Institut für aktuelle Kunst

Karl Prantl in Pöttsching. Foto: Lukas Dostal
Karl Prantls Atelier in Pöttsching. Foto: Lukas Dostal
Steine in Karl Prantls Atelier in Pöttsching. Foto: Lukas Dostal
Karl Prantl in Pöttsching. Foto: Monika Kellermann
Steine des Pöttschinger Feldes. Foto: Lukas Dostal
Stein zur Meditation, Engel, 1987-88, Serpentin-Tauerngrün, 220 x 410 x 45 cm, Pöttschinger Feld. Foto: Marlen Dittmann
Stein zur Meditation, 1987-88, Serpentin-Tauerngrün, 270 x 93 x 63 cm, Pöttschinger Feld. Foto: Lukas Dostal
Stein für Friedrich Cerha, 1984-87, Krastaler Marmor, <br>130 x 190 x 870 cm, Pöttschinger Feld. Foto: Lukas Dostal
Sieben Anrufungen, 1992, schwarzer Granit, 338 x 78 x 50 cm, Pöttschinger Feld. Foto: Lukas Dostal
Meditationsstein, 1992-99, roter russischer Granit, 80 x 372 x 100 cm, Pöttschinger Feld. Foto: Lukas Dostal
Meditationsstein, 1988-2006, Serpentin-Tauerngrün, 300 x 50 x 50 cm, Pötschinger Feld. Foto: Lukas Dostal
Stein zur Meditation, 1987, 280 x 180 x 110 cm, Steine an der Grenze, Merzig/Saar. Foto: Christine Kellermann
Stein zur Meditation, 1971, Basatlava, 96 x 464 x 130 cm, Symposionsgelände St. Wendel. Foto: Monika von Boch
Sieben Stelen, 1978, Basaltlava, Höhe 119-30 cm, Symposion Saarbrücken, St. Johanner Markt. Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland
Sieben Stelen, 1978, Basaltlava, Höhe 119-30 cm, Symposion Saarbrücken, St. Johanner Markt, Detail. Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland
Epitaph der Vergänglichkeit, 1985, Labrador, 160 x 120 x 210 cm, Symposion Larvik Norwegen. Foto: Archiv Karl Prantl
Kreuzweg der Kirche in Langholzfeld, 1967. Foto: Marlen Dittmann
Stein zur Meditation, 1987, Nürnberg. Foto: Annette Kradisch
Stein am Hauptmarkt in Nürnberg, 1971, schwarzer schwedischer Granit, 45 x 220 x 210 cm,Symposion Urbanum Nürnberg. Foto: Annette Kradisch
Kreuzweg, 1991, 14 graue Granitplatten, Umfeld der Evangelischen Stadtpfarrkirche St. Lorenz, Nürnberg. Foto: Annette Kradisch
Stein für Josef Matthias Hauer, 1963-65, Kalksandstein, 190 x 230 x 210 cm, Symposionshügel St. Margarethen. Foto: Archiv Karl Prantl

Prantl, Karl

Bildhauer
geboren 1923 in Pöttsching/Burgenland, Österreich
gestorben 2010 in Pöttsching/Burgenland, Österreich
Kategorien: Plastik, Kunst im öffentlichen Raum

Künstler und Werk

Karl Prantl, 1923 in Pöttsching im österreichischen Burgenland geboren, studierte, aus dem Krieg zurückgekehrt, von 1946 bis 1952 an der Wiener Akademie der Bildenden Künste Malerei bei Albert Paris Gütersloh, also nicht Bildhauerei. Dennoch begann Karl Prantl mit ersten plastischen Arbeiten schon 1950/51.

Es entstehen überlebensgroße Werke aus Lindenholz, auch eine Reihe kleinerer Arbeiten. Er schließt sich der Künstlergruppe „Der Kreis“ an, Studienaufenthalte in Rom und Griechenland folgen in den nächsten Jahren.

1958 erhält er von der burgenländischen Landesregierung den Auftrag zu einem 2,60 m hohen geometrisch geformten Grenzstein (260 x 220 x 80cm), der an der österreichisch-ungarischen Grenze bei Niebelsdorf aufgestellt wurde. Über die durchbrochenen Breitseiten bindet sich die Welt diesseits und jenseits der Grenze ein. Als Modell diente ihm ein bereits 1952 konzipierter Sandstein „Zeichen I“ (35 x 34 x 14 cm). Dies ist noch eine Besonderheit, denn alle späteren Werke schuf er direkt aus dem Stein, ohne vorherige Zeichnung oder Modell. Der Grenzstein entstand in der ganz besonderen Atmosphäre des uralten Römer-Steinbruchs St. Margarethen und Prantl entdeckte, dass die Arbeit in der freien Natur andere Bedingungen zu erfüllen habe als die im Atelier. „Es ist anders als in Museen: die Begegnung mit so einem Stein in der Landschaft zeigt anderes Erleben: man erlebt auch den Baum, das Gras, das Moos und die Wolken.“ (Hartmann 1988, S. 121)

In ihm reifte die Idee, auch anderen Bildhauern hier die Arbeit zu ermöglichen. So wurde er zum Initiator und spiritus rector der Bildhauersymposien, die sich bis heute weltweit verbreitet haben. Sie haben wesentlich zur Erneuerung der Steinbildhauerei beigetragen. 1959 kamen auf Einladung von Karl Prantl elf Bildhauer aus acht Ländern in den Steinbruch nach St. Margarethen, um dort während des Sommers zu arbeiten. Denn Prantl war es gelungen gemeinsam mit den Freunden, dem Bildhauer Heinrich Deutsch und dem Psychologen Dr. Friedrich Czagan, durch unermüdliche Überzeugungsgespräche bei Regierung und Verwaltung die Genehmigung zur Arbeit im Steinbruch zu erhalten und Sponsoren zu finden.

Bis 1976/77 schlossen sich jährliche Symposien an, die bis auf eine kurze Unterbrechungszeit alle unter seiner Organisation stattfanden. Die Bildhauer gründeten den Verein „Symposion Europäischer Bildhauer, St. Margarethen“, dem Karl Prantl lange Jahre und auch heute wieder vorsteht. So gilt seine Sorge immer noch dem riesigen Gelände, auf dem 57 Steine von Bildhauern aus aller Welt zu finden sind. „Die Steine sollen dort stehen bleiben, wo sie geschaffen wurden und für alle Menschen da sein,“ bestimmte Prantl.

