Institut für aktuelle Kunst

Leo Kornbrust, „Liebesthron“, Skulptur, 1979, gelber Sandstein, 4 x 2,30 x 2,20 m, Teil der „Straße des Friedens“, Am Bostalsee zwischen Neunkirchen/Nahe und Bosen. Foto: Monika von Boch
Leo Kornbrust, „Liebesthron“, Skulptur, 1979, gelber Sandstein, 4 x 2,30 x 2,20 m, Teil der „Straße des Friedens“, Am Bostalsee zwischen Neunkirchen/Nahe und Bosen. Foto: M. Wagner-Grill
Leo Kornbrust, „Liebesthron“, Skulptur, 1979, gelber Sandstein, 4 x 2,30 x 2,20 m, Teil der „Straße des Friedens“, Am Bostalsee zwischen Neunkirchen/Nahe und Bosen. Foto: Wikimedia Commons, EPei

Nohfelden-Bosen, Kornbrust, Skulptur

Künstler: Kornbrust, Leo
Epoche: 20. Jahrhundert
Gattungen: Kunst im öffentlichen Raum, Skulpturenstraße St. Wendel
Werke: Skulptur/Plastik

Leo Kornbrust
„Liebesthron“, Skulptur, 1979
gelber Sandstein, 4 x 2,30 x 2,20 m
Teil der „Straße des Friedens“
Am Bostalsee zwischen Neunkirchen/Nahe und Bosen

Leo Kornbrust äußert sich zu seinem Werk: „Meine beiden Arbeiten am Symposion wie an der Straße der Skulpturen sind innerhalb meiner Gesamtarbeit integriert, aber trotzdem Außenseiter. Sie gehören nicht zu meinem Hauptarbeitsthema Figur, mehr zu meinen Arbeiten Skulptur, Landschaft, urbaner Raum, Straßen, Plätze, wo Menschen sich drin bewegen. So ist auch der Thron mehr sekundärer Art. Kein Kunstwerk, sondern ein Thron. So wie ein Platz, der benutzt wird.“ Kornbrusts „Liebesthron“, den er „als ein zwischen Kunstwerk und sozialem Leben vermittelndes Objekt charakterisiert“, ist begehbar und bietet zwei Personen zum Sitzen Platz. Ähnlich wie beim „Steinthron“ auf dem Symposionsgelände ist auch hier ein Schriftzug eingemeißelt. In den Boden hat Kornbrust die Worte geschrieben: „Straße der / Skulpturen / 1979 / La voie de la / solidarité / humain en / souvenir de / la libération / hommage à / Otto Freundlich“. Sieben Stufen führen von einem eingemeißelten Handlauf begleitet hinauf zum etwa 70 cm breiten Thronsitz, der den Blick in die Landschaft nach allen Seiten offen lässt.

Biografie:
Leo Kornbrust, Holz- und Steinbildhauer, Zeichner
geboren 1929 in St. Wendel
1971 Initiator des ersten saarländischen Steinbildhauersymposions in St. Wendel
1978 Berufung auf den Lehrstuhl für Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München
1979 Initiator der Straße der Skulpturen im St. Wendeler Land
2004 Gründung des Vereins "Straße des Friedens – Straße der Skulpturen in Europa – Otto Freundlich Gesellschaft e. V.”
lebt in St. Wendel
Quelle: Jo Enzweiler (Hg.): Kunst im öffentlichen Raum im Saarland. Bd. 4 Landkreis St. Wendel 1945 bis 2012. Saarbrücken 2013
Rena Karaoulis: Die Straße der Skulpturen. Vom Bildhauersymposion St. Wendel zur Straße des Friedens in Europa. Saarbrücken 2005
Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Archiv, Dossier 547

Margarete Wagner-Grill