard Heinz. Saarbrücken 1983
    Werner Franzen: Evangelischer Kirchenbau im Rheinland 1860-1914. Diss. Düsseldorf 2002
    Günter Nieser: Brebach und Fechingen. Die Kirchen - Die Hütte und das Bauerndorf. Brebach-Fechingen 2010
    Kristine Marschall: Sakralbauwerke des Klassizismus und des Historismus im Saarland. Institut für Landeskunde im Saarland. Saarbrücken 2002
    Herbert Poppek: Evangelisches Gemeindezentrum Brebach. Glaubensbekenntnis in Bildern. Saarbrücken 2010
    Quelle: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Archiv, Bestand Saarbrücken, Stumm-Kirche (Dossier K 882)
  • Saarbrücken, Halberg, Brebach-Fechingen, Fechingen

    Pfarrkirche
    mögliche Erst-Datierungen für Neubau: 650 n. Chr., 1000 n. Chr., 1100 n. Chr., 12. Jh., Mitte des 13. Jh.
    1712 Neubau (Schiff)
    1779-81 Restaurierung/Erweiterung
    Architekt: Johann Jakob Lautemann (Saarbrücken)
    1883 Umbau (neue Decke)
    1924 Restaurierung
    1965 Fund eines Totenhauses aus dem 8. Jh., in der Gruft im Unterbau, die heute als Sakristei genutzt wird
    1966-67 Umbau (Altarraum)
    Literatur-Auswahl: Joachim Conrad und Erwin Klampfer: Die Kirchen des Kirchenkreises Saarbrücken. Ein kurzer historischer Abriss. Festschrift zum 90. Geburtstag von Pfarrer i. R. Eduard Heinz. Saarbrücken 1983
    Kristine Marschall: Sakralbauwerke des Klassizismus und des Historismus im Saarland. Institut für Landeskunde im Saarland. Saarbrücken 2002
    Quelle: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Archiv, Bestand Saarbrücken, evangelische Pfarrkirche Fechingen (Dossier K 819)

    Gemeindezentrum
    1972-73 Neubau
    Architekten: Albert Dietz und Bernhard Grothe (Saarbrücken)
    örtliche Bauleitung: Günther Gansen
    Künstler: Grafiker und Kunstmaler Erich Buschle (Saarbrücken), 1 Rundfenster mit den 4 Evangelisten-Symbolen, 6 Halbkreisfenster, 7 Fenster mit den 12 Aposteln und Christus, bis 1973 in der Stumm-Kirche, heute im Altarraum des Gemeindezentrums in Stahlrahmen mit Hintergrundbeleuchtung aufgehängt
    Literatur-Auswahl: Joachim Conrad und Erwin Klampfer: Die Kirchen des Kirchenkreises Saarbrücken. Ein kurzer historischer Abriss. Festschrift zum 90. Geburtstag von Pfarrer i. R. Eduard Heinz. Saarbrücken 1983
    Literatur-Auswahl: Günter Nieser: Brebach und Fechingen. Die Kirchen - Die Hütte und das Bauerndorf. Brebach-Fechingen 2010
    Herbert Poppek: Evangelisches Gemeindezentrum Brebach. Glaubensbekenntnis in Bildern. Saarbrücken 2010
    Quelle: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Archiv, Bestand Saarbrücken, evangelisches Gemeindezentrum Fechingen (Dossier K 491)
  • Saarbrücken, Halberg, Bübingen

    Pfarrkirche, zwischen 1666 und 1927 Simultankirche
    12. Jh. Neubau (Turm)
    14. Jh. Erweiterung (Sakristei)/Umbau (Kapelle zur Kirche mit kleinem Schiff und Chorturm)
    15. Jh. Erweiterung (Chorturmerhöhung)
    um 1700 Neubau (Schiff, Wiederverwendung des gotischen Portals aus dem 14. Jh.)
    zwischen 1700 u. 1725 erhielt die Kirche ihr heutiges Aussehen
    1727 Umbau (neue Kanzel)
    19. Jh. Umbau (Westempore)
    1939-45 profane Nutzung als Möbellager
    nach 1945 mehrmals Restaurierungen
    2000-01 Restaurierung (Dach), daher zeitweilig Schließung
    2004 Restaurierung (innen)
    Ausführung: Malermeister und Restaurator Thomas Stief (Bliesransbach)
    Künstler: Bildhauer Johannes Demuth, Kanzel 1727, Bübinger Sandstein
    sakrale Kunst: Sakramentsnische im Chor mit schönem schmiedeeisernem Gitter
    gotische Fenster im Chor
    gotisches Portal im Westen
    barockes Portal, Chorraum vom Schiff trennend
    Literatur-Auswahl: Joachim Conrad und Erwin Klampfer: Die Kirchen des Kirchenkreises Saarbrücken. Ein kurzer historischer Abriss. Festschrift zum 90. Geburtstag von Pfarrer i. R. Eduard Heinz. Saarbrücken 1983
    Quelle: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Archiv, Bestand Saarbrücken, evangelische Pfarrkirche Bübingen (Dossier K 820)
  • Saarbrücken, Halberg, Ensheim