Nicht mehr eingeengt durch Rituale, akademische Vorschriften, figürliche Bildvorstellungen, geprägt durch die Erfahrungen eines grauenhaften Krieges und der geistigen wie körperlichen Freiheitsberaubung entstand ein Zeichen für die schöpferische Kraft gemeinsamen Tuns, für die Aussöhnung und Verständigung der Völker mit Hilfe der Kunst. Und schließlich verbindet sich mit jedem einzelnen Stein auch die Biographie eines ganzen Menschenlebens, die mit Anteilnahme und Respekt zu behandeln ist. Die Idee der Freiheit wird konstitutiv für sein Schaffen. „An uns Bildhauer selber gedacht ist es so, dass wir durch die Erfahrungen von St. Margarethen, durch dieses Hinausgehen in den Freiraum – in den Steinbruch, auf die Wiesen – wieder frei wurden. Um dieses Freiwerden oder Freidenken in einem ganz weiten Sinn ging es. Für uns Bildhauer ist der Stein das Mittel, um zu diesem Freidenken zu kommen – zum Freiwerden von vielen Zwängen, Engen und Tabus.“ (Hartmann 1988, S. 121)

Es folgte in den nächsten Jahrzehnten die Teilnahme an Symposien, in Amerika, Japan, in der Wüste Negev oder Indien, immer wieder in St. Margarethen und vielen anderen Orten in Österreich und Deutschland. Ich verweise nur auf seine Teilnahme an den hiesigen Symposien in Merzig und St. Wendel. In seinem Lebenswerk nehmen sie einen herausragenden Stellenwert ein, zeitweise stellten sie wohl auch dessen Mittelpunkt dar. Jedenfalls folgte er dem Ruf auf eine Professur in München nicht, um sich auch weiterhin ungestört den Symposien widmen zu können.

Darunter waren auch solche, die neben der gestalterisch-künstlerischen Dimension ganz eindeutig auch eine politische oder eine religiöse einnehmen. Etwa das nach der Errichtung der Berliner Mauer spontan ins Leben gerufenes Symposion, „um damit dem trennenden Wall der Gewalt die verbindende humane Botschaft der Bildhauer entgegenzusetzen, die unweit der Mauer auf dem Platz der Republik arbeiteten und dort ihre Steine errichteten.“ Prantl schuf eine Stele zur Anrufung. Die raue, wellige Oberfläche des Kalksteines zeigt an den Seitenflächen die sichtbaren Spuren des Herausbrechens, eine schmerzhafte Wunde, wie sie auch der Stadt Berlin zugefügt wurde? Doch durch drei zylindrische Öffnungen dringt wie ein Wunsch nach Erleuchtung das helle Außenlicht in das dunkle Innere des Steines.

Auf dem Symposionsgelände im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen steht ein mehr als sechs Meter hoher, überschlanker Granit zur Meditation. Drei Reihen unterschiedlich großer hügeliger Erhebungen steigen dicht gedrängt nebeneinander nach oben und verbinden sich hier mit dem Firmament. Seit dem Symposium Urbanum in Nürnberg 1971 beschäftigte sich Prantl mit den Steinen der „Großen Aufmarschstraße“ auf dem Reichsparteitagsgelände. Prantl sah in den Steinen Zeugnisse menschlicher Arbeit, menschlichen Leidens und Schicksals. Er bemerkte die Spuren des Gebrauchs und entdeckte unter der so gleichartig scheinenden grauen Oberfläche die Schönheit und Qualität der Steine. Zwanzig Jahre später fügte er vierzehn dieser quadratischen Steine mit einer Kantenlänge von 120 cm zu einem Kreuzweg zusammen, der in den Boden neben der St. Lorenz Kirche eingelassen wurde.

Mehrfach erhielt Prantl Aufträge zur Ausgestaltung von Kirchen, vielleicht dem öffentlichsten und gleichzeitig behütetsten Raum überhaupt. 1967 schafft er für die Pfarrkirche in Wernstein den Altar, Tabernakel, Taufstein und das Grab Alfred Kubins, 1994 einen Steinaltar für die Leechkirche in Graz. Für die Heiligkreuzkirche in Langholzfeld bei Linz erarbeitet er Altar, Tabernakel, Ambo, Taufstein und einen Kreuzweg aus vierzehn in den Boden eingelassenen Steinplatten. Den Kreuzweg in der Kirche in Sargenzell lässt er ebenfalls in den Boden ein und betont so den Wegcharakter, nicht die einzelnen Stationen. Und wenn er in Bentheim am Kloster Frenswegen  die Platten zu einem 33 m langen Weg zusammenfügt, den ein Lindenhain begleitet, sieht er die einzelnen Steine nicht nur als Stationen auf dem Leidensweg eines Menschen. Sie weisen hinaus in die Weite des Landschafts- und Naturraumes und gehen ein in die Ewigkeit. So liegt auch im Landschaftsgarten der Sammlung Lenz Schönberg in Tirol seit den 1980er Jahren ein Kreuzweg.

Auch unabhängig von Symposien oder kirchlichen Auftraggebern schuf Prantl viele große Werke. Nur wenige seien genannt. Ein langer liegender Marmorblock begleitet einen Wiener Straßenzug vor der Universität. Die Reihen hügeliger Wölbungen an den Seitenkanten und in der Mitte der Seitenflächen erzeugen, analog zum Verkehrsfluss, auch im perspektivischen Kleinerwerden die Wirkung einer ständigen Bewegung. Ein fast quadratischer Block aus rotem russischen Granit liegt als einladender Tisch unter Bäumen auf dem Campusgelände in Gießen. Seine Oberfläche zeigt ein Relief aus sorgfältig modellierten Rechtecken, die perspektivisch in alle Richtungen verschwinden. Ein strenger Block, ein allseits quadratischer Quader mit abgerundeten Kanten aus Norwegischem Labrador steht im Skulpturengarten der Stadt Nürnberg. Die glänzend polierte Oberfläche schimmert wie ein polierter Edelstein, verleiht dem Stein eine fast schwebende Leichtigkeit. Seine Körnung, seine Adern rufen ein vielfältiges Muster hervor, die Farbe schwankt zwischen Blaugrün und Bläulichweiß. Die „Augen“ im Stein, sein Unzerstörbares, wie Prantl sagt, blicken den Betrachter an, fordern ihn auf, sich in den Stein zu vertiefen, ihn wie eine Landschaft zu empfinden, die mit der großzügigen Weite des Gartens, mit dem Baum, dem Gras und der Architektur des Stadtgrabens harmoniert.

