Institut für aktuelle Kunst

Gunter Demnig, Stolperstein für Johanna Süßkind, 2010. Foto: Studio Photo-Phant, Siersburg, 2010

Rehlingen-Siersburg, Demnig, Stolperstein, Süßkind, Johanna

Epoche: 21. Jahrhundert
Gattungen: Kunst im öffentlichen Raum
Werke: Denkmäler/Gedenkstätten, Stolpersteine

Gunter Demnig
1 Stolperstein
Beton, Messing, per Hand eingeschlagene Inschrift, 96 x 96 x 100 mm
Siersburg, Zum Campingplatz 17  

  • Stolperstein für Johanna Süßkind
    Initiative: Arbeitsgruppe Stolpersteine Rehlingen-Siersburg. Sprecher: Hanno Krisam und Martin Silvanus
    Verlegedatum: 9. März 2010
    Text der Inschrift:
    "Hier wohnte / Johanna Süsskind / Jg. 1880 / Deportiert 1942 / Richtung Osten / Izbica / Ermordet 1942"

Biografie:
Johanna Süsskind, geboren im Jahr 1880, musste am 1. September 1939 wie die meisten Bewohner von Siersburg den Ort verlassen, da er in der "Roten Zone", einem Gebietsstreifen entlang der Deutsch-Französischen Grenze, lag. Sie kam in das "Bergegebiet" Thüringen. Von dort konnte sie am 20. November 1940 nach Siersburg zurückkehren. Am 24. April 1942 wurde sie nach Izbica deportiert, einem im polnischen Distrikt Lublin gelegenen, als Durchgangslager benutzten Ort an der Bahnstrecke zu den Vernichtungslagern Belzec und Sobibór. Johanna Süsskind wurde im Rahmen der "Endlösung", der Ermordung der europäischen Juden, in Izbica ermordet.  

Bibliografie und Quellen

  • Informationen der Arbeitsgruppe Stolpersteine Rehlingen-Siersburg
  • Internetseite der Lothar-Kahn-Schule und des Aktionsbündnisses für Toleranz und Menschlichkeit Rehlingen-Siersburg: www.stolpersteine-rehlingen-siersburg.de
  • Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Objekt Nr. 4415

Redaktion: Oranna Dimmig