    Pfarrkirche, zur Protestantischen Landeskirche der Pfalz zugehörig
    1869 Neubau
    Bauherren: Fabrikantenfamilie Adt (Papierfabrik)
    1872 Verkauf an die protestantische Gemeinde
    1896 Neubau (Turm), aber Einsturz des Turms kurz nach der Einweihung und erhebliche Beschädigung des Gebäudes
    1901 Restaurierung (Beschädigungen)/Neubau (Turm)/Erweiterung (Unterbau für den Turm nach Westen), in dieser Gestalt äußerlich in etwa bis heute
    spätere Erweiterungen (Betsaal, Schulsaal, Glöcknerwohnung)
    1967-69 Restaurierung
    1998 Umbau (Altarraum)
    sakrale Kunst: 3 Bronzetafeln, hinter dem Altar angebracht, die mittlere den Gekreuzigten zeigend, der die auf den beiden anderen Tafeln dargestellten Toten zum Leben ruft
    Literatur-Auswahl: Bernhard H. Bonkhoff: Die Kirchen im Saar-Pfalz-Kreis. Saarbrücken 1987
    Kristine Marschall: Sakralbauwerke des Klassizismus und des Historismus im Saarland. Institut für Landeskunde im Saarland. Saarbrücken 2002
    Quelle: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Archiv, Bestand Saarbrücken, protestantische Pfarrkirche Ensheim (Dossier K 684)
  • Saarbrücken, Halberg, Güdingen

    Pfarrkirche
    um 800 Kapelle an der Stelle der heutigen Kirche
    um 1350 Neubau (gotischer Glockenturm)
    1615 Neubau (Schiff)
    Architekt: Jost Hoer
    bis 1619 oder 1621 ist der kath. Hochaltar in Gebrauch
    seit 1694 Simultaneum bis 1896 (Loskauf)
    1778 Zerstörung durch Brand, bis dahin war die Kirche nach altem Brauch verortet: Altar zur aufgehenden Sonne zu
    1778-79 Neubau (barocker Saal)/Restaurierung (Kirchturm)
    Architekt: Johann Jakob Lautemann (Saarbrücken)
    2003-04 Restaurierung (denkmalgerechte Grundsanierung)
    Künstler: Architekt und Glasmaler György Lehoczky (Saarbrücken), Bleiglasfenster 1963-64
    sakrale Kunst: 4 gotische Gewölberippen in einer Ecke der Turmstube, die sich in einer kleinen Kreisscheibe mit achtblättriger Rose treffen
    Taufbecken aus Vogesen-Sandstein
    sehr alter hölzerner Opferstock, von Metallbeschlägen zusammengehalten
    Bleiglasfenster aus unterschiedlichen Epochen
    Literatur-Auswahl: Joachim Conrad und Erwin Klampfer: Die Kirchen des Kirchenkreises Saarbrücken. Ein kurzer historischer Abriss. Festschrift zum 90. Geburtstag von Pfarrer i. R. Eduard Heinz. Saarbrücken 1983
    György Lehoczky. 1901-1979. Saarbrücken 2010
    Quelle: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Archiv, Bestand Saarbrücken, evangelische Pfarrkirche Güdingen (Dossier K 822)

    Gemeindezentrum
    1969 Neubau
    Quelle: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Archiv, Bestand Saarbrücken, evangelisches Gemeindezentrum Güdingen (Dossier K 821)
  • Saarbrücken, Halberg, Schafbrücke

    Pfarrkirche
    1936 Planerstellung (kleines Gemeindehaus)
    Architekt: Rudolf Krüger (Saarbrücken)
    1937 Ablehnung des Bauvorhabens durch die Reichsregierung
    1951-53 Neubau (zweigeschossige Kirche mit Kirchturm)
    Architekt: Rudolf Krüger (Saarbrücken)
    1968-69 Restaurierung/Umbau (Innenraum mit Orgel, Anhebung des Parkettbodens)
    1984-85 Erweiterung (Gemeindezentrum)/Umbau (Kirchensaal, Schaffung vieler Räume für Gemeindeaktivitäten; 1 Fenster hinter dem Altar; Zugang jetzt vom Gemeindezentrum her)
    Künstler: Architekt und Glasmaler György Lehoczky (Saarbrücken), Buntglasfenster 1953, allesamt von ortsansässigen Familien gestiftet
    Literatur-Auswahl: György Lehoczky. 1901-1979. Saarbrücken 2010
    Quelle: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Archiv, Bestand Saarbrücken, evangelische Pfarrkirche Schafbrücke (Dossier K 406)

Redaktion: Josef Moritz