Seit 1978 bewohnt Karl Prantl das elterliche Haus in Pöttsching im österreichischen Burgenland. Einige Straßen davon entfernt baute er sich auf einem familieneigenen Acker sein Atelier und auf dem langgezogenen Feld dahinter versammelt er seit 1986 seine Steine. Das „Pöttschinger Feld“ ist  Prantls ganz persönlicher Skulpturengarten, in dem er lebt und arbeitet, seine Steine immer wieder von neuem beobachtet und wahrnimmt, sich an ihnen erwärmt, ihre Kälte spürt, seinen täglichen Dialog mit ihnen führt und den er natürlich auch Besuchern öffnet. „Wir haben ein langes Feld, und da sind die Steine, die Kirschbäume. Das ist unser Arbeitsplatz. Ein paar Steine stehen fest, die werden dort Wurzeln schlagen, hoffentlich. Aber es gibt ja keine Endgültigkeit in diesen Dingen. Und da gehen wir spazieren – manchmal in der Früh, bei Sonnenaufgang, oder abends, und die Besucher natürlich auch – und erleben die Steine mit dem Wachstum, mit all dem, was die Bauern für uns tun. Die Landschaft ändert sich ja mit der Temperatur, die schaut im Frühjahr hellgrün aus, dann wird`s gelb, jetzt ist sie braun, dann ist nur das Geäst da." (Prantl, Interview 7, 1999, S. 11)

Prantl hat diesen, seinen Streifen Land, der sich ein paar hundert Meter in der Tiefe erstreckt, mit einer Baumallee bepflanzt, mit einer Hecke abgegrenzt, hat Nadelhölzer und Büsche, Kirsch- und Nussbäume gesetzt und so auch je eigene Orte für seine Steine geschaffen, obwohl sie nicht bewusst inszeniert aufgestellt wurden. Sie treten ein in einen Dialog mit den Feldern, den Bäumen, den Wolken, der Wind streicht über sie hinweg, das Licht umspielt sie. Hier findet Prantl seine Vergleichsbeispiele, um seine Vorgehensweise dem Unkundigen zu erklären. Wie eine Nuss im Laufe eines Sommers heranreift, dann geöffnet, aufgebrochen werden muss, um den Kern zu entdecken, so legt auch er behutsam seine Steine frei, um ihr Inneres, das in Jahrtausenden gewachsen ist, zu zeigen.

Kein Werk ist wie das andere, auch wenn Prantl bestimmte Themen und Typen häufiger variiert. „Zeichen“, „Kreuzweg“, viele seiner Steine nennt er „Anrufungen“, andere „Meditationen“, jeder einzelne ist dennoch einzigartig. Die Vielfalt, der Reichtum und die Schönheit seiner Steine erwächst aus dem Staunen und der Demut vor der Unbegreifbarkeit der Schöpfung, beruht auf dem Ernstnehmen des Steines, seiner Eigenarten, seiner Struktur und seiner Farben. Prantl verweist im Gespräch immer wieder darauf: der Stein ist uralt. Er kommt in der Schöpfungsgeschichte zuerst, dann der Baum und erst danach das Tier und zum Schluss der Mensch, der aber als erster die Welt wieder verlassen muss. So ist für Prantl der Stein ein lebendiges Wesen, das aus der Erde geboren, in fernen Zeiten einmal wieder zu Staub zerfallen wird. Sein Inneres entstand aus Ablagerungen, Sinterungen, aus Druck- und Verschmelzungsprozessen. Die Sprache, das innere Leben  des Steines, seine Zusammensetzung, Farben, Einschlüsse, Adern, Verwerfungen hört und entdeckt der Steinbildhauer Prantl beim geduldigen Anschauen und Befühlen, Tasten, Streicheln,  um sie dann  durch die behutsame Bearbeitung sichtbar für sich und andere zu machen. Es gibt stereometrisch geformte Steine – aufragend, stehend, liegend – Ringe, Kugeln, Scheiben und es gibt die in sich geschlossenen Blöcke, die keinem kubischen Diktat unterworfen sind.

Bei vielen Steinen sind die Spuren des Bruchs bewahrt, bei anderen die Oberflächen so lange geschliffen und poliert, bis sie wie eine Haut den Stein umhüllen und die Farben des Steines erstrahlen können, das Blaugrau des Labradors, das Rot, Blau oder Schwarz eines Granit, das Grün eines Serpentin, das Weiß eines Marmors. Adern, Einschlüsse, Augen werden durch den Schleifprozess sichtbar. Zylindrische Öffnungen weisen in das dunkle Innere.  Prantl zeichnet die Bewegungen des Steines, seine Schwellungen und Einbuchtungen behutsam nach. Mulden, Höcker, Rillen und immer wieder die Reihen hügeliger Erhebungen – Perlenketten gleich, häufig auch als Rosenkranz angesprochen, - gliedern die Steine, rhythmisieren sie, akzentuieren bestimmte Partien, schmücken sie. In seinen Werken verbindet sich schließlich auch das innere Leben des Steines mit der Leiberfahrung des Menschen. Sie fließt ein im Aufragen von Vertikalen, in der  Ausbreitung von Horizontalen, im Sich-Öffnen von Konkavem.

Seinen ersten Symposions-Stein 1959 in St. Margarethen meißelt Prantl aus  Kalksandstein „Fünf Anrufungen“, einen 330 cm hohen, nach oben leicht sich verjüngenden aufragenden Block mit fünf übereinander aufsteigenden großen zylindrischen Öffnungen in seiner Mitte, die sich dem Betrachter in wachsender Untersicht darbieten. Auf andere Weise, im aufregenden Erleben einer wechselnden Zusammenschau, öffnet sich dem Betrachter der streng geschlossene schlanke, hoch aufragende Meditationsstein von 1985 -91 aus grautonigem Norwegischem Labrador, an den Kanten sanft gerundet. Die Seitenflächen sind streng geschlossen, aus Vor- und Rückseite jedoch, wenn man sie überhaupt so bezeichnen kann, wölben sich die senkrechten Ketten von zweiundzwanzig Halbkugeln hervor. Sie werfen im wechselnden Licht ihre Schatten auf die, einer spiegelnden Wasserfläche ähnlich, glänzend polierte Steinhaut und vollenden sich zu Kugeln. Versenkt sich der Betrachter, schaut er in die glitzernden Augen des Steines wie in die Weite eines Sternenfirmaments.

