Institut für aktuelle Kunst

Sir Eduardo Luigi Paolozzi, "Akropolis", 1990/1993, Stahl, ca. 1,70 x 3,10 x 7,00 m. Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Carsten Clüsserath

Dillingen, Paolozzi, Plastik

Epoche: 20. Jahrhundert
Gattungen: Kunst im öffentlichen Raum

Sir Eduardo Luigi Paolozzi
"Akropolis", 1990/1993
Stahl, ca. 1,70 x 3,10 x 7,00 m
Dillingen, Saaraue, Fischweiher am Stadteingang, Konrad-Adenauer-Allee

1993 wurde die letzte der Stahlplastiken, die im Rahmen des 1990 durchgeführten "Internationalen Stahlsymposions" entworfen und gearbeitet worden waren, aufgestellt: die ursprünglich für eine Ausführung in Guss vorgesehene, dann aber aus geschnittenen und verschweißten Stahlplatten ausgeführte, begehbare Boden­plas­tik "Akropolis" des britischen Künstlers Sir Eduardo Luigi Paolozzi (1924-2005). Der Titel "Akropolis" spielt auf den ältesten Stadtteil Dillingens an, das in der Antike gegründete Pachten. Zusätzlich inspiriert von der durch Eisenhütten geprägten Industrielandschaft des Saarlandes, entschloss sich der Künstler, "eine 'Akropolis' zu entwerfen, deren Architektur ins Industriezeitalter übersetzt ist. So mischen sich Symbole der Antike mit mechanischen und elektronischen Fragmenten. Mein weiteres Anliegen ist, eine soziale Skulptur zu schaffen, die Kinder und Erwachsene besteigen können, die in Harmonie mit der Natur existiert, wo Regenwasser und Erde sich in Ritzen und Mulden sammeln, Gräser und Pflanzen zu wachsen beginnen und Vögel und andere Tiere angezogen werden." Sir Eduardo Luigi Paolozzi

Bibliografie

  • Stadt Dillingen/Saar (Hg.): Internationales Stahlsymposion 1990. Dillingen/Saar 1990, S.48-57
  • Lieselotte Kugler (Hg.): IndustrieKunstTouren. Saarbrücken 1996, S. 14
  • Kunstverein Dillingen im Alten Schloss, Dillingen/Saar (Hg.): Kunstführer Dillingen/Saar. Dillingen 1999, S. 38
  • Jo Enzweiler (Hg.): Kunst im öffentlichen Raum, Saarland. Band 3, Landkreis Saarlouis nach 1945. Aufsätze und Bestandsaufnahme. Saarbrücken 2009
  • Michaela Mazurkiewicz-Wonn: Kunstort Stahlkunststadt Dillingen/Saar. Hg. von Jo Enzweiler. Saarbrücken 2011, S. 27-29

Redaktion: Oranna Dimmig