Prantls Steine sind nie beliebig. Sie regen zum Schauen und Denken an, „Meditation“, der von Prantl für seine Steine am liebsten, in den letzten Werken ausschließlich  gebrauchte Begriff, meint sich gegenseitig förderndes und steigerndes Denken und Schauen. Ich sagte es schon, Prantls Steine entstehen aus dem Staunen und der Demut vor der Schönheit und Fülle der Natur. Sie lassen den Betrachter teilhaben an diesem Staunen. Dichter haben es in Worte gefasst, Friederike Mayröcker schrieb: „Aus einem Stein entsprungen, aus einem Verwandschaftshimmel“, Musiker in Töne umgesetzt. Friedrich Cerha widmet ihm sein Orchesterstück „Monumentum“ und komponiert „Ein Stück für K“.

Prantl wurde mehrfach durch Preise geehrt. Schon 1968 erhielt er den Bildhauerpreis der Stadt Wien, der österreichische Biennale Pavillon Venedig 1986 zeigte ausschließlich sein Werk. Er ist Mitglied der Wiener und der Münchner Akademie der Künste. Sein Werk wurde und wird in Galerien und Museen auf der ganzen Welt gezeigt. Sie standen im Schlosspark Ambras oder im Yorkshire Sculpture Park, versammeln sich in großen Privatsammlungen. Karl Prantl erzählt  von einem Text, den er bei Ingeborg Bachmann gefunden habe. Er ist für ihn so etwas wie sein Glaubensbekenntnis: Ingeborg Bachmann spricht darin von drei erhaltenen Stein-Botschaften, einem rotem, einem blauen und einem weißen Stein. Der erste, der rote Stein fordere auf, staunend zu leben; der zweite, blaue Stein, staunend zu schreiben, oder, in Prantls Fall, staunend zu bildhauern. In dieser Phase befände er sich zur Zeit noch bevor ihn die dritte Botschaft erreichen werde, der weiße Stein: staunend hinüberzugehen. Aber dass wird noch lange nicht sein.

Marlen Dittmann 

Rede anlässlich der Verleihung des Sparda-Bank-Preises für besondere Leistungen der Kunst im öffentlichen Raum im Kurfürstlichen Schloss Mainz am 3. Mai 2007

Biografie

  • 1923
    geboren in Pöttsching, ­Burgenland, Österreich
  • 1946-52
    Studium an der Akademie der Bildenden Künste, Wien in der Klasse von Albert Paris Gütersloh, Diplom der Malerei
  • 1950
    Werkstatt im elterlichen Haus, erste Skulpturen entstehen
  • 1953
    Übersiedlung nach Wien
  • 1954
    Mitglied der Künstlergruppe "Der Kreis"
  • 1956
    sechsmonatiger Studienaufenthalt in Rom (Stipendium des Österreichischen Ministeriums für Unterricht und Kunst), Reise nach Griechenland
  • 1957
    Heirat mit der Malerin Uta Peyrer
  • 1958
    Geburt der Tochter Katharina
  • Atelier in einem unter dem Viadukt der Wiener Stadtbahn gelegenen Gewölbe am Donaukanal, dort entstehen kleine Gipsmodelle, die später in Bronze gegossen werden
  • 1959
    Auftrag der burgen­ländischen Landesregierung für einen Grenzstein.
  • Die Arbeit im Steinbruch lässt Prantl die Erfahrung machen, dass die Bildhauerei in freier Landschaft von ­anderen Ge­gebenheiten und Ein­flüssen bestimmt wird als die Arbeit in der Enge und Abgeschlossenheit des ­Ateliers. In ihm reift der Wunsch, an dieser Erfahrung auch andere Bildhauer teilhaben zu lassen. Prantl veranstaltet mit Dr. Friedrich Czagan und Heinrich Deutsch in St. Margarethen das "I. Symposion Europäischer Bildhauer". Während dreier Monate ­arbeiten 11 Bildhauer aus 8 Ländern gemeinsam im Steinbruch in St. Margarethen. Die an den Symposien mit­wirkenden Bildhauer tragen den Symposionsgedanken ­weiter und organisieren ab 1961 Bildhauertreffen in ihren Herkunftsländern in West- und Osteuropa, ­später auch in Amerika und Asien
  • 1960
    Geburt des Sohnes Sebastian
  • 1962
    Deutscher Kritikerpreis (Sparte Bildende Kunst), zugesprochen der Gruppe "symposion" mit besonderer Würdigung der Leistungen von Karl Prantl als Initiator des Symposionsgedankens
  • 1965
    Bezug eines Ateliers in einem ehemaligen Gebäude der Weltaus­stellung von 1873 im Wiener Prater; Bruch mit Czagan und Neuorganisation der Symposien mit Hilfe von Christa Hauer-Fruhmann, Besitzerin der Galerie Griechenbeisl in Wien
  • 1967
    erste Reise in die USA
  • zwei Aufträge zur Ausgestaltung von Kirchen: Heiligkreuzkirche Langholzfeld, Linz (Altar, Tabernakel, Ambo, Taufstein, Kreuzweg) und Pfarrkirche Wernstein (Altar, Tabernakelstele, Taufstein, Grab Alfred Kubin)
  • 1968
    Preis der Stadt Wien für Bildhauerei
  • 1970
    tritt er aus Resignation über die ausbleibende Unterstützung durch die Behörden als Obmann des Vereins »Symposion Europäischer Bildhauer St. Margarethen« zurück
  • 1972
    Osterreise der St. Margarethener Bildhauer nach ­Tirgu Jiu (Rumänien) zu Brancusis »Tisch des ­Schweigens«. Die Generalversammlung ist Anstoß, den Symposiongedanken neu zu überdenken. ­Entwicklung der Idee (als eine mögliche Aufgabe künftiger Symposien), gemeinschaftlich bei der Neu­gestaltung des St. Stephans-Platzes in Wien mitzuwirken: Die teilnehmenden Künstler würden alte Grabplatten aus dem Lager der Gemeinde Wien behauen und bearbeiten, die dann nach ­einer bestimmten Konzeption auf dem Platz rings um den Dom in den Boden ein­gelassen würden. Der Plan scheitert am Widerstand der zuständigen Behörden
  • 1973
    im Auftrag der Lannan Foundation, Palm Beach, USA entstehen die Steine für Nikolaus Kopernikus
  • 1974
    Teilnahme an der "8th National/ International Conference" in ­Lawrence, Kansas, auf Ein­ladung der University of Kansas
  • 1977/78
    Aufenthalt in New York und New Mexico
  • 1978
    Über­siedlung nach Pöttsching
  • 1979
    Stein für den Meditiationsraum des "internationalen Zentrums" (UN0-City), Wien
  • Austritt aus dem Verein "Symposion Europäischer Bildhauer St. Margarethen"
  • 1980
    Sechswöchiger Aufenthalt in Patiala (Indien)
  • Reise in die USA,Teilnahme an der Ausstellung "sculpture 11" im Rahmen der "11th International Sculpture Conference" in Washington
  • 1981/85
    Während der Sommermonate Arbeit am Stein in Richisau-Glarus, Schweiz, Stiftung Kamm Zug
  • 1984-91
    Große Skulpturen in der Landschaft, Sammlung Lenz Schönberg, Tirol, Österreich
  • ab 1986
    Sammlung und Aufstellung der großen Skulpturen auf dem Pöttschinger Feld
  • 1988
    Friedrich Cerha widmet Karl Prantl das Orchesterstück "Monumentum" (Uraufführung Salzburger Festspiele 1989)
  • 1989
    Karl Prantl tritt wieder in den Verein "Symposion Europäischer ­Bildhauer St. Margarethen" ein.
  • Friederike Mayröcker schreibt die Dichtung "Aus einem Stein entsprungen, aus einem Verwandtschaftshimmel" zu Karl Prantls Arbeiten in Stein im Auftrag der Erker-Galerie, St. Gallen
  • 1990
    Bau des Atelierhauses am ­Pöttschinger Feld, Architekt: Ernst Hiesmayr
  • 1991
    Der Nürnberger Kreuzweg (1971-1991)
  • 1993
    Friedrich Cerha komponiert im Auftrag vom Tanzatelier Sebastian Prantl "Ein Stück für K"
  • 1994
    Steinaltar für die Leechkirche in Graz, Österreich
  • 1995
    Der Nürnberger Kreuzweg findet seinen endgültigen Stand­ort an der Lorenz-Kirche in Nürnberg
  • 2002
    Neuaufstellung des Grenzsteins am Mitterberg bei Pöttsching
  • 2003
    Film »Die Steinspur« von Robert Neumüller
  • 2006/07
    Sparda-Bank-Preis für besondere Leistungen der Kunst im öffentlichen Raum
  • 2008
    Großer Österreichischer Staatspreis
  • 2010
    gestorben in Pöttsching, Burgenland, Österreich

Symposien

  • 1959
    St. Margarethen, Burgenland
  • 1960
    St. Margarethen, Burgenland
  • 1961
    Kirchheim bei Würzburg; Kapfenberg, Steiermark: Stahl-Symposion
  • 1961/62
    Symposion in Berlin, das nach der Errichtung der Berliner Mauer (13. August 1961) spontan ins Leben gerufen worden war, um dem trennenden Wall der Gewalt die verbindende humane Botschaft der Bildhauer entgegenzusetzen, die unweit der Mauer, auf dem Platz der Republik, arbeiten und dort ihre Stein-Male errichten
  • 1962
    Mitspe Ramon, Wüste Negev, Israel: »Form in Space«
  • 1963
    St. Margarethen, Burgenland
  • 1964
    St. Margarethen, Burgenland
  • 1965
    Visné Ruzbachy, CSSR
  • 1966
    St. Margarethen, Burgenland
  • 1967
    Krastal, Kärnten
  • 1968
    Klagenfurt, Europapark
  • Proctor, Vermont, USA
  • 1969
    Oggelshausen am Federsee, Bad Buchau
  • St. Margarethen, Burgenland
  • 1969/70
    Osaka, Japan: Stahl-Symposion "International Sculptors’ Symposion for Public Space"
  • 1970
    Mauthausen
  • 1971
    New York
  • Nürnberg: "Symposion Urbanum"
  • 1971/72
    Internationales Steinbildhauer-Symposion, St. Wendel
  • 1972
    Rom, Tivoli: "Exerzitium Rom 1972"
  • St. Margarethen, Burgenland: Projekt "Gestaltung St. Stephans-Platz Wien"
  • Neumarkt: "Ambiente Friedhof"
  • Gorinchem, Niederlande: Gemischtes Symposion (Stein, Stahl, Kunststoff etc.)
  • 1975/76
    Perchtoldsdorf bei Wien
  • 1978
    Saarbrücken: Projekt "Gestaltung von Funktions-Steinen als ­Skulpturen in der Stadtlandschaft"
  • 1979
    Bentheim: "I. Internationales Bildhauer Symposion Bentheimer Sandstein ‘79"
  • 1980
    Patiala, Indien: Symposion (Stahl, Messing, Stein, ­Ziegel, Beton)
  • 1982
    Nordhorn, Kloster Frenswegen
  • 1985
    Larvik, Norwegen
  • 1986
    Sommerakademie Salzburg, Symposion am Untersberg
  • 1987
    Büdingen-Wellingen »Steine an der Grenze«
  • 1991
    Insel Shodoshima, Japan
  • 1994
    Larvik, Norwegen

Einzelausstellungen

  • 1955
    Neue Galerie der Stadt Linz, Linz
  • Wolfgang Gurlitt-Museum
  • 1960
    Galerie im Griechenbeisl, Wien
  • Galerie Junge Generation, Wien
  • 1961
    Galeria Sztuki Nowoczesnej „Krzywe Kolo“, Warschau
  • Galerie Clasing, Münster
  • Kunstsalon Otto Fischer, Bielefeld
  • Galerie Wulfengasse, Klagenfurt
  • 1962
    New Vision ­Centre Gallery, London
  • Galerie Wulfengasse, Klagenfurt
  • Galerie DuMont, Köln
  • 1965-66
    Galerie im Griechenbeisl, Wien
  • 1967
    Staempfli Gallery, New York
  • Studio UND, München
  • 1969
    Galleria Milano, Mailand
  • Galerie am Markt, Salzburg
  • 1970
    Galerie im Taxis-Palais, Innsbruck
  • Galerie M. Lauter, Mannheim
  • 1971
    Aarauer Kunsthaus, Aarau
  • Galerie Zähringer, Bern
  • Künstlerhaus, Wien
  • Galerie Schöttle, München
  • 1972
    Galerie Krinzinger, Bregenz
  • Galerie Krinzinger, Innsbruck
  • Atelierausstellung Wien
  • Galerie TAO, Wien
  • Österreichisches Kunstzentrum, Wien
  • 1973
    Galerie Annemarie Verna, Zürich
  • 1974
    Galerie Defet, Nürnberg
  • Galerie Schöttle, München
  • 1976
    Modern Art Galerie, Wien
  • Erker-Galerie, St. Gallen
  • Galerie Zell am See
  • 1977
    Galerie Suzanne Fischer, Baden-Baden
  • Galerie Elke Dröscher, Hamburg
  • Galerie Albertstraße, Graz
  • 1978
    Staempfli Gallery, New York
  • Samuel Stein Fine Arts, Chicago
  • Württembergischer Kunstverein, Stuttgart
  • Galleria Stendhal, Mailand
  • 1979
    Galerie Defet, Nürnberg
  • Galerie Dr. Luise Krohn, Badenweiler
  • Galerie Heike Curtze, Düsseldorf
  • Galerie G. Ulysses, Wien
  • 1980
    Kunsthalle Kiel
  • 1981
    Frankfurt Kunstverein
  • 1982
    Museum des 20. Jahrhunderts, Wien
  • Schweizer Garten
  • Neue Galerie, Linz
  • 1983
    Kunsthalle Hamburg
  • Galerie Heike Curtze, Düsseldorf
  • Galerie Zell am See
  • 1984
    Galerie Suzanne Fischer, Baden-Baden
  • Erker-Galerie, St. Gallen
  • 1985
    Galleria UXA, Novara
  • 1986
    Galerie Hummel, Wien
  • Galerie Heike Curtze, Wien
  • Biennale Venedig; Rupertinum, Salzburg
  • 1987
    Lippische Gesellschaft für Kunst, Detmold
  • Galerie Defet, Nürnberg
  • Galerie Tschudi, Glarus
  • Galerie Heike Curtze, Wien
  • 1988
    Galerie Elke Dröscher, Hamburg
  • Galerie Braunbehrens, München
  • Galerie Zell am See
  • 1989
    Erker-Galerie, St. Gallen
  • 1990
    Galerie Ganserhaus, Wasserburg am Inn
  • 1991
    Kunsthalle Schaan, Nürnberg
  • Galerie am Lindenplatz, Liechtenstein
  • Galerie Stadtpark, Krems, Niederösterreich
  • Galerie Academia, Salzburg
  • 1992
    Galerie Zell am See
  • Mausoleum, Graz
  • 1993
    Oberösterreichischer Kunstverein, Linz
  • 1994
    Galerie Biedermann, München
  • Kunstverein ­Holbeinhaus, Augsburg
  • Galleria UXA, Novara
  • Yorkshire Sculpture Park, ­England
  • 1995
    Städtische ­Galerie, Lienz/Osttirol
  • Galerie Elisabeth und Klaus Thoman, Innsbruck
  • Burgenländische Landesgalerie, Eisenstadt
  • Schloßpark Ambras, Innsbruck
  • 1996
    Erker-Galerie, St. Gallen
  • Academia Galerie, Salzburg
  • 1997
    Galerie Karsten Greve, Köln
  • 1998
    Galerie Karsten Greve, Paris
  • Galerie St. Johann, Saarbrücken
  • 1999
    Galerie Elisabeth und Klaus Thoman, Innsbruck
  • 2001
    Tschechisches Museum, Prag
  • 2002
    Städtische Galerie, Bratislava
  • Galerie am Lindenplatz, Vaduz
  • 2003
    Galerie Defet, Nürnberg
  • Galerie Ulysses, Wien
  • Erker Galerie, St. Gallen
  • 2004
    Museum Morandi, Bologna
  • 2006
    Tschechisches Museum, Prag
  • Galerie St. Johann, Saarbrücken
  • 2007
    Laboratorium, Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Saarlouis
  • Spardabank Südwest eG, Mainz
  • Galerie Frey, Wien
  • Galerie Elisabeth und Klaus Thoman, Innsbruck
  • 2008
    "Karl Prantl. Stein und Leben" museale 08, Landesmuseum Mainz
  • "Die Skulpturen Karl Prantls", Galerie Ulysses, Wien
  • 2013
    "Karl Prantl -Family and Friends", Danubiana Meulensteen Art Museum, Bratislava
  • 2014
    "Karl Prantl - die Sprache der Steine", Albertina, Wien

Ausstellungsbeteiligungen

  • 1953
    Burgenländischer Künstlerbund, Schloss Esterházy, Eisenstadt
  • Formen und Wege, Wiener Konzerthaus, Wien
  • 1954
    Burgenländischer Künstlerbund, Orangerie im Schloßpark, Eisenstadt
  • 1955
    Mostra Austriaca di Scultura Contemporanae, Österreichisches Kulturinstitut, Rom
  • 1956
    Malerei, Grafik, Plastik der letzten fünf Jahre aus Österreich, Querschnitt 1956, Wiener Secession, Wien
  • 1957
    4e Biennale voor Beeldhouwkunst, Middelheimpark, Antwerpen
  • Art d'aujourd'hui en Autriche, Galerie Arnaud, Paris
  • 1959
    "Der Kreis", Kunstverlag Wolfrum, Wien
  • "Der Kreis", Künstlerhaus, Wien
  • Form und Farbe, Neue Malerei und Plastik in Österreich, Neue Galerie der Stadt Linz/Wolfgang-Gurlitt-Museum, Linz
  • 1960
    Austrian painting and sculpture 1900 to 1960, Arts Council Gallery, London
  • 1961
    2e Exposition Internationale de Sculpture Comtemporaine, Musée Rodin, Paris
  • Art Autrichien du 20e Siècle, Palais des Beaux-Arts de Bruxelles, Brüssel
  • Sodobni avstrijski umetniki, Moderna Galerija, Ljubljana
  • Suvremeni Austrijski Umjetnici, Umjetnicki Paviljon, Zagreb
  • 40 Jahre Kunstförderung im Burgenland, Bundesrealgymnasium, Eisenstadt
  • 1962
    Symposion Europäischer Bildhauer - Kleinplastiken, Galerie in den Hilton-Kolonaden, Berlin
  • Symposion Europäischer Bildhauer - Kleinplastiken, Galerie Walter Schüler, Berlin
  • 1963
    Trigon 63, Malerei und Plastik der Gegenwart aus Italien, Jugoslawien, Österreich, Burggarten, Graz
  • Grafika z kregu Wiedénskiej "Secesji"/Grafik aus dem Kreis der Wiener Secession, Galerie Zacheta, Warschau
  • Deuxième Salon de Marcoussis: "Les artistes dans la cité actuelle", Marie, Marcoussis, Frankreich
  • 1964
    Baumann, Hartlauer, Prantl, Reischke, Galeria Haut Pavé, Paris
  • 1965
    Hans Bischoffshausen, Fritz Hartlauer, Karl Prantl, Erwin Thorn, Forum Stadtpark, Graz
  • Herbert Baumann, Rolf Jörres, Karl Prantl, Erich Reischke, Galerie Wilm Falazik, Bochum
  • Trigon 65, Italien, Jugoslawien, Österreich, Burggarten, Graz
  • Fédération Internationale des Symposia des Sculpteures, Galerie Siegmunds Hof, Berlin
  • Umjetnost Gradisca (Burgenlanda), Moderna Galerija JAZU, Zagreb
  • 1966
    Symposion Europäischer Bildhauer - Kleinplastiken, Galerie im Griechenbeisl, Wien
  • 1967
    Bernard Aubertin, Hans Bischoffshausen, Karl Prantl, J. J. Schoonhoven, Galerie Heide Hildebrand, Klagenfurt
  • 1968
    Profile VIII, Österreichische Kunst heute, Städtische Kunstgaleri, Bochum
  • Galerie nächst St. Stephan, Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum, Graz
  • Arte concettuale, Galleria Milano, Mailand
  • Plastiken und Objekte, Museum des 20. Jahrhunderts, Wien
  • Neue Dimensionen der Plastik in Österreich, Galerie im Taxis-Palais, Innsbruck
  • 1969
    Konzeptionelle Kunst, Galerie Stangl, München
  • Galerie der Spiegel, Köln
  • Galerie Appel und Fertsch, Frankfurt am Main
  • Galerie nächst St. Stephan, Wien
  • Arte Concettuale, Villa Olmo, Como
  • Beispiele europäischer Plastiken heute, Wiener Secession, Wien
  • Hommage an das Schweigen, Tiroler Kunstpavillon, Hofgarten Innsbruck
  • Künstler um die Galerie nächst St. Stephan in Wien
  • Galerie Seebacher, Nüziders
  • Dimensionen, Österreichische Gegenwartskunst - Bildwerke in Metall, Erste österreichische Spar-Casse, Zweiganstalt Simmeringer Hauptstraße, Wien
  • Internationale Ausstellung von Plastiken und Skulpturen, Objekten, Parkanlagen, Piestany, CSSR
  • 1970
    Konzeptionelle Kunst, Galerie Annemarie Verna, Zürich
  • Österreichische Kunst '70, Skulpturen, Plastiken, Objekte, Schloss Eggenberg, Graz
  • 1971
    7 Bildhauer aus Wien, Freizeitpark Gruga, Essen
  • Arte concettuale, Galleria Boni + Schubert, Lugano
  • Sommerausstellung, Galerie Seebacher, Nüziders
  • Aquarelle, Druckgrafik, Handzeichnungen, Plastik, Galerie Krinzinger, Bregenz
  • 1972
    Vier Namen - drei Räume, Galerie nächst St. Stephan, Wien
  • Documenti sul Trigon, Retrospettiva degli anni 1963-71, Sala Communale d'Arte di Palazzo Costanzi und Museo Revoltella, Triest
  • 1973
    The Austrian Exhibition, Richard Demarco Gallery, Edinburgh, Institute of Contemporary Arts, London
  • II. Nemzetközi Kisplasztikai Biennale, Mücsarnok, Budapest
  • 12e Biennale voor Beeldhouwkunst, Middelheimpark, Antwerpen
  • Österreichische Bildhauer der Gegenwart, Skulpturen - Grafik, Neues Rathaus und Rasenanlage vor dem Museum, Leoben
  • Sommerausstellung, Galerie Seebacher, Nüziders
  • 1974
    Konzeptionelle Kunst, Galerie Regio, Freiburg im Breisgau
  • Ausstellung von Kleinplastiken Linz-Mauthausen, Neue Galerie der Stadt Linz/Wolfgang-Gurlitt-Museum, Linz
  • Arte Concezionale, Galleria Uxa, Novarra
  • 1975
    Grafik-Neuerwerbungen 1966-74, Eine Auswahl, Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum, Graz
  • Kunst zur Meditation, Kirche St. Sebald, Nürnberg
  • Sommerausstellung, Galerie Seebacher, Nüziders
  • 10e Biennale Internazionale del Bronzetto e della Piccola Scultura, Palazzo della Ragione, Padua
  • Hans Aeschbacher, Theo Gerber, Michael Grossert, Karl Prantl, Florin Granwehr, Uta Prantl, Irene Weit-Schlösser, Friedrich Brütsch, Atelier Galerie, Ramsen
  • 1976
    30 Jahre Künstlergruppe "Der Kreis", Künstlerhaus, Wien
  • 1977
    Steine, Modern Art Galerie, Wien
  • 1979
    Erker-Treffen 3, Skulpturen, Erker-Galerie, St. Gallen
  • Jahresausstellung 1979, Arbeitskreis 68, Künstlergemeinschaft Wasserburg am Inn e. V., Galerie im Ganserhaus, Wasserburg am Inn
  • Kleinplastiken und Bildhauerzeichnungen, Galerie Oberösterreichischer Kunstverein 1851, Landes-Kulturzentrum Ursulinenhof, Linz
  • 15 Jahre Allerheiligenpresse, Galerie Krinzinger, Innsbruck
  • 1979/80
    Kunstszene Wien, Bildwerke seit 1945 aus dem Besitz der Stadt Wien, Kulturhaus Graz, Künstlerhaus Salzburg, Künstlerhaus Wien
  • 1980
    Die Sprache der Stille, Saarlandmuseum, Saarbrücken
  • Sonderschau Österreich, Art II '80, Mustermesse, Basel
  • sculpture II, Corcoran Gallery/Dupont Center, Washington D. C.
  • 1981
    "Der Kreis", Dokumentation einer Wiener Künstlervereinigung 1946-1980, Historisches Museum der Stadt Wien, Wien
  • Christusbild im 20. Jahhundert, Neue Galerie der Stadt Linz/Wolfgang-Gurlitt-Museum, Linz
  • Skulptur begreifen, Kunstmuseum Hannover mit Sammlung Sprengel, Hannover
  • 2008
    "Karl Prantl im Dialog mit Leo Kornbrust und Paul Schneider" im Rahmen der Landeskunstausstellung "Dein Land macht Kunst", Institut für aktuelle Kunst, Saarlouis
  • "Petersburg..." Jahresausstellung 2008, Galerie St. Johann, Saarbrücken
  • 2010
    "SchauLager - LagerSchau 2", Galerie St. Johann, Saarbrücken
  • "Kunsthöfe auf dem Ravelin I", Laboratorium - Institut für aktuelle Kunst, Saarlouis
  • "Bildhauer Zeichnen", Museum Schloss Fellenberg, Merzig
  • 2011
    "Metall Konkret - Objekte aus Metall", Galerie St. Johann, Saarbrücken
  • 2012
    "Metall Konkret", Galerie Grewenig/Nissen, Heidelberg-Handschuhsheim

Bibliografie: Monografien

  • Karl Prantl, Plastiken 1950-1972. Hg. von P. Weiermair. Innsbruck 1973
  • Karl Prantl. Steine 1964-1976. Erker. St. Gallen 1976
  • Karl Prantl. Steine 1978-80. Erker-Galerie am Gallusplatz. St. Gallen 1980
  • Karl Prantl. Plastiken 1950-1981. Frankfurter Kunstverein. Frankfurt am Main 1981 (mit ausführlicher Biografie, Bibliografie, Liste der Ausstellungen, Kunst im öffentlichen Raum und Dokumentarfilme)
  • Karl Prantl. Austria. Biennale di Venezia 1986
  • Karl Prantl. Der Stein im Richisau. Erker. St. Gallen 1988
  • Friederike Mayröcker: aus einem Stein entsprungen: aus einem Verwandtschaftshimmel: zu Karl Prantl’s Arbeiten in Stein. Erker. St. Gallen 1989
  • Karl Prantl Steine. Innsbruck 1995
  • Karl Prantl, Uta Peyrer. Burgenländische Landesgalerie Schloss Esterházy. 1996
  • Karl Prantl. Steine. Schloss Ambras. Yorkshire Sculpture Park. Zürich 1997
  • Karl Prantl im Gespräch mit Monika Bugs. Interview 7. Hg. von Jo Enzweiler. Saarbrücken 1999
  • T. Kahler:  Vom wahren Wert des Steins. In: Künstler, Kritisches Lexikon der Gegenwartskunst. Ausgabe 52, München 2000
  • Susanna Steiger-Moser: Dokumentation zu Werken Karl Prantls in und um Pöttsching. Hg. von der Gemeinde Pöttsching, Pöttsching 2000
  • Marlen und Lorenz Dittmann: Karl Prantl - Große Steine und Bildhauersymposien. Hg. von Jo Enzweiler. Saarbrücken 2007 
  • Künstlerblatt Karl Prantl. Hg. von Jo Enzweiler. Saarbrücken 2007       
  • Alexander Winter: Der Steinbildhauer Karl Prantl: Werkkatalog 1950-2000. Dissertation, LMU München: Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften, 2008 

Symposionskataloge

  • Symposion Europäischer Bildhauer 1959 St. Margarethen, Burgenland, Österreich. Hg. von Symposion europäischer Künstler. Ohne Ort, ohne Jahr
  • symposion europäischer bildhauer berlin 1961-62. Gütersloh 1963
  • Sotriffer, Kristian: Symposion Europäischer Bildhauer St. Margarethen, Hg. von Symposion Europäischer Bildhauer in Verbindung mit Christa Hauer-Fruhmann (Galerie im Griechenbeisl, Wien). Ohne Ort, 1966 (Neuauflage: Wien 1969)
  • Symposion Urbanum Nürnberg 71. Berichte, Fakten, Daten, Meinungen und Denkanstöße, zum praktischen Gebrauch gesammelt, zusammengestellt und ergänzt von Wolfgang Horn und Wolfgang Loefftz. Ohne Ort, 1972
  • Internationales Steinbildhauer-Symposion St. Wendel 1971, 1972. Hg. vom Verein Internationales Steinbildhauer-Symposion St. Wendel e. V., St. Wendel 1972
  • Skulpturen auf dem Symposiongelände ab 1959. Symposion Europäischer ­Bildhauer. St. Margarethen. Ohne Jahr
  • Wolfgang Hartmann, Werner Pokorny: Das Bildhauersymposion. Entstehung und Entwicklung einer neuen Form kollektiver und künstlerischer Arbeit. ­Stuttgart 1988
  • Steine an der Grenze. Katalog zum gleichnamigen Bildhauersymposion. ­Hg. vom Verein: Freunde des Landes­institutes für Pädagogik und ­Medien (LPM) e. V. in Zusammenarbeit mit dem Verein »Steine an der ­Grenze«. Saarbrücken 1988 (3. erw. Auflage August 1996)
  • Straße der Skulpturen St. Wendel 1971-1988. Gewidmet Otto Freundlich. Hg. vom Verein Internationales Steinbildhauer-Symposion, St. Wendel e. V., Saarbrücken 1989
  • Steine an der Grenze. Die Skulpturenlandschaft des Saargaus. Hg. von Alfred Diwersy. Blieskastel 1996
  • Rena Karaoulis: Die Straße der Skulpturen. Hg. von Jo Enzweiler. Saarbrücken 2005 

Bibliografie: Sammelschriften

  • Bildhauer zeichnen. Hg. Ingrid Jakobs. Merzig 2010, S. 82
  • Kunshöfe im Ravelin I, Saarlouis. Mit Beiträgen von Oranna Dimmig und Michael Jähne. Saarbrücken 2011, Nr. 8
  • Kunstlexikon Saar Kunstort. Der Sparda-Bank-Kunst-Raum in Saarbrücken. Text: Lorenz Dittmann, Saarbrücken 2011, S.18, 19

Quelle

  • Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Archiv, Bestand: Prantl, Karl (Dossier 574)

Redaktion: Claudia Maas, Sandra Kraemer

Leihgebühren

Privatpersonen Schüler und Studenten Praxen, Kanzleien, gewerbliche Einrichtungen und Firmen
je Kunstwerk 30 € 15 € 50 €
Künstlerplakate und Werke mit max. 40 cm Breite (ausgenommen Skulpturen) 15 € 10 € 25 €

Für alle Entleiher gilt: